Eröffnungsfeier der Sendestelle Heidelberg. Mitschnitt der Übertragung
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451025/001
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1946 >> September 1946
Samstag, 14. September 1946
101 (24'50):
Ansage: Paul Land, Sprecher in Stuttgart (1'45). Ansage: Clemens Brendel, Sprecher in Heidelberg (1'02). Zeitfunkbericht von Reporter Fritz Nötzoldt (1'50). Aus der "Zauberflöte" von W. A. Mozart mit dem Städtischen Orchester Heidelberg, Leitung Richard Laugs, Mannheim (7'45). "Nachtigallen-Konzert", Leitung Fritz Henn, Charlotte Schweikert, Koloratur (10'18)
102 (20'58):
(O-Ton engl, danach dt Übersetzung) Fred G. Taylor, Chef von Radio Stuttgart: Der "neue freie Funk". Vom Übertragungswagen zum Funkhaus. Die "Zwillinge" Württemberg und Baden brauchen je eine Stimme. Hörer sollen den Sender als "ihr Eigentum" ansehen. Ein Einfluß der Regierung auf den Sender wäre "bedauerlich". Freiheit der Station. Glückwünsche. Sender soll die Beziehungen zwischen Baden und Württemberg "verinnerlichen". Eröffnung der Sendestelle - Beifall (3'42). (O-Ton engl, dazwischen dt Übersetzung) Colonel William W.Dawson, Direktor der Militärregierung von Württemberg-Baden: Geschichte der Militärregierung in Württemberg-Baden ist dicht mit der Geschichte von Radio Stuttgart verwoben. Bescheidener Anfang in einem improvisierten Studio auf einem Militärlastwagen. Heutige Mitarbeiter waren unter den Nazis zum Schweigen verurteilt. Tägliche Sendezeit wurde von vier auf16 Stunden ausgedehnt. 80 Prozent aller Sendungen sind Erstaufführungen. Vereinigung der kulturellen und erzieherischen Hilfsquellen von Baden und Württemberg läßt die "schönsten Radiodarbietungen" erwarten. Hoffnung, daß von der Universität Heidelberg Sendungen kommen, die um Toleranz und Humanität kämpfen. Rundfunk muß frei bleiben. Verschmelzung von geistigen und technischen Kräften im Rundfunk. Zitiert aus der Rede von James F. Byrnes, dem amerikanischen Außenminister, die dieser in Stuttgart am 06.09.1946 gehalten hat: Rundfunk kennt "keine Grenzen, keine Rassen, keine Glaubensbekenntnisse. Es bleibt uns jetzt überlassen, uns auf dieselbe Höhe zu schwingen." (7'52). Joseph Haydn: "Die Schöpfung", Rezitativ und Arie "Gleich öffnet sich der Erde Schoß", Friedrich Dalberg, Baß (7'29)
201 (13'40):
(O-Ton) Dr. Heinrich Köhler, stellvertretender Präsident von Württemberg-Baden: "Radio Stuttgart hat für die badischen Wünsche volles Verständnis gezeigt". Dankt den amerikanischen und deutschen Mitarbeitern. Bedeutung des Rundfunks nach 1945. "Mysterium des Funkes". Sind "ein Volk am Funk geblieben". Rundfunk wird in der Demokratie "zum täglichen Parlament der öffentlichen Meinung". Ethische Aufgabe. Vermittlung der deutschen Kunst durch das Radio an die Welt. Spannweite der deutschen Seele in seinen Musikern und Wissenschaftlern. Demut und Erfurcht ist verlangt. Fehlen von neuen Büchern und Theaterstücken. Kulturboden des Abendlandes beginnt aufzublühen. "Unser Teil ist auf Jahre hinaus nur Geduld und Ausdauer". Heutige kulturelle Leistungen. Bewahren der deutschen Kultur. Dank an die amerikanische Militärregierung für ihre Unterstützung. Stimme Heidelbergs für Deutschland und die Welt. Sendestelle soll auch Karlsruhe und Mannheim teilhaben lassen. Verständigung von Württemberg und Baden. Auch Nordbaden "erhält heute Stimme im Äther". Ruf nach Demokratie und Humanität. Bekenntnis zur "Kultur unserer Väter". "Seht, daß ihr nicht nur eine Hoffnung bleibt" (13'30)
202 (25'40):"Leonoren-Ouvertüre" von Beethoven, Leitung Otto Matzerath, Karlsruhe (14'00). "Akademische Festouvertüre" von J. Brahms, Leitung Gustav Koslik (9'43)
