Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW), Bezirkskomitee Halle (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
P 572 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 08. Parteien, Organisationen, Vereine und Verbände >> 08.03. Organisationen, Vereine und Verbände >> 08.03.02. Organisationen, Vereine und Verbände 1945 - 1990 >> 08.03.02.02. Bezirk Halle
1986 - 1990
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: Die Organisation IPPNW (Abkürzung für International Physicians for the Prevention of Nuclear War) wurde im Dez. 1980 in Genf gegründet. In den folgenden Jahren konstituierten sich international Sektionen. Am 31. Aug. 1982 erfolgte die Gründung des Komitees "Ärzte der DDR zur Verhütung eines Nuklearkrieges". Auf dem 4. Kongress der IPPNW 1984 in Helsinki wurde das DDR-Komitee offiziell als Nationale Sektion anerkannt.
Am 13. Mai 1986 fasste das Zentralkomitee der SED den Beschluss über Maßnahmen zur Unterstützung der weiteren Tätigkeit des Komitees. Daraufhin wurde für den 2. Okt. 1986 eine Plenartagung der Organisation in Potsdam einberufen, auf der die Benennung von Bezirkskomitees beschlossen wurde. Die offizielle Konstituierung der Bezirkskomitees sollte nach dem 2. Okt. erfolgen und möglichst bis zum 15. Nov. 1986 abgeschlossen sein. Entsprechend dem ZK-Beschluss konnten Ärzte und Zahnärzte eine individuelle Mitgliedschaft in der DDR-Sektion der IPPNW erwerben.
Die Veranstaltung zur Gründung des Bezirkskomitees Halle der DDR-Sektion der IPPNW fand am 2. Dez. 1986 in Halle statt.
Am 12. Dez. 1989 erfolgte der geschlossene Rücktritt des Bezirkskomitees Halle.
Der neue Bezirksvorstand Halle der DDR-Sektion der IPPNW wurde am 5. Apr. 1990 in Halle gewählt.
Die DDR-Sektionsleitung wurde in einer Mitgliederversammlung im Juni 1990 abgewählt. Der Name der Vereinigung lautete unter einem neuen Vorstand und mit geänderter Satzung "Ärzte in sozialer Verantwortung – IPPNW-Sektion der DDR".
Ab Januar 1991 arbeiten die beiden deutschen Sektionen zusammen. Im März 1991 vereinigen sie sich in Kassel, der erste gesamtdeutsche Vorstand wird gewählt. Die Bezeichnung der Organisation lautet "IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V."
Bestandsinformationen: Die Unterlagen wurden dem Landesarchiv am 7. Mai 2014 von einem Mitglied der IPPNW übergeben. Sie wurden vom Bestandsbearbeiter geordnet und verzeichnet. Im Apr. 2016 erfolgte eine Nachlieferung, die in den Bestand eingearbeitet wurde.
Enthaltene Fotos: 25
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: Die Organisation IPPNW (Abkürzung für International Physicians for the Prevention of Nuclear War) wurde im Dez. 1980 in Genf gegründet. In den folgenden Jahren konstituierten sich international Sektionen. Am 31. Aug. 1982 erfolgte die Gründung des Komitees "Ärzte der DDR zur Verhütung eines Nuklearkrieges". Auf dem 4. Kongress der IPPNW 1984 in Helsinki wurde das DDR-Komitee offiziell als Nationale Sektion anerkannt.
Am 13. Mai 1986 fasste das Zentralkomitee der SED den Beschluss über Maßnahmen zur Unterstützung der weiteren Tätigkeit des Komitees. Daraufhin wurde für den 2. Okt. 1986 eine Plenartagung der Organisation in Potsdam einberufen, auf der die Benennung von Bezirkskomitees beschlossen wurde. Die offizielle Konstituierung der Bezirkskomitees sollte nach dem 2. Okt. erfolgen und möglichst bis zum 15. Nov. 1986 abgeschlossen sein. Entsprechend dem ZK-Beschluss konnten Ärzte und Zahnärzte eine individuelle Mitgliedschaft in der DDR-Sektion der IPPNW erwerben.
Die Veranstaltung zur Gründung des Bezirkskomitees Halle der DDR-Sektion der IPPNW fand am 2. Dez. 1986 in Halle statt.
Am 12. Dez. 1989 erfolgte der geschlossene Rücktritt des Bezirkskomitees Halle.
Der neue Bezirksvorstand Halle der DDR-Sektion der IPPNW wurde am 5. Apr. 1990 in Halle gewählt.
Die DDR-Sektionsleitung wurde in einer Mitgliederversammlung im Juni 1990 abgewählt. Der Name der Vereinigung lautete unter einem neuen Vorstand und mit geänderter Satzung "Ärzte in sozialer Verantwortung – IPPNW-Sektion der DDR".
Ab Januar 1991 arbeiten die beiden deutschen Sektionen zusammen. Im März 1991 vereinigen sie sich in Kassel, der erste gesamtdeutsche Vorstand wird gewählt. Die Bezeichnung der Organisation lautet "IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V."
Bestandsinformationen: Die Unterlagen wurden dem Landesarchiv am 7. Mai 2014 von einem Mitglied der IPPNW übergeben. Sie wurden vom Bestandsbearbeiter geordnet und verzeichnet. Im Apr. 2016 erfolgte eine Nachlieferung, die in den Bestand eingearbeitet wurde.
Enthaltene Fotos: 25
Laufmeter: 0.44
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 08. Parteien, Organisationen, Vereine und Verbände (Tektonik)
- 08.03. Organisationen, Vereine und Verbände (Tektonik)
- 08.03.02. Organisationen, Vereine und Verbände 1945 - 1990 (Tektonik)
- 08.03.02.02. Bezirk Halle (Tektonik)
- Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW), Bezirkskomitee Halle (Bestand)