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Der Prätendent von York
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Weimarische Zeitung, Nr. 29, 04.02.1855, S. 115: „Der Dichter ist nicht den Spuren gefolgt, welche von Schiller in seinem denselben Gegenstand behandelnden Entwurf des Warbeck angedeutet waren, sondern er hat, und wir können dieß nur loben, eine Auffassung gewählt, welche fast durchaus derjenigen des Schillerschen Demetrius entspricht. Der Prätendent glaubt ursprünglich an seine Aechtheit, später wird ihm klar, daß er der rechte Prinz nicht sei, er verfolgt aber dennoch die einmal eingeschlagene Bahn weiter und an dieser Schuld geht er zu Grunde. Die Vergleichung mit dem Demetrius giebt uns einen guten Anhaltspunct für unser Urtheil. Wir bemerken dabei sogleich den ungeheuern Abstand zwischen Schiller und dem modernen Dichter, sowohl was die poetische Kunst der Ausführung als was die Anlage des Stückes betrifft. […] Bei unserm Tadel müssen wir jedoch anerkennen, daß Einzelnes in dem Stücke sehr gut und ergreifend gearbeitet ist […]. Jedenfalls nimmt der Prätendent von York unter den zahlreichen Verläufern [Vorläufern ?], die uns jetzt die Wiederkehr einer classischen Epoche unseres Dramas verheißen, eine achtungswerthe Stelle ein. - Die Darstellung auf hiesiger Bühne war im Ganzen sehr lobenswerth. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Herren Grans (Richard), Marr (Warbek) und Genast (Hereford).“