Francisc Johann [I. von Praßberg], Bischof von Konstanz, beurkundet bzw. bestätigt eine von seinen deputierten Räten zustandegebrachte und von den übrigen Zehntberechtigten ratifizierte Einigung zwischen Domdechant und -kapitel einerseits, der Stadt Markdorf andererseits über den Einzug des Weinzehnten. Gegen Nachlaß von 7500 fl Reichswährung bzw. 9000 fl Konstanzer Währung an dem noch schuldigen Friedenskapital stimmt die Stadt zu, daß künftig der Zehnteinzug in folgender, für das Domkapitel günstigerer Weise erfolgen soll: Statt wie bisher jeder elfte soll künftig jeder zehnte Eimer Wein geliefert werden, und zwar ohne Abzug von Bodenzinsen und anderen Abgaben. Weitere Bestimmungen über Berechnung der zehnpflichtigen Maße, Vereidigung der Torkelmeister, Torkelgeschirr und Abfuhr des Zehntweins.
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Francisc Johann [I. von Praßberg], Bischof von Konstanz, beurkundet bzw. bestätigt eine von seinen deputierten Räten zustandegebrachte und von den übrigen Zehntberechtigten ratifizierte Einigung zwischen Domdechant und -kapitel einerseits, der Stadt Markdorf andererseits über den Einzug des Weinzehnten. Gegen Nachlaß von 7500 fl Reichswährung bzw. 9000 fl Konstanzer Währung an dem noch schuldigen Friedenskapital stimmt die Stadt zu, daß künftig der Zehnteinzug in folgender, für das Domkapitel günstigerer Weise erfolgen soll: Statt wie bisher jeder elfte soll künftig jeder zehnte Eimer Wein geliefert werden, und zwar ohne Abzug von Bodenzinsen und anderen Abgaben. Weitere Bestimmungen über Berechnung der zehnpflichtigen Maße, Vereidigung der Torkelmeister, Torkelgeschirr und Abfuhr des Zehntweins.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 611
GLAK 7/709
00101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1687 November 5 (den fünften Novembris)
Libell, 4 Bll., 38,5 x 29 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Meersburg
Aussteller: Francisc Johann [I. von Praßberg], Bischof von Konstanz
Empfänger: Domdechant und -kapitel daselbst
Siegler: Aussteller, Stadt Markdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S. in Holzkapsel
Aussteller: Francisc Johann [I. von Praßberg], Bischof von Konstanz
Empfänger: Domdechant und -kapitel daselbst
Siegler: Aussteller, Stadt Markdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S. in Holzkapsel
Konstanz KN; Bischof
Konstanz KN; Domdechant
Konstanz KN; Domkapitel
Konstanz KN; Währung
Markdorf FN
Markdorf FN; Zehnt
Meersburg FN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:21 MEZ
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