Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden: Der Vater des Kl.s hat Kanzler Balthasar horn am 17.04.1646 16.600 fl. geliehen, damit Horn seine 1636/1637 im Krieg zerstörten Güter wieder aufbauen konnte. Dafür hat Horn ihm das Dorf Redebas mit Zustimmung des Herzogs Bogislaw XIV. mit allem Zubehör für 40 Jahre abgetreten. Der Vater des Kl.s hatte das Dorf gerade wieder aufgebaut, als es 1659/1660 wieder zerstört wurde. Der nochmalige Wiederaufbau verbrauchte das Vermögen des Vaters und belastet den Kl. immer noch. Da Redebas von der Reduktionskommission wieder eingezogen worden ist, macht der Kl. seinen Anspruch auf Frauendorf, das seinem Vater als Versicherung eingeräumt worden war, geltend. Er bittet, den jetzigen Pächter Barfeld zu entlassen oder ihn zu besserer Wirtschaft anzuweisen, damit er rasch an sein Geld gelange und ihm die Einkünfte aus Frauendorf anzuweisen. Das Tribunal weist den Kl. am 15.12.1696 an, sich an das Hofgericht mit seiner Regreßklage zu wenden.
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Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden: Der Vater des Kl.s hat Kanzler Balthasar horn am 17.04.1646 16.600 fl. geliehen, damit Horn seine 1636/1637 im Krieg zerstörten Güter wieder aufbauen konnte. Dafür hat Horn ihm das Dorf Redebas mit Zustimmung des Herzogs Bogislaw XIV. mit allem Zubehör für 40 Jahre abgetreten. Der Vater des Kl.s hatte das Dorf gerade wieder aufgebaut, als es 1659/1660 wieder zerstört wurde. Der nochmalige Wiederaufbau verbrauchte das Vermögen des Vaters und belastet den Kl. immer noch. Da Redebas von der Reduktionskommission wieder eingezogen worden ist, macht der Kl. seinen Anspruch auf Frauendorf, das seinem Vater als Versicherung eingeräumt worden war, geltend. Er bittet, den jetzigen Pächter Barfeld zu entlassen oder ihn zu besserer Wirtschaft anzuweisen, damit er rasch an sein Geld gelange und ihm die Einkünfte aus Frauendorf anzuweisen. Das Tribunal weist den Kl. am 15.12.1696 an, sich an das Hofgericht mit seiner Regreßklage zu wenden.
(1) 0397
Rep. 29, Nr. 528
LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal
Wismarer Tribunal >> 01. Prozeßakten >> 01.19. 1. Kläger S
(1646-1696) 02.12.1696-22.12.1696
Kläger: (2) Baltzer Sander (Zander) auf Redebas
Beklagter: Erben des Statthalters Philipp Horn, dessen Gläubiger und Pächter N N Barfeld in Frauendorf
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Pansow (A), Dr. Christoph Gröning (P)
Fallbeschreibung:
Instanzenzug: 1. Tribunal 1696
Prozessbeilagen: (7) Urteil der Kgl. Reduktionskommission vom 25.07.1694; Tribunalsurteile vom 20.01. und 06.07.1696; Vertrag zwischen Philipp Horn, dessen Ehefrau Agnisa Mörder und Baltzer Zander vom 17.04.1646; Bestätigung des Wolgaster Notars Jacob Olemann vom 17.04.1646; Bestätigung des Vertrages durch Königin Christina vom 31.10.1648
Beklagter: Erben des Statthalters Philipp Horn, dessen Gläubiger und Pächter N N Barfeld in Frauendorf
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Pansow (A), Dr. Christoph Gröning (P)
Fallbeschreibung:
Instanzenzug: 1. Tribunal 1696
Prozessbeilagen: (7) Urteil der Kgl. Reduktionskommission vom 25.07.1694; Tribunalsurteile vom 20.01. und 06.07.1696; Vertrag zwischen Philipp Horn, dessen Ehefrau Agnisa Mörder und Baltzer Zander vom 17.04.1646; Bestätigung des Wolgaster Notars Jacob Olemann vom 17.04.1646; Bestätigung des Vertrages durch Königin Christina vom 31.10.1648
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET