Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Johann Bernhard Unfrieds Kollektaneen (Sammelhandschrift)
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 1 Allgemeine Sammlung von ungedruckten Schriften zur Landesgeschichte
Allgemeine Sammlung von ungedruckten Schriften zur Landesgeschichte >> Die Handschriften
17. Jh.
Beschreibung:
II Bl, 1864 S • 32 x 21 • Tübingen • Anfang 17. Jh.
Der Band ist durchschossen, er enthält viele Leerseiten, 1547 bis 1598 fehlen, 378a-b, 386a-d, 1602a-b eingelegt • IIr Kupferstich mit Turmwappen und Lorbeerschmuck, Umschrift Domini nomen fortissima tuoris • 57-1220 124 Federzeichnungen, meist Wappen • Pergamentband, 4 Lederschließbänder; mit Fragment einer Urkunde, 16. Jh., stark abgeschabt, erkennbare Namen Vorders. u. Fraw Barbara, Rücks. o. Hannsen von Ow.
Geschrieben von Johann Bernhard Unfried (1589-1635, vgl. W. HEYD, WVJH 7 (1898) 253-258); er nennt sich 429 mit vollem Namen, 568f. mit Initialen, IIr, 419 mit einem persönlichen Zeichen; 408, 419 autobiographische Nachrichten • 23-1187 25 Ergänzungen von Johann Martin Rauscher; Einträge von anderen Händen 1602a-b (16. Jh.), 1077 (17. Jh.), 579, 1026 (18. Jh.) • 1702 mit Rauschers Nachlaß erworben, vgl. LBS Cod. hist. Fol. 864, 2r-8v.
Enthält: IIr—1602b {JOHANN BERNHARD UNFRIED: KOLLEKTANEEN.} Sammlung überwiegend landesgeschichtlicher Nachrichten verschiedener Autoren, lat.-dt. Die Herkunft ist meist angegeben. Vieles (über 25 Hinweise) wurde von Friedrich Rüttel übermittelt, s. dessen Briefwechsel mit Unfried HStA J 6 Bü 10. Weitere allgemeine Kollektaneen Unfrieds HStA J 6 Bü 18, 24. Inhaltlich lassen sich folgende Hauptgebiete unterscheiden:
A: LANDESBESCHREIBUNG WÜRTTEMBERGS UND BENACHBARTER GEBIETE. Vgl. auch LBS Cod. hist. Fol. 127, HStA J 6 Bü 10, auch Hs 60b. Allgemeine Landbuchnachrichten, Ortslisten, auch einzelne Urkunden usw. finden sich S. 212-292, 505-511, 669, 702-706, 1018-1023, 1090, 1427-1529. Besonders hervorzuheben sind:
1-28 >Kurze gründliche Beschreibung vom Ursprung und Herkommen nachfolgender Herrschafften, so heutigs Tags alle dem fürstlichen Haus Württemberg incorporirt<, entspricht Hs 21, 71r-85v; umfangreicher Hs 11, 487r-655r.
56-124 111 Wappen von Gebieten und Städten; S.124 ein alphabetisches Verzeichnis; ähnlich Hs 12, 1659-1677, HStA J 7 Bü 34.
512f., 642-668, 733-737, 1475f., 1479 Nachrichten über Tübingen.
578-621, 1024-1027, 1068 Diener Württembergs. Darin u. a. (579-614, 1024-1027) >Hoverichter und Beysitzer< ... ex Arminii Rittellii {1534 bis 1596, vgl. BERNHARDT 586f.} secretarii consignatione, 1482-1634; (619-621) FRIEDRICH RÜTTEL: >Fürstliche wirtembergische Landschreiber<, Abschrift von Hs 48r, 101r-103v.
1124-1128 GEORG AICHMANN: >Calendarium sacerdotale<. Nachrichten über Ereignisse im Raum Göppingen-Esslingen, 1201-1526, oft autobiographisch (Daten von 1443 bis 1492), geordnet nach Kalendertagen. Nur ein Auszug. Vgl. PFAPF, Quellen 20.
B: GESCHICHTE DES HAUSES WÜRTTEMBERG. Allgemeine Nachrichten, Stammtafeln usw. finden sich S. 700, 1038, 1051, 1060-1071, 1082-1086, 1110f. Besonders hervorzuheben sind:
33-35 >Catalogus authorum, ex quorum collatione genealogia Wirtembergensium ducum conscripta est.<
36-45 ANDREAS RÜTTEL (1531-1587): Liste der unsicheren frühen württ. Grafen von 893 bis 1373, lat., s. Hs 48q, 17r-24r.
671-699 >Annales Wirtembergensium ducum ... colligente Andreae Ruttellio<, 1477-1561. Wohl nur Teilabschrift.
1112-1123 {ANDREAS RÜTTEL} (1504-1565): >Prob über den württembergischen Stammbaum<. Kürzer in Hs 48q, 8r-13v, s. auch Hs 1b.
C: GENEALOGIEN VON 41 MEIST ADLIGEN FAMILIEN (außer Württ.) finden sich S. 813 bis 941, 1028-1037, 1052-1059, 1072-1081, 1089-1106, 1129-1389, 1601f., vgl. auch HStA J 6 Bü 25a. Davon sind besonders hervorzuheben:
825-941, 1278-1281 Tubingenses comites palatini. Teilabschriften aus Hs 74 u.a.m.
1601f. Familie Rüttel -- bisher (vgl. zuletzt A. HAUBER, WVJH 22 (1913) 358-362) nicht ausgewertet.
D: NACHRICHTEN ÜBER DIE UNIVERSITÄT TÜBINGEN; vgl. auch HStA A 274 Bü 4-6. Allgemeine Notizen zur Universitätsgeschichte, auch Schreiben zu Einzelfragen, finden sich S. 299-306, 356f., 372, 391-419, 523, 559-563, 637-641. Besonders hervorzuheben sind:
295-297, 309-354, 525-527 Universitätsordnungen und Privilegien von 1477, 1491, 1522, 1535, 1536, 1477, 1498, 1551 und 1569. Druck jeweils bei R. ROTH, Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen (1877) bzw. REYSCHER XI, 3 (1843).
357-412, 420-501, 1017, 1393-1408, 1602a-b Listen von Universitätsangehörigen: Professoren 1618 (357), Rektoren 1477-1652 (357-412, 1017), Dekane der philosophischen Fakultät 1477-1640 (360-411, 429-456), Stiftsephori 1541-1619 (420) sowie Magistri domus 1536-1650 (423f.), Kanzler 1477 (461), Hebräischlehrer 1521-1619 (501), biographische Kurznotizen über 24 Gelehrte (1393-1408), Professoren der Universität Wittenberg 1578 (1602a-b).
565-571 Verträge zur Schlichtung von Streitpunkten zwischen Stadt und Universität Tübingen vom 31. Mai 1479 und 21. April 1486; auch in HStA H 14/15 Nr. 239, 550ff.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.