Heimsheim, Stabskellerei und G (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 355 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
(1613) 1699-1807
1. Zur Geschichte von Heimsheim - Stadt, Stabskellerei, Stabsamt und Geistliche Verwaltung: Die erste Nennung von Heimsheim datiert von 965 ("villa Heimbodesheim"); in diesem Jahr traf sich Kaiser Otto I., von Italien kommend, hier mit seinen Söhnen. Im 12./13. Jahrhundert saß ein edelfreies Adelsgeschlecht zu H.; danach gelangte es an die Pfalzgrafen von Tübingen, die es wohl Anfang des 14. Jahrhunderts endgültig zur Stadt erhoben. 1395 wurde der Ort im "Schleglerkrieg" zerstört. Im 14./15. Jahrhundert war H. Ganerbenbesitz derer vom Stein, von Enzberg, Höfingen, Gemmingen, Gültlingen, Schmalenstein und Stadion; einen Anteil verkauften die vom Stein 1442 an die Markgrafen von Baden. Ab 1465 wurde die Ganerbschaft württembergisch; der badische Teil allerdings erst 1687. Letzterer unterstand danach der herzoglichen Rentkammer, während das übrige H. eine eigene Stabskellerei bzw. ein eigenes Stabsamt bildete, das jedoch dem Amt/Oberamt Leonberg unterstellt war. 1724 bis 1733 besaß Wilhelm von Grävenitz den Ort als Mannlehen von Württemberg. 1807/08 wurde H. dem Oberamt Weil (der Stadt), anschließend wieder dem Oberamt Leonberg (später Landkreis) zugeteilt. Im Bereich der kirchlichen Organisation gehörte das Gebiet der späteren Stabskellerei bzw. des Stabsamtes H. zum Bistum Speyer, in nachreformatorischer Zeit zur Spezialsuperintendenz Leonberg. Visitationsinstanz war die Generalsuperintendenz Maulbronn. Bis 1807/08 übte der Stabskeller von H. gleichzeitig das Amt des Geistlichen Verwalters aus. Literatur: Beschreibung des Oberamts Leonberg, 1-2, Stuttgart 1930 Binder, Christian, Wirtembergs Kirchen- und Lehrämter, 2, Tübingen 1799 Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, 6, Stuttgart 1965 Das Land Baden-Württemberg, 5, Stuttgart 1976 Schäfer, Gerhard, Gliederung der evangelischen Landeskirche in Württemberg um 1840, in: Historischer Atlas von Baden - Württemberg. Erläuterungen VIII, 9, Stuttgart 1974
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Bei den altwürttembergischen Ämter- und Kellereibeständen handelt es sich um "topographische Auslesebestände", die verschiedene Provenienzen umfassen. Die Entstehung dieser Bestände ist in der "Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv" (1975, S. 119 f.) erläutert. Der vorliegende Bestand A 355 L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Weitere Überlieferung dieser Provenienzen sowie Archivalien betreffend die Stabskellerei, das Stabsamt und die Geistliche Verwaltung Heimsheim finden sich u.a. in folgenden Beständen: A 249 Rentkammer: Ämterakten - Heimsheim (Stabskellerei) A 284/36 Kirchenrat: Ämterregistratur - Heimsheim GV A 302 Weltliche Ämterrechnungen A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 297 Weltliche Zins- und Haischbücher A 298 Weltliche Leibeigenenbücher A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher H 101/24 Weltliche Lagerbücher: Stabskellerei Heimsheim H 102/29 Geistliche Lagerbücher: GV Heimsheim 0,1 lfd. m. des Bestandes waren bisher durch ein von Karl Otto Müller, Walter Grube und Fritz Bürkle in der Nachkriegszeit erstelltes, handschriftliches Findbuch erschlossen; 0,2 lfd. m. Archivalien waren unverzeichnet. Bei der Verzeichnung erfolgte eine Neuzählung der Büschel. Alte und neue Signaturen können der Konkordanz am Ende des Repertoriums entnommen werden. Der Entstehungszusammenhang der Ämterbestände ist aufgrund derÜberlieferungsgeschichte weitgehend nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb wurde bei der Neuverzeichnung nach einer Sachgliederung, die aus der Überlieferungsstruktur der Ämterbestände gewonnen wurde, klassifiziert. Als Mischbestände enthalten die Ämterbestände i.d.R. verschiedene Provenienzen. Diese wurden, soweit sie bei der Verzeichnung festgestellt werden konnten, bei den Titelaufnahmen vermerkt. Die Verzeichnung erfolgte im April 1998 mit Hilfe des Computerprogramms MIDOSA. Der Bestand umfasst nun 30 Bü im Umfang von 0,3 lfd. m. Stuttgart, im April 1998 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Ausf. Ausfertigung
Bl. Blatt
Bü Büschel
o. D. ohne Datum
Pap. Papier
S. Seite(n)
Schr. Schriftstück(e)
Konkordanz: alte Bü-Nr. neue Bü-Nr.
1 7
2 21
3 12
4 13
Die übrigen Faszikel waren unverzeichnet.
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Bei den altwürttembergischen Ämter- und Kellereibeständen handelt es sich um "topographische Auslesebestände", die verschiedene Provenienzen umfassen. Die Entstehung dieser Bestände ist in der "Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv" (1975, S. 119 f.) erläutert. Der vorliegende Bestand A 355 L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Weitere Überlieferung dieser Provenienzen sowie Archivalien betreffend die Stabskellerei, das Stabsamt und die Geistliche Verwaltung Heimsheim finden sich u.a. in folgenden Beständen: A 249 Rentkammer: Ämterakten - Heimsheim (Stabskellerei) A 284/36 Kirchenrat: Ämterregistratur - Heimsheim GV A 302 Weltliche Ämterrechnungen A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 297 Weltliche Zins- und Haischbücher A 298 Weltliche Leibeigenenbücher A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher H 101/24 Weltliche Lagerbücher: Stabskellerei Heimsheim H 102/29 Geistliche Lagerbücher: GV Heimsheim 0,1 lfd. m. des Bestandes waren bisher durch ein von Karl Otto Müller, Walter Grube und Fritz Bürkle in der Nachkriegszeit erstelltes, handschriftliches Findbuch erschlossen; 0,2 lfd. m. Archivalien waren unverzeichnet. Bei der Verzeichnung erfolgte eine Neuzählung der Büschel. Alte und neue Signaturen können der Konkordanz am Ende des Repertoriums entnommen werden. Der Entstehungszusammenhang der Ämterbestände ist aufgrund derÜberlieferungsgeschichte weitgehend nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb wurde bei der Neuverzeichnung nach einer Sachgliederung, die aus der Überlieferungsstruktur der Ämterbestände gewonnen wurde, klassifiziert. Als Mischbestände enthalten die Ämterbestände i.d.R. verschiedene Provenienzen. Diese wurden, soweit sie bei der Verzeichnung festgestellt werden konnten, bei den Titelaufnahmen vermerkt. Die Verzeichnung erfolgte im April 1998 mit Hilfe des Computerprogramms MIDOSA. Der Bestand umfasst nun 30 Bü im Umfang von 0,3 lfd. m. Stuttgart, im April 1998 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Ausf. Ausfertigung
Bl. Blatt
Bü Büschel
o. D. ohne Datum
Pap. Papier
S. Seite(n)
Schr. Schriftstück(e)
Konkordanz: alte Bü-Nr. neue Bü-Nr.
1 7
2 21
3 12
4 13
Die übrigen Faszikel waren unverzeichnet.
30 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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