Korrespondenz zur Klage von Carl Rudolph Leisentritt gegen Oswald Nitzsch
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68002 - 30
68002 Handschriftensammlung U III
Handschriftensammlung U III >> 3. Andere Handschriften und Drucke
18.Mai 1665 - Januar 1668
Enthält: [001] Zustellung der Klage gegen Oswald Nitzsch (Nitzsch entzieht sich der Klage durch exceptio litis peudentiae, da er einen Prozeß mit dem Capital-Schösser Jacob Herrichen hat) (18.05.1665).- [002] Abermalige Zustellung der Klage gegen Oswald Nitzsch (26.07.1666).- [003] Notizzettel, daß Oswald Nitzsch das Decret nicht anerkenne
der Streit geht um eine Schuld von 132 Taler, die Oswald Nitzsch bei Leopold Leisentritt von Juliusberg stehen hat; nach dessen Tode beanspruchen sein Sohn Carl Rudolph und dessen Geschwister jeder die Summe für sich.- [004] Carl Rudolph Leisentritt widerlegt die Argumente seiner Geschwister und fordert Einziehung der Schuld von Oswald Nitzsch vom Bautzner Rat (27.07.1666).- [005] Carl Rudolph Leisentritt bittet um Aushändigung des Originaltestaments seines Vaters und des Schreibens von Wilhelm Max Wallis (20.08.1666) Leisentritt leugnet den Sachverhalt und fordert den Rat wiederum auf, Nitzsch zur Zahlung zu zwingen; er wendet sich ferner an den Churfürsten und erhält den Bescheid, daß Nitzsch zahlen solle.- [006] Die Ratskanzlei zu Budissin sendet beide Schreiben an Nitzsch und fordert zur Zahlung auf unter Androhung der Zwangsvoll-streckung (03.09.1666).- [007] Nitzsch schreibt an den Churfürsten, er habe das Geld schon an die Geschwister der Leisentritts bezahlt, bitte daher, diesen nach Bresslaw aus Kaiserl. Oberamt zu verweisen, ihn selbst aber von der Zwangsvollstreckung zu befreien (23.09.1666) daraufhin fordert der Churfürst am 29. September alten Stils einen Bericht vom Rat ein, der auch am 28. Dezember nach Dresden abgeht.- [008] Leisentritt legt dem Bautzner Rat erneut seinen Standpunkt dar: Nitzsch habe nur deshalb an die Geschwister gezahlt, wiel diese ihm einen Teil der Schuld erlassen hätten, wozu sie kein Recht hätten. Er habe Nitzsch vorher gewarnt, an die Breslauer zu zahlen (21.10.1666).- [009] [Georg] Marsmann schreibt dem Bautner Rat, der Bericht über den Prozeß an den Kurfürsten werde in den nächsten Tagen abgehen können
am 4. März kommt die Antwort aus Dresden: Leisentritt soll zu seinen Rechte kommen, Nitzsch aber nicht doppelt zahlen müssen.- [010] [Georg] Marsmann beschwert sich beim Rat, daß Leisentritt ihn der Parteilichkeit für Nitzsch beschuldigt habe (31.03.1667).- [011] Auszug aus dem kurfürstlichen Schreiben vom 4. März (28.04. oder 02.05.1667).- [012] Protokoll von dem Termin 9. Mai. Rechtsvertreter sind Clemstein für Leisentritt und Matz für Nitzsch. Nitzsch sucht Aufschub (exceptio satisdationis), Leisentritt wünscht Zahlung (09.05.1667).- [013] Spruch des Rats: Verständigung innerhalb von 14 Tagen oder Zahlungsbefehl (12.05.1667).- [014] Bericht an den Kurfürsten (17.05.1667).- [015] Nitzsch teilt dem Rate mit, daß er protestiere und sich an den Kurfürsten zur Berufung wende (20.05.1667).- [016] Der Rat zu Bautzen sendet einen Prozeßbericht nach Dresden an den Kurfürsten der Kurfürst weist daraufhin die Berufung Nitzsches zurück.- [017]Aufsetzung eines Termins am 30. September
3 Zettel; inzwischen hat Oswald Nitzsch durch ein weiteres Schreiben an den Kurfürsten erreicht, daß dieser befiehlt, die Prozeßakten zur Fortführung an den Schöp-penstuhl nach Leipzig zu schicken.- [018] Der angesetzte Termin am 30. September wird durch Oswald Nitzsch rückgängig gemacht (30.09.1667).- [019] Ladung an Nitzsch zum Schlußtermin am 19. Oktober (03.10.1667).- [020] Brief an Nitzsch, der Termin sei unaufschiebbar (06.10.1667).- [021] Protokoll über den Termin vom 24. Oktober (24.10.1667).- [022] Johann Cammann übersendet dem Bautzner Rat Akten aus der Geheimen Kanzlei zu Dresden zum Prozess Leisentritt (15./25.12.1667)
