Martin Schmotzlin von Weiler ("Willer") bekennt für sich und Ehefrau Elsa Englerin ("Englarin") von Aichach, daß Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten, seiner Ehefrau und dem jüngsten Kind, das sie hinterlassen werden, auf Lebenszeit das Gut in Waldhausen ("Waltahusen"=Unterwaldhausen?) verliehen hat, das bisher Martin Brülmayer zu Lehen hatte. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen es "niendert schlaitzen" und nichts davon entfremden. Als Zins und Hubgeld entrichten sie jährlich zu Martini, was Urbarbuch und Rodel des Klosters ausweisen. Bei Verletzung der Leihebedingungen und Tod der Beliehenen fällt das Gut dem Abt heim, ebenso bei Eingehen einer Ungenossamenehe oder wenn die Beliehenen mit Leib und Gut flüchtig werden. Beim Abzug müssen Dritteil und Heurichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht dann nicht.
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Martin Schmotzlin von Weiler ("Willer") bekennt für sich und Ehefrau Elsa Englerin ("Englarin") von Aichach, daß Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten, seiner Ehefrau und dem jüngsten Kind, das sie hinterlassen werden, auf Lebenszeit das Gut in Waldhausen ("Waltahusen"=Unterwaldhausen?) verliehen hat, das bisher Martin Brülmayer zu Lehen hatte. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen es "niendert schlaitzen" und nichts davon entfremden. Als Zins und Hubgeld entrichten sie jährlich zu Martini, was Urbarbuch und Rodel des Klosters ausweisen. Bei Verletzung der Leihebedingungen und Tod der Beliehenen fällt das Gut dem Abt heim, ebenso bei Eingehen einer Ungenossamenehe oder wenn die Beliehenen mit Leib und Gut flüchtig werden. Beim Abzug müssen Dritteil und Heurichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht dann nicht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 976 a
fasc. 013 n. 03
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1497 November 20 (am montag nach sant Othmars tag)
24,5 x 40 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Martin Schmotzlin von Weiler ("Willer")
Empfänger: Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten
Siegler: Ulrich Klotz, Landrichter [in Schwaben]
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten
Siegler: Ulrich Klotz, Landrichter [in Schwaben]
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Brülmayer, Martin
Burgau, Hartmann von; Abt von Weingarten
Engler, Elsa
Klotz, Ulrich, Landrichter
Schmotzlin, Elsa
Schmotzlin, Martin
Weingarten, Hartmann von Burgau; Abt
Aichach : Berg RV; Einwohner
Schwaben, Landrichter
Unterwaldhausen : Schmalegg, Ravensburg RV
Unterwaldhausen : Schmalegg, Ravensburg RV; Einwohner
Waldhausen, Amt Rolgenmoos = Unterwaldhausen : Schmalegg, Ravensburg RV (?)
Waldhausen, Amt Rolgenmoos = Unterwaldhausen : Schmalegg, Ravensburg RV (?); Einwohner
Weiler : Berg RV; Einwohner
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Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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