Obervogteiamt Trochtelfingen (Bestand)
Show full title
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 197
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Hohenzollerische Bestände >> Grafschaft Sigmaringen und souveränes Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen >> Oberämter und Landratsämter >> Obervogteiamt Trochtelfingen
1621-1862
Überlieferungsgeschichte
Behördengeschichte
Nach der Unterstellung der F. Fürstenbergischen Herrschaft Trochtelfingen unter die Landeshoheit von Hohenzollern-Sigmaringen 1806 wurde das Obervogteiamt als standesherrliches Amt weitergeführt. Das Obervogteiamt war für die rentamtliche Verwaltung des F. Fürstenbergischen Besitzes sowie für die Polizeiverwaltung und die niedere Gerichtsbarkeit zuständig. Der Obervogt wurde von Fürstenberg bestellt, mußte aber von der Landesregierung von Hohenzollern-Sigmaringen bestätigt werden. Auch nach dem Übergang des Fürstentums an Preußen am 6. April 1850 blieb das standesherrliche Amt als Oberamt bestehen, mußte jedoch am 1. Jan. 1852 die gerichtliche Kompetenz abgeben (Verordnungs- und Anzeigeblatt der kgl. preuß. Regierung Sigmaringen 25, 1851, S. 233). Das Oberamt Trochtelfingen wurde am 16. Aug. 1861 aufgehoben und der Amtsbezirk dem Preuß. Oberamt Gammertingen zugewiesen.
Unterlagen gleicher Provenienz in Ho 172 (Herrschaft Trochtelfingen), im FAS DS 11 (Herrschaft Trochtelfingen) und DS 56 (F. Fürstenbergisches Obervogteiamt Trochtelfingen) sowie im F. Fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand setzt sich aus drei Teilen zusammen.
Beim ersten Teil handelt es sich um vergleichsweise flach erschlossene Unterlagen, die im Neuverzeichnete Akten (NVA)-Bestand verwahrt werden. Die Titelaufnahmen sind häufig nicht zuverlässig. Unter anderem muss mit gelegentlich auftretenden Abweichungen bei der Laufzeit, dem Titel, der Provenienz und in seltenen Fällen auch bei der Bestellnummer gerechnet werden.
Den zweiten Teil bilden separat gelagerte Unterlagen mit den Bestellnummern 1 - 159. Ebenso wie die Unterlagen im NVA-Bestand waren sie bisher recht flach verzeichnet, und das Findmittel bestand in einem großteils handschriftlichen und schwer lesbaren Zettelrepertorium.
Um die Zugänglichkeit des Bestandes bereits vor einer Neuverzeichnung und Herauslösung der Unterlagen aus dem NVA-Bestand zu verbessern und ein Online-Findbuch im Internet zur Verfügung zu stellen, gab Maria Hirtreiter die bestehenden 2269 Titelaufnahmen von März bis April 2009 in das Erschließungsprogramm scopeArchiv ein. Corinna Knobloch führte Kontrollarbeiten und die Indizierung durch.
Damit handelt es sich nur um einen ersten Bearbeitungsschritt des umfangreichen Bestandes. Aufgrund des teilweise schlechten Erhaltungszustandes der Archivalien und des Fehlens einer archivgerechten Verpackung sind Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen ebenso notwendig wie eine Kontrolle, zum Teil auch Neuverzeichnung, der Unterlagen. So können die vorliegenden Titelaufnahmen bislang nur eine erste Orientierung bieten.
Der dritte Teil des Bestandes besteht aus noch unverzeichneten Unterlagen.
