Regierung Aachen, Enteignungen, Liegenschaften, Kataster, Justitiariat vor 1945 (Bestand)
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211.11.01 BR 0005
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln >> 2.2. Bezirksregierungen/staatliche Aufsichtsbehörden >> 2.2.1. Regierung Aachen >> Regierung Aachen BR 0005
Bestandsbeschreibung: Einleitung
Die Regierung in Aachen wurde am 22.4.1816 eröffnet. Sitz der Behörde war zunächst das alte Gouvernementskommissariatsgebäude. 1831 zog die Regierung in das Regierungsgebäude am Theaterplatz um.
Zum Dienstbereich gehörten am 22.4.1816: Stadtkreis Aachen, Landkreise Aachen, Geilenkirchen, Heinsberg, Erkelenz, Jülich, Düren, Eupen, Monschau, Gemünd, Blankenheim, Malmedy, St. Vith. Der Kreis St. Vith wurde 1821 mit dem Kreis Malmedy vereinigt, während Gemünd als Kreisstadt 1829 durch Schleiden abgelöst wurde. Der Kreis Blankenheim wurde bereits 1818 mit Gemünd/Schleiden vereinigt. Im Jahre 1932 wurden die Kreise Geilenkirchen und Heinsberg zum Selfkantkreis (siehe Geilenkirchen) zusammengelegt.
Die Regierung gliederte sich zunächst in die I. (Abteilung des Innern) und die II. Abteilung (Steuern, Domänen, Forsten). Angegliedert waren die Kirchen-, Schul- und Sanitätskommission. Die Geschäfte der drei Kommissionen wurden durch Kabinettsordre vom 31.12.1825 betr. "Abänderung der Provinzialverwaltungsbehörden" der I. Abteilung der Regierung übertragen. 1888 wurde eine Kirchen- und Schulabteilung eingerichtet und zur Erledigung der Verwaltungsstreit und Beschlussverfahren ein Bezirksausschuss angegliedert, sodass die Regierung seitdem aus der I. Abt. (Inneres) II. Abt. (Kirchen- und Schulwesen) III. Abt. (direkte Steuern, Domänen und Porsten), sowie dem Bezirksausschuss bestand. Die indirekten Steuern gehörten seit 1824 zum Ressort der Provinzialsteuerdirektionen. Seit 1912 ist der Regierung das neu errichtete Oberversicherungsamt für den Regierungsbezirk Aachen angeschlossen.
Der Dienstbereich der Regierung erfuhr nach dem Ersten Weltkrieg eine Änderung, da die Kreise Eupen und Malmedy an Belgien abgetreten wurden. In etwas erweitertem Umfang waren beide Kreise von 1940 bis 1944 wieder dem Deutschen Reiche einverleibt und der Regierung Aachen zugeordnet. 1972 wurde die Regierung Aachen aufgelöst und ihr Bezirk den Regierungen Köln und Düsseldorf zugeschlagen.
