Wilhelm v. Ense mit seiner Frau Dietrade (Dedeke), die keine Kinder haben, und Gerhard v. Ense leihen sich 40 Mark1 gegen einen Jahreszins von vier Mark, den sie aus den 15 Mark begleichen, die sie jährlich am 22. Februar (up sunte Petry dach also he up den stol wart ghebracht) von den Sesteynen, also den Oberhäuptern der Sälzer, für die Nutzung des Salzwerkes bekommen. Jedes Jahr zum Peterstag bzw. bis zu acht Tage davor oder danach können sie die 40 Mark wieder zurückgeben. Nach der letzten Geldrückgabe von Verpfändung des Salzwerkes können die Sälzer das Werk noch weitere vier Jahre nutzen. Sie geloben Währschaft und setzen als Bürgen Konrad (Curde) und Rotger v. Ketteler, Söhne des Ritters Rotger v. Ketteler. Sie sind zusammen zum Einlager in Werl innerhalb von 14 Tagen nach einer Mahnung bereit. Wenn einer von ihnen stirbt, dann muss ein gleichwertiger Ersatz besorgt werden. Siegelankündigung durch Wilhelm und Gerhard v. Ense und die beiden Bürgen.
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Wilhelm v. Ense mit seiner Frau Dietrade (Dedeke), die keine Kinder haben, und Gerhard v. Ense leihen sich 40 Mark1 gegen einen Jahreszins von vier Mark, den sie aus den 15 Mark begleichen, die sie jährlich am 22. Februar (up sunte Petry dach also he up den stol wart ghebracht) von den Sesteynen, also den Oberhäuptern der Sälzer, für die Nutzung des Salzwerkes bekommen. Jedes Jahr zum Peterstag bzw. bis zu acht Tage davor oder danach können sie die 40 Mark wieder zurückgeben. Nach der letzten Geldrückgabe von Verpfändung des Salzwerkes können die Sälzer das Werk noch weitere vier Jahre nutzen. Sie geloben Währschaft und setzen als Bürgen Konrad (Curde) und Rotger v. Ketteler, Söhne des Ritters Rotger v. Ketteler. Sie sind zusammen zum Einlager in Werl innerhalb von 14 Tagen nach einer Mahnung bereit. Wenn einer von ihnen stirbt, dann muss ein gleichwertiger Ersatz besorgt werden. Siegelankündigung durch Wilhelm und Gerhard v. Ense und die beiden Bürgen.
Sa - Urkunden des Erbsälzerarchivs, Sa 007
Sa - Urkunden des Erbsälzerarchivs
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1374 Febr. 22 {ipso die beati Petri ad cathedram}
Enthält: Die beiden Enseschen Siegel, davon das Kurts stark beschädigt, und von den Kettelerschen Siegeln das eine hängen an. Das andere Kettelersche Siegel fehlt. Or. Pgt. Inhalt: Ich Wylhem van Ense un Dedeke myn echte husvrowe, un en hadden nyne kynder tho den tyden, un al unser erven, un ich Gherd van Ense un al myne erven, bekennz sementlichen openbare, dat wy ut den vyfteyn march geldes, de uns de sesteynen, dey vormunde synt der seltere tho Werle un dey ghemeynen seltere, plegh tho ghyvene alle jar up sunte Petry dach also he up den stol wart ghebracht, der hebbe wy den selven vorg. luden vorkoft rechtlichen un redelychen veyr march geldes vor vyrtych march, de uns wol bereyt synt, also dat wy van en dey mughen wederkopen alle jar up den selven sunte Petry dach, achte daghe vore ofte na, vor vyrtych march gelt also dan tho Werle ghylt. Were dat dyt dey leste wederkop were also van des soltwerkes weghene, dar sey uns plaghen af tho ghyvene dey vyfteyn march geldes, so mughen sey nochtan bruken des soltwerkes dar na vyer jar tho allem rechte also wy en dat ghedan hebben ofte sey wylt. Un wy un unse erven lovz en warschap vor allr leye ansprake, wanner un war sey des behovz ane yrn schaden sunder yrhande wedersprake unvortoghet. Were an der warschap yenich brake, des hebbe wy en tho burghen ghesat Curde den Ketelere un Rotghere den Ketelere, hern Rotghers soene des Ketelers, de myd uns un wy myd en lovz in guden truwen myd eyner samender hant. Wurde wy dar umme ghemant van erer weghene ofte van eren bodden an unse antworde eder war wy wonz, dar na vyrtenacht wan dey umme synt tho hant, zule wy tho Werle in ry[den in ei]ne ghemeyne ersame herberghe unvortoghz, un dar nicht ut tho komene wy en heb- ben ern schaden untrychtet un dey vyrtich march bereyt tho yrn wyllen ane yde ____ wedersproke. Storve ok unser welych under uns, wurde wy andern dan van en ghemanz, so zule wy holden un [___en ____]lle also hyr vorg. steyt also langhe, wynte eynen andern hey sy sakewolde eder borghe also gud in des doden stede weder hebbet ghesat, argelyst ghensliken ut ghesat. Un des tho tughe so hebbe wy sakewolden un borghen vorg. unser ingheseghele an dessen breyf ghehangen. Datum anno domini M° CCCmo LXX quarto, ipso die beati Petri ad cathedram. Rückseite: Signatur Ausf., Pergament, mnd., mit Plica, das Pergament ist vermutlich nach einer Rasur wiederverwendet worden, in einem Bereich links ist die vorherige Schrift zum Teil schlecht rasiert worden, drei Siegel am Pressel anhängend: vom ersten (Wilhelm v. Ense – Schneidezange) ist nur der Schild und ein kleiner Teil der Umschrift erhalben, das zweite (Gerhard v. Ense – Schneidezange) ist größtenteils erhalten, das dritte Siegel ist samt Pressel abgefallen, das vierte Siegel ist beschädigt mit erkennbarem Siegel (Ketteler – Kesselhaken) 1Zu der Zeit wurde der rheinische Gulden mit 3 Mark und einem Schilling, insgesamt 37 Schillingen gerechnet – 40 Mark entsprachen damit knapp 13 Gulden (siehe www.hagen-bobzin.de/hobby/muenzverein_rheinisch.html Stand Februar 2021)
Darin: Transkription von Armin Scholz-Behlau – Stand 21. Februar 2021
Darin: Transkription von Armin Scholz-Behlau – Stand 21. Februar 2021
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:41 MEZ