Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. KGaA, Filiale Bernburg (Bestand)
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I 111 Bernburg (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.16. Bankwesen >> 07.16.02. Private Banken 19. Jh. - 1945 >> I 111 Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. KGaA, Filialen
1925 - 1945
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: Am 18. Dezember 1866 wurde im Halleschen Gasthof "Stadt Hamburg" der Gesellschaftsvertrag der Kommanditgesellschaft auf Aktien des Halleschen Bankvereins von Kulisch, Kaempf & Co. Halle/Saale unterzeichnet. Persönliche Gesellschafter waren der Kaufmann Albert Kulisch aus Salzmünde und der Ber,iner Johannes Kaempf. Es wurde ein Grundkapital von 280.000 Talern hinterlegt. Den Aufsichtsrat bildeten der Hallesche Bürgermeister von Voss (bis 1907 Aufsichtsratsvorsitzender) sowie weitere Mitglieder aus Handel, Industrie und Landwirtschaft. Das Bankgeschäft sollte vor allem aufbauende Gewerbezweige stützen, wie die Zucker-, Malz- und Mühlenindustrie und den Landhandel, gleichermaßen wie Privatkunden. Bereits 1879 wurden ein Pensionsfond für Mitarbeiter eingerichtet, welcher jedoch durch die Inflation später verlorenging. 1891 war das Aktienkapital auf 9 Millionen Mark angewachsen (280.000 Taler = 84.000 Mark) und 1913 betrug das Aktienkapital 18 Millionen Mark. 1907 und 1908 kamen erste Filialen in Weissenfels und Gera hinzu, die durch die Übernahme lokaler Kreidtinstitute möglich war. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Filialnetz auf insgesamt 25 Filialen ausgebaut, u.a. kamen 1922 die Kassenstelle Güsten und die Filiale in Staßfurt-Leopoldshall hinzu. Zum 75jährigen Jubiläum 1941 beschäftigte die Bank 396 Mitarbeiter in 25 Bankstellen und 17 Geschäftshäusern.
Zusatzinformationen: Lit.: Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer / hrsg. von Stefi Jersch-Wenzel und Reinhard Rürup. - München: Saur Bd. 3: Staatliche Archive der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt / bearb. von Anke Boeck... - 1999 (Daten eingearbeitet); I 111 Bernburg, Nachtrag Nr. 11/1
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: Am 18. Dezember 1866 wurde im Halleschen Gasthof "Stadt Hamburg" der Gesellschaftsvertrag der Kommanditgesellschaft auf Aktien des Halleschen Bankvereins von Kulisch, Kaempf & Co. Halle/Saale unterzeichnet. Persönliche Gesellschafter waren der Kaufmann Albert Kulisch aus Salzmünde und der Ber,iner Johannes Kaempf. Es wurde ein Grundkapital von 280.000 Talern hinterlegt. Den Aufsichtsrat bildeten der Hallesche Bürgermeister von Voss (bis 1907 Aufsichtsratsvorsitzender) sowie weitere Mitglieder aus Handel, Industrie und Landwirtschaft. Das Bankgeschäft sollte vor allem aufbauende Gewerbezweige stützen, wie die Zucker-, Malz- und Mühlenindustrie und den Landhandel, gleichermaßen wie Privatkunden. Bereits 1879 wurden ein Pensionsfond für Mitarbeiter eingerichtet, welcher jedoch durch die Inflation später verlorenging. 1891 war das Aktienkapital auf 9 Millionen Mark angewachsen (280.000 Taler = 84.000 Mark) und 1913 betrug das Aktienkapital 18 Millionen Mark. 1907 und 1908 kamen erste Filialen in Weissenfels und Gera hinzu, die durch die Übernahme lokaler Kreidtinstitute möglich war. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Filialnetz auf insgesamt 25 Filialen ausgebaut, u.a. kamen 1922 die Kassenstelle Güsten und die Filiale in Staßfurt-Leopoldshall hinzu. Zum 75jährigen Jubiläum 1941 beschäftigte die Bank 396 Mitarbeiter in 25 Bankstellen und 17 Geschäftshäusern.
Zusatzinformationen: Lit.: Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer / hrsg. von Stefi Jersch-Wenzel und Reinhard Rürup. - München: Saur Bd. 3: Staatliche Archive der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt / bearb. von Anke Boeck... - 1999 (Daten eingearbeitet); I 111 Bernburg, Nachtrag Nr. 11/1
Laufmeter: 0.5
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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Hierarchy detail view
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) (Archival tectonics)
- 07.16. Bankwesen (Archival tectonics)
- 07.16.02. Private Banken 19. Jh. - 1945 (Archival tectonics)
- I 111 Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. KGaA, Filialen (Archival tectonics)
- Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. KGaA, Filiale Bernburg (Archival holding)