Karte der Maulbeeraue mit dem Jägerhaus bei Worms
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P 1, 411
P 1 Alte Karten und Pläne (bis 1918)
Alte Karten und Pläne (bis 1918) >> Hessen-Darmstadt >> Rheinhessen (ehemalige Provinz) >> Worms
1754
Hochstift Worms
47,5 x 155,5 cm
Jung
[Andreas Jungk, Dirmstein]
Karte/Plan
Identifikation (Karte/Plan): Originaltitel: Geometrischer Grundriß oder Spezial-Karte über die Herrschaftliche Maulbeer-Aue und die darin befindliche Hofstadt, Gärten, Wiesen und Waldung
Weitere Angaben (Karte/Plan): Maßstab: 1:2400
Weitere Angaben (Karte/Plan): Ausführung: Papier, auf Leinwand aufgezogen; Federzeichnung, koloriert
Weitere Angaben (Karte/Plan): Blattzahl: 1
Vermerke: Deskriptoren: Jung
Weitere Angaben (Karte/Plan): Maßstab: 1:2400
Weitere Angaben (Karte/Plan): Ausführung: Papier, auf Leinwand aufgezogen; Federzeichnung, koloriert
Weitere Angaben (Karte/Plan): Blattzahl: 1
Vermerke: Deskriptoren: Jung
Karte ist Teil eines Flurbuchs, das sich in Biblis-Nordheim im Burg-Stein Museum befindet
Aus dem Flurbuch von 1754, Jungk Teil 2, S. 1724 ff. (Älterer teil des Gemeindearchivs Nordheim, I A 3) Die Herrschaftliche Maulbeerau, samt dem sog. Katzenkopf und der Anlage am Sponswörth liegen in dem Rhein, gegen der Nordheim- und Hofheimer Gemarkung über, gehören aber nicht zu diesen auch zu keiner anderen Gemarkung, sondern sind besondere Herrschafts Güter. Über diese Insuln ist eine besondere Spezial – Carte gefertiget, und selbige sind auch auf die Nordheimer General – Carte gebracht worden. Die Figur und die üblichen Dimensiones wie auch die Begrentzung derer Stücke deutlich zu besehen. Die darin befindliche Hofstadt, Garten und Wiesen wie auch Waldung sind hiernach unter besonders Nris. Von 1 – 25 mit beigesetzter neuen Morgen Maas, und dem Namen eines jeden Stücks spezifiziert, wie hiernach folget: Nro. Name des Stückes; Morgen, Ruthen 1 Das Herrschaftliche Jägerhaus ; 2, 2 2 Der Garten dabei; 2, 24 3 Des Jägers Besoldungswies; 5 1/4, 15 4 Die Oberlaysch Wies; 13 1/2, 6 5 Die Wies im Biegelstal; 16 3/4, 4 6 Die Unterlaysch Wies; 14 3/4, 23 7 Die Bischofs-Wies; 17, 6 8 Die Bischofs-Wies (Kirchhofs-Wiese lt. Plan); 11 1/4, 6 9 Die Dreispitz; 2 1/4, 8 10 Die Groß-Wies; 21 1/4, 8 11 Die Ziegler-Wies; 9, 25 12 Ein klein Stücklein Wies ohne Namen so der Jäger bisher genossen; 1/4, 8 13 Ein dergleichen Stück; 1/4, 24 14 Die Wies im Brunnenthal; 4, 6 15 Die Finken-Wies; 3 1/4, 8 16 Die Binsen Wies; 6 1/4 - 17 Die Lang Wies; 3 1/4, 30 18 Das Kühlager; 9 1/4, 8 19 Groß Frankreich; 1, 25 20 Klein Frankreich; 1/2, 30 21 Ein klein Stück Wies ohne Namen so der Jäger bisher genossen; 1/2, 8 22 Die Haus-Wies; 6, 8 23 Die sämtliche Herrschaftliche Waldung in der Maulbeerau; 447 3/4, 1 24 Die Insul der Katzenkopf genannt, oberhalb der Maulbeerau im Rhein liegend; 11 3/4 25 Die sogenannte Bischöfliche Anlage am Sponswörth; 7, 27 Summa 618 (Späterer Bleistiftzusatz): Sponswörth Morgen 16
Der Renovator Johann Andreas Jungk aus Dirmstein hat im bischöflich-wormsischen Auftrag die mehrbändigen Lagerbücher im benachbarten Hofheim (heute Lampertheim), 1754 Nordheim und 1754 Lampertheim angefertigt und dabei die Dirmsteiner Ruthe von 4,649 m Länge verwendet. (Nachweis: Heinrich Friedrich Karb, über die Dirmsteiner Ruthe in Lampertheimer Heimatblätter Nr. 28). Alle drei Ortschaften gehörten damals zum Amt Stein. Das Stadtarchiv Lampertheim hat noch recht viele seiner Flurkarten und die Übersichtskarte. Von Hofheim fehlt die Übersichtskarte und ein Teil der Gewannkarten und von Nordheim sind keine Karten mehr vor Ort vorhanden.
