Die Bewegung im Kanton Bergzabern, Urteilsauszüge und ältere Untersuchungsstücke Revolutionäre betreffend
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Best. J 1 Nr. 179
J 1 Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten
Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.02 Verhandlungen über den Aufstand in der Pfalz in den Jahren 1848/49 >> 10.02.03 Revolutionäre Bewegung im Kanton Bergzabern
1834-01-01/1849-12-31
Enthält u.a.: Urteilsauszug des Zuchtpolizeigerichts Landau gegen Lorenz Pistor, Bergzabern (Bl. 282); desgl. gegen Valentin Borscht & Cons. von Bergzabern wegen Widersetzlichkeit gegen die Gendarmerie im Dienste (Bl. 283); desgl. gegen Konrad Höchst, Mathäus Breit, Lorenz Bersch, Heinrich Bersch und Friedrich Pfister, alle von Schweigen, wegen der ungesetzlichen Verhaftung des Grenzaufsehers Adam Ruppert von ebenda am 17. Juni 1849 beschuldigt (Bl. 284); desgl. gegen Johann Bock, Waldhüter und Schuhmacher; Valentin Immel, Ölschläger; Andreas Immel, Steinhauer; Johann Hoffer, Schuhmachergeselle, alle von Bergzabern, wegen Misshandlung des Karl Rosenfelder zu Bergzabern in der Nacht vom 12./13. September 1847 (Bl. 286); Untersuchung gegen Johannes Heller von Oberotterbach wegen Misshandlung und Verwundung zweier Kinder des Christoph Hey zu Oberotterbach am 17. Dezember 1848 (Bl. 289 - 319); Untersuchung gegen denselben wegen Misshandlung seiner Schwägerin Elisabetha Weinmann, Ehefrau des Friedrich Wilhelm Neuz, am 12. Mai 1834 (Bl. 320 - 329); Untersuchung gegen Michael Hörner, Küfer in Gleiszellen, wegen Misshandlung und Verwundung des Joh. Christophel, Ackersmann von ebenda am 11. November 1845 (Bl. 330 - 356); Untersuchung gegen denselben wegen Verwundung des Johann Christophel von ebenda am 26. September 1844 (Bl. 357 - 373); Untersuchung gegen denselben wegen Entwendung von Bargeld zum Nachteil des Johannes Schroth zu Gleishorbach mittels Einbruch am 17. Sept. 1842 (Bl. 374 - 380); Untersuchung gegen Karl Fick von Gleishorbach und Michael Hörner von ebendort wegen Misshandlung und Verwundung des Georg Reich von Oberhausen am 4. Dezember 1838 (Bl. 383 - 391); Untersuchung gegen Michael Hörner von Gleishorbach wegen Notzucht verübt an der "blödsinnigen" Barbara Bohrer von ebenda am 28. April 1841 (Bl. 394 - 427); Untersuchung gegen Jakob Knoll, Frachtfuhrmann, und gegen dessen Ehefrau Christina Becker, Bergzabern, wegen Entwendung von Bettzeug zum Nachteil des Johannes Kuhn von Billigheim im August 1843 (Bl. 428 - 470); Untersuchung gegen Valentin Borscht, Kaufmann in Bergzabern, wegen gewaltsamer "Abnötigung" einer den Beschuldigten verpflichtenden Urkunde zum Nachteil des Handelsmannes Moses Fäustel von Heuchelheim am 14. November 1843 (Bl. 471 - 507); Untersuchung gegen Valentin Borscht, Kaufmann, und Franz Hertle, Sägmüller, beide von Bergzabern, wegen Zerstörung von Einfriedungen zum Nachteil des Buchdruckers Hügenell von Bergzabern und nächtlichem "injuriösen" Lärm am 1. Oktober 1848 (Bl. 510 - 542)
darin: 1 Faustplan zur Untersuchung gegen Johannes Heller wegen Verwundung mittels eines Flintenschusses am 17. Dezember 1848 im Wohnhaus des Christoph Hey zu Oberotterbach (Bl. 296); 1 Faustplan vom Wohnhaus des Valentin Borscht in Bergzabern in der Untersuchung gegen denselben (Bl. 495f.); 1 Stoffprobe (Bl. 429); Anmerkung: "Überführungsstücke", die ursprünglich der Akte beilagen, jetzt aber fehlen: 1. eine blaue Blouse, dem Joh. Hall von Neustadt gehörig; 2. eine dunkelblaue Schildkappe, dem Balthasar Ellmer von Steinfeld gehörig; 3. ein schwarzer Heckerhut, dem Ludwig Zinkgraf von Steinfeld gehörig; 4. eine Patronentasche mit mehreren Päckchen Patronen
darin: 1 Faustplan zur Untersuchung gegen Johannes Heller wegen Verwundung mittels eines Flintenschusses am 17. Dezember 1848 im Wohnhaus des Christoph Hey zu Oberotterbach (Bl. 296); 1 Faustplan vom Wohnhaus des Valentin Borscht in Bergzabern in der Untersuchung gegen denselben (Bl. 495f.); 1 Stoffprobe (Bl. 429); Anmerkung: "Überführungsstücke", die ursprünglich der Akte beilagen, jetzt aber fehlen: 1. eine blaue Blouse, dem Joh. Hall von Neustadt gehörig; 2. eine dunkelblaue Schildkappe, dem Balthasar Ellmer von Steinfeld gehörig; 3. ein schwarzer Heckerhut, dem Ludwig Zinkgraf von Steinfeld gehörig; 4. eine Patronentasche mit mehreren Päckchen Patronen
Oberlandesgericht Zweibrücken
263 Bl.
Sachakte
Die Digitalisierung wurde gefördert durch die Deutsche Digitale Bibliothek aus Mitteln des Programms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:45 MESZ
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