Mandatum sine clausula Auseinandersetzung um Veränderung bzw. Kündigung eines Vertrages
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 1365
Wismar H 108 (W H 3 n. 108)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 08. 1. Kläger H
(1729-1730) 08.09.1734-30.10.1734
Kläger: (2) Hinrich Albrecht Harms, Fischer zu Neukloster
Beklagter: Gebrüder von Plessen zu Neukloster, kgl. polnischer Kammerherr bzw. kgl. preußischer Major
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Anton Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Der Geheime Rat Dietrich Joachim von Plessen hat dem Kl. im Jahre 1729 die Fischerei im Neuklosterschen See auf 12 Jahre gegen Zahlung von 180 Rtr / Jahr verpachtet. Wegen der milden Winter der vergangenen Jahre hat Kl. keine Einkünfte aus der Winterfischerei ziehen können und daher den Geheimen Rat um Reduzierung der Pacht gebeten. Noch bevor dieser eine Entscheidung treffen konnte, ist er verstorben und hat seinen Söhnen, den Bekl., seinen gesamten Besitz vererbt. Diese fordern jedoch die Erlegung der vollen Pacht und haben bei Nichtzahlung Vollstreckung gegen Kl. angedroht. Kl. bittet Tribunal um Hilfe bei der Minderung der Pacht oder die Erlaubnis, den Vertrag zu Michaelis 1734 außerplanmäßig kündigen zu dürfen. Das Tribunal fordert Bekl. am 10.09. zur Erklärung auf. Am 25.10. weisen Bekl. die Bitte des Kl.s um Pachterleichterung oder Entlassung aus dem Vertrag zurück und bitten, Kl. zur Erfüllung des Vertrages anzuweisen. Das Tribunal weist Kl. am 27.10.1734 zur Erklärung an, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1734
Prozessbeilagen: (7) Pachtvertrag über die Fischerei im Neuklosterschen See vom 06.10.1729, Quittung über die Zahlung einer ersten Rate durch Kl. vom 30.01.1730
Beklagter: Gebrüder von Plessen zu Neukloster, kgl. polnischer Kammerherr bzw. kgl. preußischer Major
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Anton Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Der Geheime Rat Dietrich Joachim von Plessen hat dem Kl. im Jahre 1729 die Fischerei im Neuklosterschen See auf 12 Jahre gegen Zahlung von 180 Rtr / Jahr verpachtet. Wegen der milden Winter der vergangenen Jahre hat Kl. keine Einkünfte aus der Winterfischerei ziehen können und daher den Geheimen Rat um Reduzierung der Pacht gebeten. Noch bevor dieser eine Entscheidung treffen konnte, ist er verstorben und hat seinen Söhnen, den Bekl., seinen gesamten Besitz vererbt. Diese fordern jedoch die Erlegung der vollen Pacht und haben bei Nichtzahlung Vollstreckung gegen Kl. angedroht. Kl. bittet Tribunal um Hilfe bei der Minderung der Pacht oder die Erlaubnis, den Vertrag zu Michaelis 1734 außerplanmäßig kündigen zu dürfen. Das Tribunal fordert Bekl. am 10.09. zur Erklärung auf. Am 25.10. weisen Bekl. die Bitte des Kl.s um Pachterleichterung oder Entlassung aus dem Vertrag zurück und bitten, Kl. zur Erfüllung des Vertrages anzuweisen. Das Tribunal weist Kl. am 27.10.1734 zur Erklärung an, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1734
Prozessbeilagen: (7) Pachtvertrag über die Fischerei im Neuklosterschen See vom 06.10.1729, Quittung über die Zahlung einer ersten Rate durch Kl. vom 30.01.1730
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