Vor Johann Heinrich Romer (Hinricum Romer), Siegelbewahrer des Hofes, Domdechant zu Münster (Monasteriensis) und dem Generalvikar des Bischofs zu Münster, Heinrich von Schwarzburg (Hinrici de Swartzborch), stiftet Johannes von Senden (Johannes de Senden), Ritter und Kastellan zu Horstmar, als Seelgerät einen Altar zu Ehren Marias und des hl. Antonius in der Kirche des Augustinerinnenklosters Hohenholte (Hoenholte) in der Diözese Münster. Zur Abhaltung von Messen an diesem Altar und zur Ausstattung einer Priesterstelle übergint er Einkünfte von 12 rheinischen Gulden, die er einst von dem Ritter Andreas von Langen (Andream de Langen) gekauft hat. Die Einkünfte sind jährlich aus den Besitzungen in Dorphoff, Hesseling (Hesselinck), Johanning (Johanninck) und Volbert (Volbertinck) aus der Pfarrei Büren zu entrichten. Die Priorin von Hohenholte hat für die Besetzung der Priesterstelle an dem gestifteten Altar Sorge zu tragen. Der Priester hat unter Mithilfe von Ministranten wöchentlich 3 Messen zu lesen, nämlich Dienstag, Donnerstag und Samstag, und dafür aus seinem eigenen Besitz Kerzen, Hostien und Wein zu stellen: Spenden aus der Messe fallen dem Kloster zu. Entfernt sich der Priester von seiner Priesterstelle, verliert er nach einer Frist von 6 Wochen alle Rechte daran, und die Priorin hat das Recht, einen Nachfolger zu benennen. Der Priester wird ausgestattet mit einem Haus, das ihm die Priorin an dem Ort Potthof errichten lassen soll, einem Feld (den voesten kamp) mit 10 Scheffelchen Gerste als Saatgut, 2 Schweinen, die er in seinem Haus ahlten darf und die er mit den Schweinen des Konvents weiden und mit Eicheln aus dem Klosterwald füttern darf, und 3 Kühen, die er sommers in seinem Haus halten darf, von denen eine mit den klösterlichen Milchkühen und die beiden anderen mit den Kälbern auf der klösterlichen Wiese weiden darf. Johannes von Senden, Priorin und Kovent bestimmen Heinrich Morlagen (Hinricum Morlagen), Vikar in Metelen, zum ersten Priester auf dieser Stelle. Ein gewisser Herr Heinrich (Hinricus) stattet die Stelle mit 1 Mark Münsteraner Währung aus, die am Fest des hl. Michael zu entrichten ist. Diese stammt aus Einkünften aus dem Gut Wilkinghege (Wyllynckhege) in der Pfarre Unser Lieben Frau zu Überwasser in Münster (Transaquas Monasteriensis), die er von dem verstorbenen Münsteraner Bürger Sander Cleyhorst (Sandero Cleyhorst cive Monasterienso) gekauft hat. Ebenso übergibt er 1 rheinischen Gulden, der am Fest Mariae Himmelfahrt zu zahlen ist. Dieser stammt aus Einkünften von seinem Gut in der Pfarrei Ochtrup (Ochtrope), die er von Dietrich Lütkehus (Theoderico Luttikehus) gekauft hat. Siegelankündigung des Ausstellers und des Konvents von Hohenholte (anno domini millesimo quadringentesimo septuagesimo crastino conversionis beati Pauli apostoli).

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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