Ausgangspunkt des Verfahrens, das in den Zusammenhang der Streitigkeiten zwischen den Grafen von Bentheim und Kurköln um die Herrschaft Wevelinghoven gehört (s. dazu RKG 292 (B 642/2651) - 303 (B 664/2673), waren Auseinandersetzungen um die Besetzung der Wevelinghovener Pfarrstelle. Gegen ein Mandat des Offizials, das ihnen jeden Eingriff in die Besitznahme der Pfarrstelle durch den Appellaten untersagte, machten die Grafen von 170 Bentheim Formfehler geltend. Sie bestritten aber vor allem, als Reichsunmittelbare einem Spruch des Offizials unterworfen zu sein. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß dieser sich gegen ihre Einwände für zuständig erklärte.
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Ausgangspunkt des Verfahrens, das in den Zusammenhang der Streitigkeiten zwischen den Grafen von Bentheim und Kurköln um die Herrschaft Wevelinghoven gehört (s. dazu RKG 292 (B 642/2651) - 303 (B 664/2673), waren Auseinandersetzungen um die Besetzung der Wevelinghovener Pfarrstelle. Gegen ein Mandat des Offizials, das ihnen jeden Eingriff in die Besitznahme der Pfarrstelle durch den Appellaten untersagte, machten die Grafen von 170 Bentheim Formfehler geltend. Sie bestritten aber vor allem, als Reichsunmittelbare einem Spruch des Offizials unterworfen zu sein. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß dieser sich gegen ihre Einwände für zuständig erklärte.
AA 0627, 300 - B 648/2657
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1614-1634 (1246-1632)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm Heinrich Grafvon Bentheim, Tecklenburg, Steinfurt und Limburg, Herr zu Rheda, Wevelinghoven, Alpen, Schloß Steinfurt, und die Gebrüder Grafen von Bentheim, (Bekl.) Beklagter: Eitel Friedrich Graf von Hohenzollern und Sigmaringen, Dompropst und Archidiakon zu Köln und Dompropst zu Magdeburg, (Kl.); 1627 Dr. theol. Johannes Gelenius, Domkanoniker und Dekan zu St. Aposteln in Köln sowie Kölner Generalvikar; 1632 Gottfried Damiani, des erzbischöflichen Seminars zu Köln Prokurator und Verwalter; Erzbischof Ferdinand von Köln als Intervenient Prokuratoren (Kl.): Lic. Peter Paul Steuernagel [1613] 1614 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1614 - Dr. Beatus Moyses 1624, 1627 - Dr. Friedrich von Broich (1628), 1632 - für den Intervenienten: Broich (1631) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Kölner Offizial (officialis curiae .. coloniensis judex ordinarius) (1608-1613) - 2. RKG 1614-1634 (1246-1632) Beweismittel: Notizen (des RKG-Referenten ?) zum Fall (Bl. 257-262, 302). Acta priora (14-205), u.a.: Urkunde Heinrichs von Gemen und seiner Ehefrau Anna von Wevelinghoven für das Prämonstratenserinnenkloster Langwaden, 1442 (112f.). Revers des Ritters Hermann von Lievendael und seiner Ehefrau Bela, betr. die im Gericht Wevelinghoven gelegene Herrschaft Kerpen und das Schloß Lievendael, mit inseriertem Revers seines Vaters Hermann, 1401 (REK XI 851) (118-130). Urkunde des Ritters Hermann von Lievendael betr. die Übertragung seiner Burg Lievendael an Erzbischof Kuno von Trier als Apostolischer Vikar der Kirche von Köln, 1370 (REK VII 998) (130-133). Revers Wilhelms Herrn zu Wevelinghoven, 1434 (133- 140). Übergabe seiner Grafschaft durch Friedrich von Hochstaden an das Erzstift Köln, mit Ausnahme des Hofes in Wevelinghoven, 1246 (140-142). Auszug aus dem kurköln. Landtagsabschied, 1550 (154- 158). Auszug aus der „Reformatio Iurisdictionis Ecclesiasticae Archiepiscopatus Curiae Coloniensis“ des Erzbischofs Ernst, 1598 (159f.). Auszug aus den Statuten Erzbischof Philipps von Köln, 1513, hier: Behinderung der geistl. Gerichtsbarkeit (160-165). Beschreibung: 6,5 cm, 305 Bl., lose; Q 1 - 20*, es fehlen Q 15*, 17*, 18*, 19* (beide Vollmachten Broich), 3 Beilagen, davon 2 = Q 16, 20*; teilweise lateinisch.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:45 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)