Zum Bestand
Das vorliegende Findbuch "Regierung Aachen, Enteignungen, Liegenschaften, Kataster, Justitiariat" enthält ca. 200 Enteignungsakten aus einer 1967 von Dr. Engels geordneten Verzeichnung (bisher im alten Findbuch 211.11 "Verkehr und Energieversorgung") und Akten verschiedener Ablieferungen der Jahre 1976-1979. Die Verzeichnung dieser Ablieferungen durch Oberstaatsarchivrat Dr. Andernach (BR 1030, BR 1039, BR 1050, BR 1055) und Staatsarchivinspektor Hild (BR 1029, BR 1038, BR 1047) erstreckte sich über einen längeren Zeitraum und wurde im August 1985 durch Staatsarchivinspektor Wahl (BR 1058) abgeschlossen, der auch die Klassifizierung und Anlage des neuen Findbuchs vornahm. Die hierin verzeichneten Akten stammen bei Auflösung der Bezirksregierung Aachen im Jahre 1972 aus drei verschiedenen Dezernaten: Dez. 21 Ordnungsrechtliche Angelegenheiten, Staatshoheitsangelegenheiten, Enteignung Dez. 33 Kataster- und Vermessungsangelegenheiten Dez. 65 Justitiariat, Liegenschaftsverwaltung Frühere Dezernatszugehörigkeiten der vier Aktengruppen können dem Schema (Seite vier) entnommen werden. Die Enteignungen aus dem alten Findbuch mit einer Laufzeit bis 1938 wurden komplett in das vorliegende Findbuch übernommen, soweit sie nicht Eisenbahnen und Bahnhöfe betreffen. Diese erscheinen aus Gründen der Übersichtlichkeit in dem neuen Findbuch 211.10 "Regierung Aachen, Eisenbahn, Verkehr, Post". Von den Enteignungen aus den 50er und 60er Jahren wurden nur die Generalakten und in geringer Auswahl Einzelfälle aufgehoben. Die Masse der Einzelfallakten - ca. 360 Ordner TUP Vogelsang und verschiedene Energieversorgungsunternehmen - wurde vernichtet, da es sich dabei um gleichgeartete Vorgänge mit geringem Aussagewert handelte. Die evtl. rechtlich bedeutsamen Eintragungen (z.B. Grundstücksumschreibungen) sind außerdem in den Grundbüchern bzw. Grundakten überliefert. Der Bestand umfasst jetzt insgesamt 766 Archiveinheiten mit Laufzeiten zwischen 1822 und 1972. Das Findbuch schrieb Frau Lind.
Die in diesem Findbuch zuvor aufgeführten Akten der Bestände der Regierung Aachen BR 1029, BR 1030, BR 1038, BR 1039, BR 1047, BR 1050, BR 1055, BR 1058 mussten aus technischen Gründen am 01.07.2019 auf die Bestandssignatur BR 0005 mit neuen Nummern umsigniert werden. Die ehemaligen Archivsignaturen sind im Feld Altsignatur aufgeführt. Die Akten sind zu bestellen und zu zitieren mit der aktuellen Archivsignatur BR 0005 und lfd. Nr.
Die Regierung in Aachen wurde am 22.4.1816 eröffnet. Sitz der Behörde war zunächst das alte Gouvernementskommissariatsgebäude. 1831 zog die Regierung in das Regierungsgebäude am Theaterplatz um.
Zum Dienstbereich gehörten am 22.4.1816: Stadtkreis Aachen, Landkreise Aachen, Geilenkirchen, Heinsberg, Erkelenz, Jülich, Düren, Eupen, Monschau, Gemünd, Blankenheim, Malmedy, St. Vith. Der Kreis St. Vith wurde 1821 mit dem Kreis Malmedy vereinigt, während Gemünd als Kreisstadt 1829 durch Schleiden abgelöst wurde. Der Kreis Blankenheim wurde bereits 1818 mit Gemünd/Schleiden vereinigt. Im Jahre 1932 wurden die Kreise Geilenkirchen und Heinsberg zum Selfkantkreis (siehe Geilenkirchen) zusammengelegt.
Die Regierung gliederte sich zunächst in die I. (Abteilung des Innern) und die II. Abteilung (Steuern, Domänen, Forsten). Angegliedert waren die Kirchen-, Schul- und Sanitätskommission. Die Geschäfte der drei Kommissionen wurden durch Kabinettsordre vom 31.12.1825 betr. "Abänderung der Provinzialverwaltungsbehörden" der I. Abteilung der Regierung übertragen. 1888 wurde eine Kirchen- und Schulabteilung eingerichtet und zur Erledigung der Verwaltungsstreit und Beschlussverfahren ein Bezirksausschuss angegliedert, sodass die Regierung seitdem aus der I. Abt. (Inneres) II. Abt. (Kirchen- und Schulwesen) III. Abt. (direkte Steuern, Domänen und Porsten), sowie dem Bezirksausschuss bestand. Die indirekten Steuern gehörten seit 1824 zum Ressort der Provinzialsteuerdirektionen. Seit 1912 ist der Regierung das neu errichtete Oberversicherungsamt für den Regierungsbezirk Aachen angeschlossen.