inliegend Aktenverzeichnis.- [023] Verzeichnis der Akten, die Leisentritt erhalten hat (31.10.1667).- [024] Aufforderungen an Nitzsch, seinen Standpunkt zu Protokoll zu geben (15.12.1667).- [025] Überweisung der Akten mit ausführlichen Prozeßbericht an das Leipziger Oberamt (01.1668)
der Streit geht um eine Schuld von 132 Taler, die Oswald Nitzsch bei Leopold Leisentritt von Juliusberg stehen hat; nach dessen Tode beanspruchen sein Sohn Carl Rudolph und dessen Geschwister jeder die Summe für sich.- [004] Carl Rudolph Leisentritt widerlegt die Argumente seiner Geschwister und fordert Einziehung der Schuld von Oswald Nitzsch vom Bautzner Rat (27.07.1666).- [005] Carl Rudolph Leisentritt bittet um Aushändigung des Originaltestaments seines Vaters und des Schreibens von Wilhelm Max Wallis (20.08.1666) Leisentritt leugnet den Sachverhalt und fordert den Rat wiederum auf, Nitzsch zur Zahlung zu zwingen; er wendet sich ferner an den Churfürsten und erhält den Bescheid, daß Nitzsch zahlen solle.- [006] Die Ratskanzlei zu Budissin sendet beide Schreiben an Nitzsch und fordert zur Zahlung auf unter Androhung der Zwangsvoll-streckung (03.09.1666).- [007] Nitzsch schreibt an den Churfürsten, er habe das Geld schon an die Geschwister der Leisentritts bezahlt, bitte daher, diesen nach Bresslaw aus Kaiserl. Oberamt zu verweisen, ihn selbst aber von der Zwangsvollstreckung zu befreien (23.09.1666) daraufhin fordert der Churfürst am 29. September alten Stils einen Bericht vom Rat ein, der auch am 28. Dezember nach Dresden abgeht.- [008] Leisentritt legt dem Bautzner Rat erneut seinen Standpunkt dar: Nitzsch habe nur deshalb an die Geschwister gezahlt, wiel diese ihm einen Teil der Schuld erlassen hätten, wozu sie kein Recht hätten. Er habe Nitzsch vorher gewarnt, an die Breslauer zu zahlen (21.10.1666).- [009] [Georg] Marsmann schreibt dem Bautner Rat, der Bericht über den Prozeß an den Kurfürsten werde in den nächsten Tagen abgehen können
am 4. März kommt die Antwort aus Dresden: Leisentritt soll zu seinen Rechte kommen, Nitzsch aber nicht doppelt zahlen müssen.- [010] [Georg] Marsmann beschwert sich beim Rat, daß Leisentritt ihn der Parteilichkeit für Nitzsch beschuldigt habe (31.03.1667).- [011] Auszug aus dem kurfürstlichen Schreiben vom 4. März (28.04. oder 02.05.1667).- [012] Protokoll von dem Termin 9. Mai. Rechtsvertreter sind Clemstein für Leisentritt und Matz für Nitzsch. Nitzsch sucht Aufschub (exceptio satisdationis), Leisentritt wünscht Zahlung (09.05.1667).- [013] Spruch des Rats: Verständigung innerhalb von 14 Tagen oder Zahlungsbefehl (12.05.1667).- [014] Bericht an den Kurfürsten (17.05.1667).- [015] Nitzsch teilt dem Rate mit, daß er protestiere und sich an den Kurfürsten zur Berufung wende (20.05.1667).- [016] Der Rat zu Bautzen sendet einen Prozeßbericht nach Dresden an den Kurfürsten der Kurfürst weist daraufhin die Berufung Nitzsches zurück.- [017]Aufsetzung eines Termins am 30. September
3 Zettel; inzwischen hat Oswald Nitzsch durch ein weiteres Schreiben an den Kurfürsten erreicht, daß dieser befiehlt, die Prozeßakten zur Fortführung an den Schöp-penstuhl nach Leipzig zu schicken.- [018] Der angesetzte Termin am 30. September wird durch Oswald Nitzsch rückgängig gemacht (30.09.1667).- [019] Ladung an Nitzsch zum Schlußtermin am 19. Oktober (03.10.1667).- [020] Brief an Nitzsch, der Termin sei unaufschiebbar (06.10.1667).- [021] Protokoll über den Termin vom 24. Oktober (24.10.1667).- [022] Johann Cammann übersendet dem Bautzner Rat Akten aus der Geheimen Kanzlei zu Dresden zum Prozess Leisentritt (15./25.12.1667)
inliegend Aktenverzeichnis.- [023] Verzeichnis der Akten, die Leisentritt erhalten hat (31.10.1667).- [024] Aufforderungen an Nitzsch, seinen Standpunkt zu Protokoll zu geben (15.12.1667).- [025] Überweisung der Akten mit ausführlichen Prozeßbericht an das Leipziger Oberamt (01.1668)
Umfang in Blatt: 69 nn. Bl.
Archivale
Band: Größe: 340 x 15 x 220 mm
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.06.2025, 07:46 MESZ