Besitz- und Erbrecht. Die Appellaten sind Schwester (Agnes von Efferen) bzw. Nachfahren von Schwestern des Vaters des Appellanten, Wilhelm, und von dessen Bruder Heinrich, der jeder seiner Schwestern testamentarisch 1000 Goldgulden vermacht hatte. Der Appellant bestreitet die Zulässigkeit dieser Verfügung, da sein Großvater Wilhelm in Übereinstimmung mit der berg. Reformationsordnung seine Erbrenten „immobil“ gemacht habe, d. h. Immobiliarbesitz gleichgestellt habe, so daß sie daher der freien Verfügung des Inhabers entzogen gewesen seien.
Vollständigen Titel anzeigen
Besitz- und Erbrecht. Die Appellaten sind Schwester (Agnes von Efferen) bzw. Nachfahren von Schwestern des Vaters des Appellanten, Wilhelm, und von dessen Bruder Heinrich, der jeder seiner Schwestern testamentarisch 1000 Goldgulden vermacht hatte. Der Appellant bestreitet die Zulässigkeit dieser Verfügung, da sein Großvater Wilhelm in Übereinstimmung mit der berg. Reformationsordnung seine Erbrenten „immobil“ gemacht habe, d. h. Immobiliarbesitz gleichgestellt habe, so daß sie daher der freien Verfügung des Inhabers entzogen gewesen seien.
AA 0627, 362 - B 825/3191
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1626-1634 (1574-1636)
Enthaeltvermerke: Kläger: Philipp Wilhelm von Bernsau zu Hardenberg, berg. Amtmann zu Steinbach, und Erben, (Bekl.) Beklagter: Hans Bertram (bzw. 1632 Rutger Bertram) von und zu Schöller (Kr. Düsseldorf-Mettmann), Kämmerer des Herzogs Wolfgang Wilhelm von Jülich-Berg und berg. Amtmann zu Mettmann, und seine Ehefrau von Metternich, Düsseldorf und Schöller; Agnes von Efferen gen. Hall, verwitwete von Schöller (Mutter Rutger Bertrams), Düsseldorf; Wilhelma von Efferen gen. Hall (Schwester der Agnes), Witwe des Hans Wilhelm von Bourscheidt, und Christoph von Ruspe zu Brüninghausen (Dortmund), Schloß Klein-Büllesheim (Kr. Euskirchen); Reinhard von Bernsau; ab Juli 1634 Hauptmann Rutger von Landsberg und Rutger Bertram von Schöller (Kl.: Hans Bertrams Vater Rutger und Hans Wilhelm von Bourscheidt namens ihrer Ehefrauen) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Philipp Bohnen [1624] 1626 - Vergenius (1634) Prokuratoren (Bekl.): Moses (1627) - Dr. Johann Friedrich von Broch 1632 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht zu Düsseldorf 1597-1626 - 2. RKG 1626-1634 (1574-1636) Beweismittel: Bd. 1: Befehl des Herzogs Wolfgang Wilhelm an seinen Rentmeister zu Blankenberg, Rutger Bertram von Schöller, in Ausführung des Hofgerichtsurteils die Rente zu zahlen, 1626 (20). Bd. 2: Acta priora (1-323). Rotulus über 3 Zeugenaussagen, 1599/ 1600 (325-700), u.a: Herzog Johann Wilhelm ernennt Wirich von Dhaun, Graf von Falkenstein, und Otto Schenk von Nideggen zu Vormündern der Kinder Wilhelms von Bernsau aus seiner 1. Ehe: Philipp Wilhelm, Wirich und Amoena (Amena) Walburg, 1596 (82-84; 84- 87); Testamentsauszug des Heinrich von Bernsau, 1574 (119-138); Heiratsvertrag (Auszug) zwischen Christoph von Ruspe zu Brüninghausen und Sibylle von Efferen gen. Hall zu Disternich, 1597 (191- 196); Heiratsverschreibung (Auszüge) Wilhelms von Bernsau und Magdalenas von Dhaun, Gräfin zu Falkenstein, 1575 (414-420); Lehensbrief des Herzogs Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg für Wilhelm von Bernsau betr. Hardenberg, 1576 (421-425) Beschreibung: 2 Bde., 13,5 cm; Bd. 1: 1,5 cm, 38 Bl., geb.; Q 1-7, 9- 18*, es fehlen Q 9* (Vollmacht Moses), 12 (nicht im Protokoll vermerkt), 16*, 18*, 5 Beilagen, davon 3 = Q 11*, 13*, 14*, 1 prod. 7. Okt. 1636; Bd. 2: 12 cm, 700 Bl., geb.; = Q 8*. Lit.: Kurt Niederau, Zur Geschichte des bergischen Adels. Die von Bernsau des 14. und 16. Jahrhunderts, in: ZBGV 82, 1966, S. 150.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:23 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)