Witwen- und Waisenanstalten: Waisenhaus Kassel (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
29 a
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten bis 1867 >> Hessen und Hessen-Kassel >> Fachverwaltungen >> Sozial- und Medizinalwesen >> Witwen- und Waisenanstalten
1761-1800
Enthält: Berichte der Direktion, Anzeigen und Verfügungen
Geschichte des Bestandsbildners: Die Beaufsichtigung und Organisation der Armenversorgung der Stadt Kassel oblag zunächst der Direktion des 1690 gegründeten Armen-, Waisen- und Werkhauses. Allgemeine Armen- und Waisenpflege waren nicht getrennt, sondern liefen bei der Direktion dieser städtischen Fürsorgeeinrichtung zusammen. Die Waisenhausdirektion nahm die Vereinnahmung und Berechnung der Armengelder wie auch deren Verteilung an unterstützungsbedürftige Einwohner, die sog. Hausarmen, vor. Sie hatte auch für die Versorgung der Waisenkinder und die Beschäftigung der arbeitsfähigen Armen zu sorgen, indem sie Rohmaterialien zur Weiterverarbeitung in den Räumen des Werk- und Waisenhauses bereitstellte. Als landesherrliche Gründung unterstand die Anstalt direkt dem Geheimen Rat. Die staatlich eingesetzte Waisenhausdirektion fungierte zugleich als allgemeine Armenpflegekommission, welche die ehrenamtlich tätigen Armenpfleger bestimmte und die Klassifizierung der Armen nach dem Grad ihrer Bedürftigkeit vornahm. Städtische Vertreter wirkten in der Waisenhausdirektion mit. Durch ein landgräfliches Dekret von 1792 wurde für die Residenz mit der 'Ober-Armen-Kommission' eine neue übergeordnete Verwaltungs-, Kontroll- und Koordinierungsstelle für das städtische Armenwesen gebildet. Dem Gremium gehörten einflussreiche Persönlichkeiten und Staatsbeamte an.
Findmittel: unverzeichnet
Geschichte des Bestandsbildners: Die Beaufsichtigung und Organisation der Armenversorgung der Stadt Kassel oblag zunächst der Direktion des 1690 gegründeten Armen-, Waisen- und Werkhauses. Allgemeine Armen- und Waisenpflege waren nicht getrennt, sondern liefen bei der Direktion dieser städtischen Fürsorgeeinrichtung zusammen. Die Waisenhausdirektion nahm die Vereinnahmung und Berechnung der Armengelder wie auch deren Verteilung an unterstützungsbedürftige Einwohner, die sog. Hausarmen, vor. Sie hatte auch für die Versorgung der Waisenkinder und die Beschäftigung der arbeitsfähigen Armen zu sorgen, indem sie Rohmaterialien zur Weiterverarbeitung in den Räumen des Werk- und Waisenhauses bereitstellte. Als landesherrliche Gründung unterstand die Anstalt direkt dem Geheimen Rat. Die staatlich eingesetzte Waisenhausdirektion fungierte zugleich als allgemeine Armenpflegekommission, welche die ehrenamtlich tätigen Armenpfleger bestimmte und die Klassifizierung der Armen nach dem Grad ihrer Bedürftigkeit vornahm. Städtische Vertreter wirkten in der Waisenhausdirektion mit. Durch ein landgräfliches Dekret von 1792 wurde für die Residenz mit der 'Ober-Armen-Kommission' eine neue übergeordnete Verwaltungs-, Kontroll- und Koordinierungsstelle für das städtische Armenwesen gebildet. Dem Gremium gehörten einflussreiche Persönlichkeiten und Staatsbeamte an.
Findmittel: unverzeichnet
0,5 m
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel Best. 40 H. pol. Armenpflege Kassel: Aktenstücke und Protokollauszüge zur Armenpflege der Stadt Kassel von 1840-1845
Korrespondierende Archivalien: Bestände 5 (Bd. 11: Stifte, Hospitäler u. Waisenhäuser) und 17 e
Literatur: Grindel, S./Speitkamp, W. (Hrsg.): Armenfürsorge in Hessen-Kassel. Dokumente zur Vorgeschichte der Sozialpolitik zwischen Aufklärung und Industrialisierung, Marburg 1998 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, 62)
Literatur: Grindel, S.: Armenpolitik und Staatlichkeit. Das öffentliche Armenwesen im Kurfürstentum Hessen (1803-1866), Darmstadt/Marburg 2000 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte, 124)
Korrespondierende Archivalien: Bestände 5 (Bd. 11: Stifte, Hospitäler u. Waisenhäuser) und 17 e
Literatur: Grindel, S./Speitkamp, W. (Hrsg.): Armenfürsorge in Hessen-Kassel. Dokumente zur Vorgeschichte der Sozialpolitik zwischen Aufklärung und Industrialisierung, Marburg 1998 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, 62)
Literatur: Grindel, S.: Armenpolitik und Staatlichkeit. Das öffentliche Armenwesen im Kurfürstentum Hessen (1803-1866), Darmstadt/Marburg 2000 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte, 124)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