Offizial und geistlicher Richter des Hofes zu Münster bezeugt, dass vor ihm Aleke Hoetwelker, Witwe des Gert Hoetwelker genannt Eppe, erschien und angab, dem Hinricke Podewolt und Hinricke Plantstaken, Verwahrer der gemeinen Vikarien im Dom zu Münster, oder deren Nachkommen eine jährliche Rente in Höhe von derdehalven bzw. 2 1/2 Rheinische Goldgulden, zahlbar am Tage St. Bartholomaei gegen eine Hauptsumme in Höhe von 50 Rheinischen Goldgulden verkauft zu haben. Als Unterpfand werden die Einnahmen aus einem freien Kamp sowie Haus nebst Zubehör, belegen in der olden wysschen stege buten der vrouwen porten zwischen Hermann Bodekers Kamp auf der einen und dem Kamp seines Vaters auf der anderen Seite, gelegen binnen Münster auf der Bergstraße zwischen den Häusern von Otten Hoetwelkers und Hinrick Hoetwelkers, angegeben. Als Prinzipalbürgen werden Gert und Johann Hoetwelker, genannt Eppe, aufgeführt. Es folgen Ausführungen zur Schadloshaltung und Loskündigung. Zeugen: Hinrick Korde, Vikar im Dom, und Hermann Plettenberch, Diener des Hofes. Siegelankündigung des Ausstellers. millesimo quadringentesimo octuagesimo septimo in vigilia Bartholomei apostoli
Vollständigen Titel anzeigen
Offizial und geistlicher Richter des Hofes zu Münster bezeugt, dass vor ihm Aleke Hoetwelker, Witwe des Gert Hoetwelker genannt Eppe, erschien und angab, dem Hinricke Podewolt und Hinricke Plantstaken, Verwahrer der gemeinen Vikarien im Dom zu Münster, oder deren Nachkommen eine jährliche Rente in Höhe von derdehalven bzw. 2 1/2 Rheinische Goldgulden, zahlbar am Tage St. Bartholomaei gegen eine Hauptsumme in Höhe von 50 Rheinischen Goldgulden verkauft zu haben. Als Unterpfand werden die Einnahmen aus einem freien Kamp sowie Haus nebst Zubehör, belegen in der olden wysschen stege buten der vrouwen porten zwischen Hermann Bodekers Kamp auf der einen und dem Kamp seines Vaters auf der anderen Seite, gelegen binnen Münster auf der Bergstraße zwischen den Häusern von Otten Hoetwelkers und Hinrick Hoetwelkers, angegeben. Als Prinzipalbürgen werden Gert und Johann Hoetwelker, genannt Eppe, aufgeführt. Es folgen Ausführungen zur Schadloshaltung und Loskündigung. Zeugen: Hinrick Korde, Vikar im Dom, und Hermann Plettenberch, Diener des Hofes. Siegelankündigung des Ausstellers. millesimo quadringentesimo octuagesimo septimo in vigilia Bartholomei apostoli
B 061u, 17
B 061u Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
1487 August 23
Pergament
Überlieferungsart: Original
Urkunde
Ausstellort: Münster
Siegelführer: Offizial Münster
Siegelführer: Offizial Münster
Offizial Münster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:27 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.1. Verwaltung, Justiz, Landstände (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Pfennigkammer (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Pfennigkammer / Urkunden (Bestand)