Nikolaus Walther (Pfarrer zu Obenheim) schreibt an Johann Philipp Böckle, Stettmeister zu Straßburg: Hinsichtlich der Bitten von Weib und Kindern des Luxen (lt. Dorsale: Waltter), welche die Obrigkeit dringend um Hilfe bitten, damit sie nicht an den Bettelstab kommen, teilt er mit, dass derselbe Lux nichts tut, denn fressen und saufen und bei den Wirten in der Nachbarschaft und zu Hause bereits mit 300 fl. in der Kreide steht, die er wohl nie wird bezahlen können. Erst am Montag sei er nach Rinauw (Rheinau) gegangen, von wo man ihn Mittwoch Nacht mit einem Karren hätte holen müssen und inzwischen säße er am heutigen Donnerstag erneut in der Stube und saufe mit dem Juden von Blopssen (Plobsheim) wegen 2 V Weizen, die er demselben schuldet. Übrigens hat er bereits dem Wirt von Benfelden kürzlich eine Zehrschuld durch Übertragung von Stücken aus dem Hof tilgen müssen. Bittet um Abhilfe.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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