Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates der DDR (Bestand)
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BArch DC 203
call number: DC 203
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) >> Ministerrat, zentrale Kommissionen und Ämter
1967 - 1990
Geschichte des Bestandsbildners: Die Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates wurde am 1.1.1974 gegründet und übernahm die Aufgaben des von 1966-1973 bestandenen VEB Universal. Bis zur Auflösung am 31.10.1990 war die Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe für die Regierungsbauten verantwortlich. Die Verwaltung dieser Bauten übernahm im Oktober 1990 die Vermägensverwaltung Berlin-Mitte bei der Oberfinanzdirektion Berlin.
Bearbeitungshinweis: Die Überlieferung liegt nur sehr fragmentarisch im Bestand Dc 203 vor. Größere Überlieferungsteile, die sich speziell auf die Vergabe und Verwaltung von Regierungsbauten beziehen, wurden noch vor der Abgabe an das damalige Verwaltungsarchiv des Ministerrates im Jahre 1989 dort vernichtet.
Bestandsbeschreibung: Die Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates mit Sitz in Berlin wurde durch Beschluss des Ministerrates vom 30. Oktober 1973 als Dienstleistungsbetrieb für dessen Apparat gebildet, nahm unter der Leitung von Hans Zeh (zuvor Direktor des VEB Universal) ihre Tätigkeit am 1. Januar 1974 als juristische Person und Haushaltsorganisation auf. Sie war dem Büro des Ministerrates nachgeordnet.
Mit der Bildung der Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe (VWM) wurde der Bereich Betriebe und Einrichtungen des Büros des Ministerrates aufgelöst, der VEB Universal in eine Haushaltsorganisation umgebildet und Bestandteil der VWM. Die bisher dem Büro des Ministerrates unterstellten Betriebe und Einrichtungen wurden dieser Verwaltung unterstellt. In ihrer Rechtsträgerschaft bzw. Betreuung befanden sich Grundstücke und Regierungsgebäude in Berlin, auch Gäste- und Ferienhäuser des Ministerrates in den Bezirken der DDR.
Die VWM war verantwortlich für Werterhaltungs-, Instandsetzungs- und Rekonstruktionsarbeiten, Kraftfahrzeugbeschaffung und -instandsetzung, Versorgungs- und Betreuungsleistungen. Sie nahm auf dem Gebiet der Investitionen die Auftraggeberschaft wahr und kontrollierte die Vorbereitung, Durchführung und ordnungsgemäße Übergabe der Investitionsobjekte.
Nach der Auflösung der VWM im Oktober 1990 kamen die Unterlagen in die zuständigen Vermögensämter des jeweiligen Territoriums bzw. wurden an die Oberfinanzdirektion der Länder abgegeben. Ein geringer Teil von ca. 12,5 lfd. Metern verblieb aus der Verwaltung im Ministerrat und gelangte zusammen mit den Akten des Ministerrates 1990/1991 in das Bundesarchiv
Überlieferungslage/ Bestandsinhalt:
- Leitung und Planung Sekretariat Direktor
- Recht (Arbeits- und Mietrecht, Verträge, Auszeichnungen)
- Organisation und Verwaltung, Finanzen
- Wettbewerb, Neuererwesen, Jugendbrigaden
- Zentrallager Warenannahme, Materialbeschaffung
- Forschungs- und Entwichlungsaufgaben
- Gebäudebewirtschaftung
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält v. a.:
- Bautechnische Unterlagen
- Inventurberichte
Erschließungszustand: Der Bestand DC 207 ist vollständig bearbeitet und über ein Online-Findbuch zugänglich.
Vorarchivische Ordnung: Im Archiv der Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates fand keine archivische Bearbeitung statt. Ein großer Teil des Schriftgutes der VWM, welches nur für eine befristete Aufbewahrung bestimmt war wurde dort bereits als kassabel eingestuft und in den 80er Jahren vernichtet. Kassiert wurden aber auch Planungsunterlagen, Revisionsprotokolle und statistisches Material. Als Nachweis über die erfolgten Kassationen bis 1990 dienen zwei Ordner Abgabeverzeichnisse aus dem Verwaltungsarchiv.
