Hans Zimmerman zu Nordstetten (Norstetten), gewesener Meier von dem Priorberg, bekundet: Wilhelm von und zu Wernau zu Ober- und Unterdettingen, auch Donzdorf, sein Junker, hat ihn in Haft nehmen lassen, weil er zum drittenmal eidesstattlich versprochen hat, hier aus dieser Obrigkeit nichts zu verrücken oder wegzutun, außer wenn der Junker und die Untertanen zu Dettingen um ihre ausständige Schuldsumme bezahlt seien. Er hat seinen Treueid vergessen und darüber Rosse, Kühe, Kälber, Schweine, Früchte u. a. mehr nachts an ungewöhlichen Straßen hinweggeführt. Auf Fürbitten etlicher Leute wird er gegen Erstattung von 10 Gulden Frevel aus dem Gefängnis entlassen und schwört Urfehde
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Hans Zimmerman zu Nordstetten (Norstetten), gewesener Meier von dem Priorberg, bekundet: Wilhelm von und zu Wernau zu Ober- und Unterdettingen, auch Donzdorf, sein Junker, hat ihn in Haft nehmen lassen, weil er zum drittenmal eidesstattlich versprochen hat, hier aus dieser Obrigkeit nichts zu verrücken oder wegzutun, außer wenn der Junker und die Untertanen zu Dettingen um ihre ausständige Schuldsumme bezahlt seien. Er hat seinen Treueid vergessen und darüber Rosse, Kühe, Kälber, Schweine, Früchte u. a. mehr nachts an ungewöhlichen Straßen hinweggeführt. Auf Fürbitten etlicher Leute wird er gegen Erstattung von 10 Gulden Frevel aus dem Gefängnis entlassen und schwört Urfehde
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 163 T 1 Nr. 158
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 163 T 1 Murische Herrschaft Glatt: Urkunden
Murische Herrschaft Glatt: Urkunden >> 1. Urkunden
1612 Januar 8
Urkunden
Siegler: Hans Martin von Wernau zu Dießen (auf Bitten des Michael Scher, des Gerichts, und des Martin Veyhing, beide Bürger zu Nordstetten)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel in Holzkapsel
Vermerke: 10,2 cm lange Initiale||Dorsualvermerk: D, Num. 1627 (durchgestrichen), Scrinium N, Faszikel B 8||entnommen aus Bestand Ho 163 (Herrschaft Glatt), vorläufige Nummer 207?
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel in Holzkapsel
Vermerke: 10,2 cm lange Initiale||Dorsualvermerk: D, Num. 1627 (durchgestrichen), Scrinium N, Faszikel B 8||entnommen aus Bestand Ho 163 (Herrschaft Glatt), vorläufige Nummer 207?
Scher, Michael
Veihing, Martin
Veyhing, Martin
Wernau, Hans Martin von
Wernau, Wilhelm von; Junker
Zimmermann, Hans
Dettingen, Horb am Neckar FDS
Dießen, Horb am Neckar FDS
Donzdorf GP
Glatt, Sulz am Neckar RW
Nordstetten, Horb am Neckar FDS
Oberdettingen, aufgeg. in Dettingen, Horb am Neckar FDS
Unterdettingen, aufgeg. in Dettingen, Horb am Neckar FDS
Wernau, Erbach UL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:48 MESZ
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