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Die Landgrafen von Thüringen Friedrich [III., der Strenge],
Balthasar und Wilhelm [I., der Einäugige], vereinbaren mit Heinrich [von
Kranlucken], ...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1361-1370
1362 April 30
Ausfertigung, Pergament, drei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 1 und Nr. 2 beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Der geben ist nach Gotis geburt driczehen hundirt iar in dem zwey und sechczigisten iare an dem Sunnabinde vor Misericodia [!] Domini an sende Walpurg abint der heilgen jungfroven
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die Landgrafen von Thüringen Friedrich [III., der Strenge], Balthasar und Wilhelm [I., der Einäugige], vereinbaren mit Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, Sühne und sagen ihm die Rückgabe der Feste Rasdorf, die sie zusammen mit Otto [II., der Schütz], Landgraf von Hessen, eingenommen haben, zu. Auch Gefangene und beschlagnahmtes Geld sollen zurückgeben werden. Die Sühnevereinbarung erstreckt sich auch auf Heinrich [II.], Landgraf von Hessen, der die Feste zurückgeben soll. Im Rahmen der Sühne verzichtet Abt Heinrich auf alle geistlichen und weltlichen Forderungen. In der Feste entstandene Schäden sollen behoben werden. Wer während der Fehde widerrechtlich seines Besitzes enthoben wurde, soll in diesen wiedereingesetzt werden. Auch alle Untertanen der Landgrafen - durch die Fehde geschädigt oder nicht - sollen sich der Sühne anschließen. Wer der Sühne nicht folgen will und gegen sie verstößt, wird von allen als Feind betrachtet. Die Landgrafen geloben für sich und ihre Untertanen, die Sühne einzuhalten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite, Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Friedrich [III., der Strenge]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Balthasar
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm [I., der Einäugige]
Vgl. hierzu Nr. 457.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.