Amtsgerichte (bis 1968): Amtsgericht Hofgeismar (Bestand)
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275 Hofgeismar
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten ab 1867 >> Stellen der Justiz >> Amtsgerichte (Justizämter usw.) >> Amtsgerichte (bis 1968)
ca. 1815-ca.1920
Enthält: Zivil- und Strafprozesse, Registersachen, Testamente und Erbverträge, Ablösungen, Entschädigungssachen (beim Eisenbahnbau), Verwaltungsakten, Verträge aller Art
Geschichte des Bestandsbildners: Das Justizamt Hofgeismar wurde im zur Umsetzung der Trennung von Justiz und Verwaltung zum 1. Januar 1822 errichtet (kurh. GS 1821, S. 29, 69). Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde es zum 1. September 1867 in „Amtsgericht Hofgeismar“ umbenannt (PrJMBl. 1867, S. 221; PrGS 1878, S. 275).
Zum 1. Oktober 1932 wurde das Amtsgericht Veckerhagen aufgehoben und sein Bezirk dem Amtsgericht Hofgeismar zugeteilt. Bei der Wiederaufnahme der Rechtspflege nach dem Zweiten Weltkrieg im Herbst 1945 wurde der Bezirk des aufgelösten Amtsgerichts Grebenstein zugeteilt.
Zum 1. Juli 1968 wurde das Amtsgericht Karlshafen aufgelöst und sein Bezirk ebenfalls dem Amtsgericht Hofgeismar zugeteilt (GVBl. I, S. 41). Bereits vom 1. Juli 1943 bis zum 1. Februar 1949 war es durch Kriegsnotstände von Hofgeismar aus betreut worden.
Gerichtsbezirk:
Beberbeck (seit 1932), Burguffeln (seit 1945), Calden (seit 1945), Carlsdorf, Eberschütz, Ehrsten (seit 1945), Ersen, Fürstenwald (seit 1945), Friedrichsdorf, Grebenstein (seit 1945), Grimelsheim, Haueda, Hofgeismar, Hohenkirchen (seit 1945), Holzhausen (seit 1945), Hombressen, Hümme, Immenhausen (seit 1945), Kelze, Lamerden, Liebenau, Mariendorf (seit 1945), Meimbressen (seit 1945), Niedermeiser (seit 1879?), Obermeister (seit 1879?), Ostheim, Schachten (seit 1945), Schöneberg, Sielen, Udenhausen (seit 1945), Vaake (seit 1932), Veckerhagen (seit 1932), Westuffeln (seit 1945), Zwergen
sowie der Gutsbezirk Rheinhardswald (seit 1932)
Zweigstelle Karlshafen (1.7.1968-1.4.1969):
Arenborn, Deisel, Friedrichsfeld, Gewissenruh, Gieselwerder, Gottsbüren, Gottstreu, Heisebeck, Helmarshausen, Langenthal, Lippoldsberg, Karlshafen, Oedelsheim, Stammen, Trendelburg, Vernawahlshausen
Findmittel: Ablieferungslisten (insbes. für Zivilprozesse und Entschädigungssachen), große Teile unverzeichnet
Referent: Herr Dr. Petter, Frau Laube
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 05.12.2017
Geschichte des Bestandsbildners: Das Justizamt Hofgeismar wurde im zur Umsetzung der Trennung von Justiz und Verwaltung zum 1. Januar 1822 errichtet (kurh. GS 1821, S. 29, 69). Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde es zum 1. September 1867 in „Amtsgericht Hofgeismar“ umbenannt (PrJMBl. 1867, S. 221; PrGS 1878, S. 275).
Zum 1. Oktober 1932 wurde das Amtsgericht Veckerhagen aufgehoben und sein Bezirk dem Amtsgericht Hofgeismar zugeteilt. Bei der Wiederaufnahme der Rechtspflege nach dem Zweiten Weltkrieg im Herbst 1945 wurde der Bezirk des aufgelösten Amtsgerichts Grebenstein zugeteilt.
Zum 1. Juli 1968 wurde das Amtsgericht Karlshafen aufgelöst und sein Bezirk ebenfalls dem Amtsgericht Hofgeismar zugeteilt (GVBl. I, S. 41). Bereits vom 1. Juli 1943 bis zum 1. Februar 1949 war es durch Kriegsnotstände von Hofgeismar aus betreut worden.
Gerichtsbezirk:
Beberbeck (seit 1932), Burguffeln (seit 1945), Calden (seit 1945), Carlsdorf, Eberschütz, Ehrsten (seit 1945), Ersen, Fürstenwald (seit 1945), Friedrichsdorf, Grebenstein (seit 1945), Grimelsheim, Haueda, Hofgeismar, Hohenkirchen (seit 1945), Holzhausen (seit 1945), Hombressen, Hümme, Immenhausen (seit 1945), Kelze, Lamerden, Liebenau, Mariendorf (seit 1945), Meimbressen (seit 1945), Niedermeiser (seit 1879?), Obermeister (seit 1879?), Ostheim, Schachten (seit 1945), Schöneberg, Sielen, Udenhausen (seit 1945), Vaake (seit 1932), Veckerhagen (seit 1932), Westuffeln (seit 1945), Zwergen
sowie der Gutsbezirk Rheinhardswald (seit 1932)
Zweigstelle Karlshafen (1.7.1968-1.4.1969):
Arenborn, Deisel, Friedrichsfeld, Gewissenruh, Gieselwerder, Gottsbüren, Gottstreu, Heisebeck, Helmarshausen, Langenthal, Lippoldsberg, Karlshafen, Oedelsheim, Stammen, Trendelburg, Vernawahlshausen
Findmittel: Ablieferungslisten (insbes. für Zivilprozesse und Entschädigungssachen), große Teile unverzeichnet
Referent: Herr Dr. Petter, Frau Laube
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 05.12.2017
13,00 MM
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