Heinrich Deist (Bestand)
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E 111 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 11. Nachlässe >> 11.02. Einzelpersonen
1767, 1894 - 1963
Findhilfsmittel: Findbuch 1995 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Heinrich Deist wurde 1874 in Mitterode als Sohn eines Bauern geboren. Nach einer Lehre als Schriftsetzer in Kassel und anschließender Wanderschaft arbeitete Deist ab 1898 als Drucker in Bant bei Wilhelmshaven. Er siedelte 1903 nach Dessau über, wo er die Geschäftsführung der Gewerkschaftszeitung "Volksblatt für Anhalt" übernahm und 1905 zum Stadtrat für die SPD gewählt wurde. In der Übergangsregierung des Freistaates Anhalt wirkte er zunächst als Staatsrat, dessen Präsident er ab Mitte 1919 war. Dieses Amt versah Deist, nur kurz im Jahr 1924 unterbrochen, bis 1932 bis zur Machtübernahme durch Alfred Freyberg. In der Zeit des Dritten Reiches war Deist häufig in Schutzhaft. Nach dem Ende des II. Weltkriegs ernannten die Sowjets Deist zum Präsidenten des Verwaltungsbezirkes Anhalt bis zu dessen Auflösung 1947. Danach amtierte er bis als 1949 Präsident des Aufbaustabes der Verwaltungsschule des Landes. Er starb 1963 in Dessau.
Enthaltene Fotos: 5
Registraturbildner: Heinrich Deist wurde 1874 in Mitterode als Sohn eines Bauern geboren. Nach einer Lehre als Schriftsetzer in Kassel und anschließender Wanderschaft arbeitete Deist ab 1898 als Drucker in Bant bei Wilhelmshaven. Er siedelte 1903 nach Dessau über, wo er die Geschäftsführung der Gewerkschaftszeitung "Volksblatt für Anhalt" übernahm und 1905 zum Stadtrat für die SPD gewählt wurde. In der Übergangsregierung des Freistaates Anhalt wirkte er zunächst als Staatsrat, dessen Präsident er ab Mitte 1919 war. Dieses Amt versah Deist, nur kurz im Jahr 1924 unterbrochen, bis 1932 bis zur Machtübernahme durch Alfred Freyberg. In der Zeit des Dritten Reiches war Deist häufig in Schutzhaft. Nach dem Ende des II. Weltkriegs ernannten die Sowjets Deist zum Präsidenten des Verwaltungsbezirkes Anhalt bis zu dessen Auflösung 1947. Danach amtierte er bis als 1949 Präsident des Aufbaustabes der Verwaltungsschule des Landes. Er starb 1963 in Dessau.
Enthaltene Fotos: 5
Laufmeter: 0.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