Hans Veser ("Vässar") zu Bruyen (=Briach) bekennt, daß Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten, ihm, seiner Ehefrau Barbara Bosch und dem jüngsten Kind, das sie hinterlassen werden, auf ihre drei Leben die beiden Gütlein zu Bruyen verliehen hat, von denen eines der Rüdinnen Gütlein genannt wird. Die beiden Gütlein hatten bisher der Stiefvater des Ausstellers, ¿Peter Sutter, und seine Mutter Els Rüdin zu Lehen. Die Beliehenen müssen die Gütlein persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen nichts schlaizen, verleihen, versetzen oder verkaufen. Jährlich entrichten sie zu Martini bzw. den üblichen Zeiten an Zins und Hubgeld, was Urbarbuch und Rödel des Klosters ausweisen. Bei Tod der Beliehenen, Nichteinhaltung der Leihebedingungen, Eingehen einer Ungenossamenehe oder Ungehorsam fallen die Gütlein dem Kloster heim. Sie müssen dann mit Dritteil und Heurichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
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Hans Veser ("Vässar") zu Bruyen (=Briach) bekennt, daß Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten, ihm, seiner Ehefrau Barbara Bosch und dem jüngsten Kind, das sie hinterlassen werden, auf ihre drei Leben die beiden Gütlein zu Bruyen verliehen hat, von denen eines der Rüdinnen Gütlein genannt wird. Die beiden Gütlein hatten bisher der Stiefvater des Ausstellers, ¿Peter Sutter, und seine Mutter Els Rüdin zu Lehen. Die Beliehenen müssen die Gütlein persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen nichts schlaizen, verleihen, versetzen oder verkaufen. Jährlich entrichten sie zu Martini bzw. den üblichen Zeiten an Zins und Hubgeld, was Urbarbuch und Rödel des Klosters ausweisen. Bei Tod der Beliehenen, Nichteinhaltung der Leihebedingungen, Eingehen einer Ungenossamenehe oder Ungehorsam fallen die Gütlein dem Kloster heim. Sie müssen dann mit Dritteil und Heurichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 921
fasc. 038 n. 03
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1493 Oktober 1 (am zinstag nach sant Michels des hailigen ertzengels tag)
29,8 x 50,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Hans Veser ("Vässar") zu Bruyen (=Briach)
Empfänger: Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten
Siegler: Ulrich Wochner, Unterlandvogt in Schwaben
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., stark besch.
Empfänger: Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten
Siegler: Ulrich Wochner, Unterlandvogt in Schwaben
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., stark besch.
Burgau, Hartmann von; Abt von Weingarten
Rüd, Els
Sutter, Peter
Vässar s. Veser
Veser, Barbara
Veser, Hans
Weingarten, Hartmann von Burgau; Abt
Briach : Baienfurt RV
Briach : Baienfurt RV; Einwohner
Bruyen = Briach : Baienfurt RV
Bruyen = Briach : Baienfurt RV; Einwohner
Schwaben, Landvogtei; Unterlandvogt
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Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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