Die noch im Verwaltungsarchiv verbliebenen Akten waren nach der laufenden Nummer des Abgabeverzeichnisses abgelegt und in Taschen bzw. Kisten verpackt. 1991 erfolgte die Übernahme der Akten in das Bundesarchiv.
Zitierweise: BArch DC 203/...
Bearbeitungshinweis: Die Überlieferung liegt nur sehr fragmentarisch im Bestand Dc 203 vor. Größere Überlieferungsteile, die sich speziell auf die Vergabe und Verwaltung von Regierungsbauten beziehen, wurden noch vor der Abgabe an das damalige Verwaltungsarchiv des Ministerrates im Jahre 1989 dort vernichtet.
Bestandsbeschreibung: Die Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates mit Sitz in Berlin wurde durch Beschluss des Ministerrates vom 30. Oktober 1973 als Dienstleistungsbetrieb für dessen Apparat gebildet, nahm unter der Leitung von Hans Zeh (zuvor Direktor des VEB Universal) ihre Tätigkeit am 1. Januar 1974 als juristische Person und Haushaltsorganisation auf. Sie war dem Büro des Ministerrates nachgeordnet.
Mit der Bildung der Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe (VWM) wurde der Bereich Betriebe und Einrichtungen des Büros des Ministerrates aufgelöst, der VEB Universal in eine Haushaltsorganisation umgebildet und Bestandteil der VWM. Die bisher dem Büro des Ministerrates unterstellten Betriebe und Einrichtungen wurden dieser Verwaltung unterstellt. In ihrer Rechtsträgerschaft bzw. Betreuung befanden sich Grundstücke und Regierungsgebäude in Berlin, auch Gäste- und Ferienhäuser des Ministerrates in den Bezirken der DDR.
Die VWM war verantwortlich für Werterhaltungs-, Instandsetzungs- und Rekonstruktionsarbeiten, Kraftfahrzeugbeschaffung und -instandsetzung, Versorgungs- und Betreuungsleistungen. Sie nahm auf dem Gebiet der Investitionen die Auftraggeberschaft wahr und kontrollierte die Vorbereitung, Durchführung und ordnungsgemäße Übergabe der Investitionsobjekte.
Nach der Auflösung der VWM im Oktober 1990 kamen die Unterlagen in die zuständigen Vermögensämter des jeweiligen Territoriums bzw. wurden an die Oberfinanzdirektion der Länder abgegeben. Ein geringer Teil von ca. 12,5 lfd. Metern verblieb aus der Verwaltung im Ministerrat und gelangte zusammen mit den Akten des Ministerrates 1990/1991 in das Bundesarchiv
Überlieferungslage/ Bestandsinhalt:
- Leitung und Planung Sekretariat Direktor
- Recht (Arbeits- und Mietrecht, Verträge, Auszeichnungen)
- Organisation und Verwaltung, Finanzen
- Wettbewerb, Neuererwesen, Jugendbrigaden
- Zentrallager Warenannahme, Materialbeschaffung
- Forschungs- und Entwichlungsaufgaben
- Gebäudebewirtschaftung
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält v. a.:
- Bautechnische Unterlagen
- Inventurberichte
Erschließungszustand: Der Bestand DC 207 ist vollständig bearbeitet und über ein Online-Findbuch zugänglich.
Vorarchivische Ordnung: Im Archiv der Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates fand keine archivische Bearbeitung statt. Ein großer Teil des Schriftgutes der VWM, welches nur für eine befristete Aufbewahrung bestimmt war wurde dort bereits als kassabel eingestuft und in den 80er Jahren vernichtet. Kassiert wurden aber auch Planungsunterlagen, Revisionsprotokolle und statistisches Material. Als Nachweis über die erfolgten Kassationen bis 1990 dienen zwei Ordner Abgabeverzeichnisse aus dem Verwaltungsarchiv.
Die noch im Verwaltungsarchiv verbliebenen Akten waren nach der laufenden Nummer des Abgabeverzeichnisses abgelegt und in Taschen bzw. Kisten verpackt. 1991 erfolgte die Übernahme der Akten in das Bundesarchiv.
Zitierweise: BArch DC 203/...
Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates der DDR, 1974-1990
78 Aufbewahrungseinheiten; 11,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