Enver Şimşek (38) wurde 2000 in Nürnberg vom NSU mit acht Schüssen getötet. Er war das erste von zehn Opfern der NSU-Mordserie. Der rassistische Hintergrund der Tat und ihr Zusammenhang mit der Serie wurden erst mit der Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 eindeutig. Zuvor suchten die Ermittlungsbehörden nach vermeintlichen Verbindungen zu einer „Blumenmafia“ oder „Drogenmafia“ und verdächtigten auch Familienangehörige. (Vgl. DIE ZEIT, 7.7.2025)
Zum NSU-Komplex im Themenportal Rechte Gewalt siehe außerdem die Dossiers zu den Morden an Mehmet Turgut und Michèle Kiesewetter.
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Weiterführende, externe Informationen
- Deutscher Bundestag: Drucksache 17/14600, 17. Wahlperiode, Beschlussempfehlung und Bericht des 2. Untersuchungsausschusses nach Artikel 44 des Grundgesetzes, 22.8.2013, als PDF (zuletzt abgerufen am: 25.4.2026).
- Sundermann, Tom: NSU-Prozess: Şimşeks Mörder waren im Blutrausch, DIE ZEIT, 9.7.2013 (zuletzt abgerufen am: 25.4.2026).
- Amadeu Antonio Stiftung: Enver Şimşek (zuletzt abgerufen am: 25.4.2026).
- Mair, Birgit: Enver Şimşek, Offener Prozess, als PDF (zuletzt abgerufen am: 25.4.2026).
- Schattenwurf: Enver Şimşek (zuletzt abgerufen am: 25.4.2026).
- Kleffner, Heike; Johannes Grunert; Toralf Staud; Martín Steinhagen: Todesopfer rechter Gewalt: Wieso fehlen 86 Tote in den Zahlen?, Die Zeit, 7.7.2025 (zuletzt abgerufen am: 25.4.2026).
- Billstein, Thomas: Kein Vergessen, Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945, Münster 2020, S. 208.