Der Dienstbereich der Regierung erfuhr nach dem Ersten Weltkrieg eine Änderung, da die Kreise Eupen und Malmedy an Belgien abgetreten wurden. In etwas erweitertem Umfang waren beide Kreise von 1940 bis 1944 wieder dem Deutschen Reiche einverleibt und der Regierung Aachen zugeordnet. 1972 wurde die Regierung Aachen aufgelöst und ihr Bezirk den Regierungen Köln und Düsseldorf zugeschlagen.
Zum Bestand
Das vorliegende Findbuch "Regierung Aachen, Enteignungen, Liegenschaften, Kataster, Justitiariat" enthält ca. 200 Enteignungsakten aus einer 1967 von Dr. Engels geordneten Verzeichnung (bisher im alten Findbuch 211.11 "Verkehr und Energieversorgung") und Akten verschiedener Ablieferungen der Jahre 1976-1979. Die Verzeichnung dieser Ablieferungen durch Oberstaatsarchivrat Dr. Andernach (BR 1030, BR 1039, BR 1050, BR 1055) und Staatsarchivinspektor Hild (BR 1029, BR 1038, BR 1047) erstreckte sich über einen längeren Zeitraum und wurde im August 1985 durch Staatsarchivinspektor Wahl (BR 1058) abgeschlossen, der auch die Klassifizierung und Anlage des neuen Findbuchs vornahm. Die hierin verzeichneten Akten stammen bei Auflösung der Bezirksregierung Aachen im Jahre 1972 aus drei verschiedenen Dezernaten: Dez. 21 Ordnungsrechtliche Angelegenheiten, Staatshoheitsangelegenheiten, Enteignung Dez. 33 Kataster- und Vermessungsangelegenheiten Dez. 65 Justitiariat, Liegenschaftsverwaltung Frühere Dezernatszugehörigkeiten der vier Aktengruppen können dem Schema (Seite vier) entnommen werden. Die Enteignungen aus dem alten Findbuch mit einer Laufzeit bis 1938 wurden komplett in das vorliegende Findbuch übernommen, soweit sie nicht Eisenbahnen und Bahnhöfe betreffen. Diese erscheinen aus Gründen der Übersichtlichkeit in dem neuen Findbuch 211.10 "Regierung Aachen, Eisenbahn, Verkehr, Post". Von den Enteignungen aus den 50er und 60er Jahren wurden nur die Generalakten und in geringer Auswahl Einzelfälle aufgehoben. Die Masse der Einzelfallakten - ca. 360 Ordner TUP Vogelsang und verschiedene Energieversorgungsunternehmen - wurde vernichtet, da es sich dabei um gleichgeartete Vorgänge mit geringem Aussagewert handelte. Die evtl. rechtlich bedeutsamen Eintragungen (z.B. Grundstücksumschreibungen) sind außerdem in den Grundbüchern bzw. Grundakten überliefert. Der Bestand umfasst jetzt insgesamt 766 Archiveinheiten mit Laufzeiten zwischen 1822 und 1972. Das Findbuch schrieb Frau Lind.
Die in diesem Findbuch zuvor aufgeführten Akten der Bestände der Regierung Aachen BR 1029, BR 1030, BR 1038, BR 1039, BR 1047, BR 1050, BR 1055, BR 1058 mussten aus technischen Gründen am 01.07.2019 auf die Bestandssignatur BR 0005 mit neuen Nummern umsigniert werden. Die ehemaligen Archivsignaturen sind im Feld Altsignatur aufgeführt. Die Akten sind zu bestellen und zu zitieren mit der aktuellen Archivsignatur BR 0005 und lfd. Nr.
Archivbestand
Deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 08:22 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln (Tektonik)
- 2.2. Bezirksregierungen/staatliche Aufsichtsbehörden (Tektonik)
- 2.2.1. Regierung Aachen (Tektonik)
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