Sigmaringen im Juni 2009
Corinna Knobloch
Behördengeschichte
Nach der Unterstellung der F. Fürstenbergischen Herrschaft Trochtelfingen unter die Landeshoheit von Hohenzollern-Sigmaringen 1806 wurde das Obervogteiamt als standesherrliches Amt weitergeführt. Das Obervogteiamt war für die rentamtliche Verwaltung des F. Fürstenbergischen Besitzes sowie für die Polizeiverwaltung und die niedere Gerichtsbarkeit zuständig. Der Obervogt wurde von Fürstenberg bestellt, mußte aber von der Landesregierung von Hohenzollern-Sigmaringen bestätigt werden. Auch nach dem Übergang des Fürstentums an Preußen am 6. April 1850 blieb das standesherrliche Amt als Oberamt bestehen, mußte jedoch am 1. Jan. 1852 die gerichtliche Kompetenz abgeben (Verordnungs- und Anzeigeblatt der kgl. preuß. Regierung Sigmaringen 25, 1851, S. 233). Das Oberamt Trochtelfingen wurde am 16. Aug. 1861 aufgehoben und der Amtsbezirk dem Preuß. Oberamt Gammertingen zugewiesen.
Unterlagen gleicher Provenienz in Ho 172 (Herrschaft Trochtelfingen), im FAS DS 11 (Herrschaft Trochtelfingen) und DS 56 (F. Fürstenbergisches Obervogteiamt Trochtelfingen) sowie im F. Fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand setzt sich aus drei Teilen zusammen.
Beim ersten Teil handelt es sich um vergleichsweise flach erschlossene Unterlagen, die im Neuverzeichnete Akten (NVA)-Bestand verwahrt werden. Die Titelaufnahmen sind häufig nicht zuverlässig. Unter anderem muss mit gelegentlich auftretenden Abweichungen bei der Laufzeit, dem Titel, der Provenienz und in seltenen Fällen auch bei der Bestellnummer gerechnet werden.
Den zweiten Teil bilden separat gelagerte Unterlagen mit den Bestellnummern 1 - 159. Ebenso wie die Unterlagen im NVA-Bestand waren sie bisher recht flach verzeichnet, und das Findmittel bestand in einem großteils handschriftlichen und schwer lesbaren Zettelrepertorium.
Um die Zugänglichkeit des Bestandes bereits vor einer Neuverzeichnung und Herauslösung der Unterlagen aus dem NVA-Bestand zu verbessern und ein Online-Findbuch im Internet zur Verfügung zu stellen, gab Maria Hirtreiter die bestehenden 2269 Titelaufnahmen von März bis April 2009 in das Erschließungsprogramm scopeArchiv ein. Corinna Knobloch führte Kontrollarbeiten und die Indizierung durch.
Damit handelt es sich nur um einen ersten Bearbeitungsschritt des umfangreichen Bestandes. Aufgrund des teilweise schlechten Erhaltungszustandes der Archivalien und des Fehlens einer archivgerechten Verpackung sind Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen ebenso notwendig wie eine Kontrolle, zum Teil auch Neuverzeichnung, der Unterlagen. So können die vorliegenden Titelaufnahmen bislang nur eine erste Orientierung bieten.
Der dritte Teil des Bestandes besteht aus noch unverzeichneten Unterlagen.
Sigmaringen im Juni 2009
Corinna Knobloch
2269 Einheiten und unverzeichnete Unterlagen
Bestand
Andreas Zekorn: Verwaltung und Oberämter im Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen 1803 bis 1850. In: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte 37 (2001) S. 47-82.
Maren Kuhn-Rehfus: Die Integration Hohenzollerns in Preußen. In: Expansion und Integration. Zur Eingliederung neuerworbener Gebiete in den preußischen Staat. Herausgegeben von Peter Baumgart. 1984. S. 299-325.
Maren Kuhn-Rehfus: Die Integration Hohenzollerns in Preußen. In: Expansion und Integration. Zur Eingliederung neuerworbener Gebiete in den preußischen Staat. Herausgegeben von Peter Baumgart. 1984. S. 299-325.
Trochtelfingen RT; Obervogteiamt
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 8:37 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik)
- Hohenzollerische Bestände (Archival tectonics)
- Grafschaft Sigmaringen und souveränes Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen (Archival tectonics)
- Oberämter und Landratsämter (Archival tectonics)
- Obervogteiamt Trochtelfingen (Archival tectonics)
- Obervogteiamt Trochtelfingen (Archival holding)