Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet eine letztwillige Ordnung (gemechtds und ordnung) über die Erbfolge im Fürstentum der Pfalz und die Versorgung seiner Söhne und Töchter sowie der beiden Enkel Ottheinrich und Philipp, Söhne des verstorbenen Pfalzgrafen Ruprecht. Sein ältester Sohn Ludwig soll in der Kurwürde nachfolgen und zusammen mit dem für den weltlichen Stand vorgesehenen Pfalzgrafen Friedrich gemeinsam in allen Gebieten regieren, die nicht zum Kurpräzipuum gehören. Im Fall der Uneinigkeit der beiden Brüder soll eine aus den Ständen gebildete Kommission eine gerechte Teilung der nicht zum Kurfürstentum der Pfalz gehörigen Territorien herbeiführen. Im Fall beider vorzeitigen Ablebens und falls die anderen Brüder im geistlichem Stand bleiben wollen, sollen die Enkel Ottheinrich oder dessen Bruder Philipp die Nachfolge antreten. Seine persönlich anwesenden Söhne Ludwig, Friedrich, Georg, Heinrich, Johann und Wolfgang stimmen in Gegenwart Bischof Lorenz' von Würzburg und anderer Zeugen dieser Regelung zu, in die auch die als Administrator von Freising sowie als Markgräfin von Baden bereits versorgten weiteren Kinder Philipp und Elisabeth einbezogen werden. Für die drei Töchter Amalie, Helene und Katharina soll deren Versorgung noch zu Kurfürst Philipps Lebzeiten oder unter seinen Nachfolgern erfolgen. Als mitsiegelnde Zeugen werden genannt: Bischof Lorenz von Würzburg, Hartmann von Stockheim, Deutschmeister, Abt Jakob von Schönau (Schenawe), Abt Heinrich von Eußerthal (Usserstall), Johann von Heideck, Johann von Hattstein, Komtur des Johanniterhauses Heimbach, Hans von Sickingen, Ritter, Stefan von Venningen, Ritter, Hans von Ingelheim, Dietrich Kemmerer von Dalberg (Thalberg); ferner als nicht siegelnde Zeugen: Heinrich von Helmstatt, Domdekan von Speyer und Propst von Sinsheim, Abt Pirmin von Otterberg (Otterburg), Florenz Fluderer, Propst von Hördt (Herde), Philipp von Weinsberg (Winsperg), Erbkämmerer, Johann von Morschheim (Morßheim), Großhofmeister der Pfalz, Zeisolf von Adelsheim (Adeltzheim), Vogt von Heidelberg, Konrad von Sickingen, Vogt von Bretten (Pretheim), Philipp von Gemmingen, Kammermeister, Dr. Jakob von Landsperg, Dr. Bernhard Wurmser, Philipp Forstmeister von Gelnhausen (Gailnhussen) und Hans von Helmstatt zu Grufenneck. Siegel: S 1 = A. S 2: Pfalzgraf Ludwig. S 3: Pfalzgraf Friedrich. S 4: Dompropst Georg von Mainz. S 5: Propst Heinrich von St. Alban vor Mainz. S 6: Propst Johann von Klingenmünster. S 7: Bischof Lorenz von Würzburg. S 8: Hartmann von Stockheim, Deutschmeister. S 9: Abt Jakob von Schönau. S 10: Abt Heinrich von Usserstall. S 11: Johann von Heideck. S 12: Johann von Hatstein, Komtur von Heimbach. S 13: Hans von Sickingen. S 14: Stefan von Venningen. S 15: Hans von Ingelheim. S 16: Dietrich Kemmerer von Dalberg. Eigenhändige Unterfertigungen Kurfürst Philipps, Bischof Lorenz' von Würzburg, Administrator Philipps von Freising, der Pfalzgrafen Ludwig und Friedrich, Dompropst Georgs von Mainz, Propst Heinrichs von St. Alban vor Mainz, Propst Johanns von Klingenmünster und Pfalzgraf Wolfgangs