Angeführte Textauszüge aus dem Flurbuch und Angaben zum Verbleib desselben von Günter Mössinger, Verein für Heimatgeschichte Biblis-Nordheim (guenter.moessinger@gmx.de) vom 13.01.2015
Aus dem Flurbuch von 1754, Jungk Teil 2, S. 1724 ff. (Älterer teil des Gemeindearchivs Nordheim, I A 3) Die Herrschaftliche Maulbeerau, samt dem sog. Katzenkopf und der Anlage am Sponswörth liegen in dem Rhein, gegen der Nordheim- und Hofheimer Gemarkung über, gehören aber nicht zu diesen auch zu keiner anderen Gemarkung, sondern sind besondere Herrschafts Güter. Über diese Insuln ist eine besondere Spezial – Carte gefertiget, und selbige sind auch auf die Nordheimer General – Carte gebracht worden. Die Figur und die üblichen Dimensiones wie auch die Begrentzung derer Stücke deutlich zu besehen. Die darin befindliche Hofstadt, Garten und Wiesen wie auch Waldung sind hiernach unter besonders Nris. Von 1 – 25 mit beigesetzter neuen Morgen Maas, und dem Namen eines jeden Stücks spezifiziert, wie hiernach folget: Nro. Name des Stückes; Morgen, Ruthen 1 Das Herrschaftliche Jägerhaus ; 2, 2 2 Der Garten dabei; 2, 24 3 Des Jägers Besoldungswies; 5 1/4, 15 4 Die Oberlaysch Wies; 13 1/2, 6 5 Die Wies im Biegelstal; 16 3/4, 4 6 Die Unterlaysch Wies; 14 3/4, 23 7 Die Bischofs-Wies; 17, 6 8 Die Bischofs-Wies (Kirchhofs-Wiese lt. Plan); 11 1/4, 6 9 Die Dreispitz; 2 1/4, 8 10 Die Groß-Wies; 21 1/4, 8 11 Die Ziegler-Wies; 9, 25 12 Ein klein Stücklein Wies ohne Namen so der Jäger bisher genossen; 1/4, 8 13 Ein dergleichen Stück; 1/4, 24 14 Die Wies im Brunnenthal; 4, 6 15 Die Finken-Wies; 3 1/4, 8 16 Die Binsen Wies; 6 1/4 - 17 Die Lang Wies; 3 1/4, 30 18 Das Kühlager; 9 1/4, 8 19 Groß Frankreich; 1, 25 20 Klein Frankreich; 1/2, 30 21 Ein klein Stück Wies ohne Namen so der Jäger bisher genossen; 1/2, 8 22 Die Haus-Wies; 6, 8 23 Die sämtliche Herrschaftliche Waldung in der Maulbeerau; 447 3/4, 1 24 Die Insul der Katzenkopf genannt, oberhalb der Maulbeerau im Rhein liegend; 11 3/4 25 Die sogenannte Bischöfliche Anlage am Sponswörth; 7, 27 Summa 618 (Späterer Bleistiftzusatz): Sponswörth Morgen 16
Der Renovator Johann Andreas Jungk aus Dirmstein hat im bischöflich-wormsischen Auftrag die mehrbändigen Lagerbücher im benachbarten Hofheim (heute Lampertheim), 1754 Nordheim und 1754 Lampertheim angefertigt und dabei die Dirmsteiner Ruthe von 4,649 m Länge verwendet. (Nachweis: Heinrich Friedrich Karb, über die Dirmsteiner Ruthe in Lampertheimer Heimatblätter Nr. 28). Alle drei Ortschaften gehörten damals zum Amt Stein. Das Stadtarchiv Lampertheim hat noch recht viele seiner Flurkarten und die Übersichtskarte. Von Hofheim fehlt die Übersichtskarte und ein Teil der Gewannkarten und von Nordheim sind keine Karten mehr vor Ort vorhanden.
Angeführte Textauszüge aus dem Flurbuch und Angaben zum Verbleib desselben von Günter Mössinger, Verein für Heimatgeschichte Biblis-Nordheim (guenter.moessinger@gmx.de) vom 13.01.2015
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
01.07.2025, 13:40 MESZ