Die Ulmer Bürgerin und Witwe des Konrad Brunnmann Elisabeth verkauft der Messe, die die Ulmer Bürger Heinrich Krafft, Sohn des verstorbenen Krafft am Kornmarkt, und seine Ehefrau Adelheid geborene von Sulmetingen [Ober- oder Untersulmetingen/Lkr. Biberach] an dem von ihnen gestifteten Altar im Ulmer Münster eingerichtet haben, und dem Priester, der diese Messe täglich feiert, ihr Gut an der Biber ("Bybrach") in Untersilheim ("Vndern Su/e/lhain") [Gde. Bibertal/Lkr. Günzburg], das Johann Unbehauen bewirtschaftet. Das Gut zinst jährlich 8 Imi und 1 Muth Roggen, 5 Imi und 1 Muth Kernen, 3 Imi Fesen, 3 Imi Hafer, 4 Metzen Öl, 8 Herbsthühner, 3 Gänse, 100 Eier, 1 Pfund Heller als Wiesengeld, 2 Fastnachtshühner sowie bei Besitzwechseln 1 Pfund Heller als Weglöse. Dafür haben ihr Heinrich Krafft und seine Ehefrau 132 ungarische und böhmische Gulden bezahlt. Sie übernimmt daher die Gewährleistung für den Verkauf und stellt dafür Bürgen.