A: Konrad Sintzenhofer, Licentiat des geistlichen Rechts, Domherr
und Vikar des Domstifts zu Regensburg. S: Vikariat des Domstifts zu
Regensburg. E: Äbtissin Margreth und die Sammung des Klosters Gnadenberg
wegen Konrad Frenckels, einer der Brüder des Klosters Gnadenberg, einerseits
und Herr Hans Hawdorn, Pfarrer zu Pappenberg, und Herr Hans Fabri,
Frühmesser zu Eschenbach, als Testamentsherrn des verst. Meisters Heinrich
Pleßner, vormals Frühmesser zu Pappenberg, sowie Herr Erhard Pleßner, Kaplan
zu Eschenbach, als Miterbe andererseits. Betreff: Spruchbrief in den
Irrungen um den halben Teil an 4 von Meister Heinrich Pleßner hinterlassenen
Weihern, genannt der Heidweiher, der Karschenprucker und der Schyrloer, samt
den zu ihnen gehörigen Behältern, deren andere Hälfte dem Kloster gehört.
Das Kloster Gnadenberg stützt seine Ansprüche darauf, dass Konrad Frenckel
der Sohn einer leiblichen Schwester Meister Heinrich Pleßners sei, die
Gegenseite beruft sich auf das Geschäft Heinrich Pleßners, der sein ganzes
Hab und Gut für Gottesdienste und Messen sowie zur Bezahlung seiner Schulden
bestimmt habe. Spruch: Weil Meister Heinrich Pleßner in seinem Testament
keinen Ort genannt hat, an welchem die Gottesdienste und Messen gehalten
werden sollen, werden die vier Weiher dem Kloster Gnadenberg zugesprochen,
das dafür dem Meister Heinrich Pleßner für ewige Zeiten vier Jahrtage an den
Sonntagen vor jeder Goldfasten im Gotteshaus zu Gnadenberg nach des Klosters
Gewohnheit sowie 100 Seelmessen und Vigilien halten soll.