Ansage: Paul Land, Sprecher in Stuttgart (1'45). Ansage: Clemens Brendel, Sprecher in Heidelberg (1'02). Zeitfunkbericht von Reporter Fritz Nötzoldt (1'50). Aus der "Zauberflöte" von W. A. Mozart mit dem Städtischen Orchester Heidelberg, Leitung Richard Laugs, Mannheim (7'45). "Nachtigallen-Konzert", Leitung Fritz Henn, Charlotte Schweikert, Koloratur (10'18)
102 (20'58):
(O-Ton engl, danach dt Übersetzung) Fred G. Taylor, Chef von Radio Stuttgart: Der "neue freie Funk". Vom Übertragungswagen zum Funkhaus. Die "Zwillinge" Württemberg und Baden brauchen je eine Stimme. Hörer sollen den Sender als "ihr Eigentum" ansehen. Ein Einfluß der Regierung auf den Sender wäre "bedauerlich". Freiheit der Station. Glückwünsche. Sender soll die Beziehungen zwischen Baden und Württemberg "verinnerlichen". Eröffnung der Sendestelle - Beifall (3'42). (O-Ton engl, dazwischen dt Übersetzung) Colonel William W.Dawson, Direktor der Militärregierung von Württemberg-Baden: Geschichte der Militärregierung in Württemberg-Baden ist dicht mit der Geschichte von Radio Stuttgart verwoben. Bescheidener Anfang in einem improvisierten Studio auf einem Militärlastwagen. Heutige Mitarbeiter waren unter den Nazis zum Schweigen verurteilt. Tägliche Sendezeit wurde von vier auf16 Stunden ausgedehnt. 80 Prozent aller Sendungen sind Erstaufführungen. Vereinigung der kulturellen und erzieherischen Hilfsquellen von Baden und Württemberg läßt die "schönsten Radiodarbietungen" erwarten. Hoffnung, daß von der Universität Heidelberg Sendungen kommen, die um Toleranz und Humanität kämpfen. Rundfunk muß frei bleiben. Verschmelzung von geistigen und technischen Kräften im Rundfunk. Zitiert aus der Rede von James F. Byrnes, dem amerikanischen Außenminister, die dieser in Stuttgart am 06.09.1946 gehalten hat: Rundfunk kennt "keine Grenzen, keine Rassen, keine Glaubensbekenntnisse. Es bleibt uns jetzt überlassen, uns auf dieselbe Höhe zu schwingen." (7'52). Joseph Haydn: "Die Schöpfung", Rezitativ und Arie "Gleich öffnet sich der Erde Schoß", Friedrich Dalberg, Baß (7'29)
201 (13'40):
(O-Ton) Dr. Heinrich Köhler, stellvertretender Präsident von Württemberg-Baden: "Radio Stuttgart hat für die badischen Wünsche volles Verständnis gezeigt". Dankt den amerikanischen und deutschen Mitarbeitern. Bedeutung des Rundfunks nach 1945. "Mysterium des Funkes". Sind "ein Volk am Funk geblieben". Rundfunk wird in der Demokratie "zum täglichen Parlament der öffentlichen Meinung". Ethische Aufgabe. Vermittlung der deutschen Kunst durch das Radio an die Welt. Spannweite der deutschen Seele in seinen Musikern und Wissenschaftlern. Demut und Erfurcht ist verlangt. Fehlen von neuen Büchern und Theaterstücken. Kulturboden des Abendlandes beginnt aufzublühen. "Unser Teil ist auf Jahre hinaus nur Geduld und Ausdauer". Heutige kulturelle Leistungen. Bewahren der deutschen Kultur. Dank an die amerikanische Militärregierung für ihre Unterstützung. Stimme Heidelbergs für Deutschland und die Welt. Sendestelle soll auch Karlsruhe und Mannheim teilhaben lassen. Verständigung von Württemberg und Baden. Auch Nordbaden "erhält heute Stimme im Äther". Ruf nach Demokratie und Humanität. Bekenntnis zur "Kultur unserer Väter". "Seht, daß ihr nicht nur eine Hoffnung bleibt" (13'30)
202 (25'40):"Leonoren-Ouvertüre" von Beethoven, Leitung Otto Matzerath, Karlsruhe (14'00). "Akademische Festouvertüre" von J. Brahms, Leitung Gustav Koslik (9'43)
1:24:08
Audio-Visuelle Medien
Dawson, William W.; Direktor der US-Militärregierung für Württemberg-Baden
Land, Paul
Taylor, Fred G.; Leiter von Radio Stuttgart
Heidelberg HD
Eröffnung: Sendestelle Heidelberg
Öffentliche Veranstaltung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Tektonik)
- Kopierte Film- und Tondokumente (Tektonik)
- Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 (Bestand)
- Tondokumente des Jahres 1946 (Gliederung)
- September 1946 (Gliederung)