Kläger: Christian Dietrich Glashoff, Makler in Hamburg (Kläger).- Beklagter: William Bell, Assekuradeur in Hamburg, und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione (beendet durch außergerichtlichen Vergleich); vom Kläger vor dem Obergericht vergeblich geforderte und dann vom Reichskammergericht angeordnete Herausgabe einer Versicherungs-Police durch den Beklagten zur Feststellung der haftenden Personen sowie Einlassung des Beklagten in den Rechtsstreit in einem Prozess wegen einer Forderung des Klägers in Höhe von 7475 Mark Banko gegen den Schiffskapitän Robert Keswick, der vom Kläger zur Reparatur und Ausrüstung seines Schiffes einen Vorschuss erhalten hatte, darauf einen Bodmerei-Brief ausgestellt hatte, auch eine entsprechende Versicherung abgeschlossen hatte, der dann aber vor Ostende mit seinem Schiff verunglückte und dessen Erben sich auf Ediktal-Zitationen nicht meldeten
Vollständigen Titel anzeigen
Kläger: Christian Dietrich Glashoff, Makler in Hamburg (Kläger).- Beklagter: William Bell, Assekuradeur in Hamburg, und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione (beendet durch außergerichtlichen Vergleich); vom Kläger vor dem Obergericht vergeblich geforderte und dann vom Reichskammergericht angeordnete Herausgabe einer Versicherungs-Police durch den Beklagten zur Feststellung der haftenden Personen sowie Einlassung des Beklagten in den Rechtsstreit in einem Prozess wegen einer Forderung des Klägers in Höhe von 7475 Mark Banko gegen den Schiffskapitän Robert Keswick, der vom Kläger zur Reparatur und Ausrüstung seines Schiffes einen Vorschuss erhalten hatte, darauf einen Bodmerei-Brief ausgestellt hatte, auch eine entsprechende Versicherung abgeschlossen hatte, der dann aber vor Ostende mit seinem Schiff verunglückte und dessen Erben sich auf Ediktal-Zitationen nicht meldeten
211-2_G 7
G 389
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> G
1796-1803
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Lt. Ferdinand Wilhelm Mainone. Beklagter: Dr. Caspar Friedrich von Hofmann (senior). Nebenbeklagter: Dr. Friedrich Jakob Dietrich von Bostell.- Instanzen: 1. (Obergericht 1798-1800). 2. Reichskammergericht 1801-1803.- Darin: Bodmerei-Brief von 1797 des Robert Keswick aus Bedford, Schiffer der "Charlotte", für den Kläger über 6500 Mark Banko auf die von Hamburg nach Le Havre (Havre de Grace) bestimmte Fracht seines Schiffes (in niederländischer und deutscher Sprache); Police auf Bodmerei von 1796 für Robert Keswick über die Versicherung von 6000 Mark Banko durch die 7. Assekuranz-Compagnie in Hamburg; Zession von 1801 der Ansprüche des Klägers an Dr. Tobias Nikolaus Wibel in Hamburg; Aktenstücke aus Prozessen des Klägers, des Peter Godeffroy und des C. F. H. de Dobbeler, Bevollmächtigter der 7. Assekuranz-Compagnie, vor dem Rat wegen der Forderung des Klägers gegen Robert Keswick 1798-1801.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11118 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:56 MEZ