König Friedrich (1754-1816) (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, G 243
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Württembergisches Hausarchiv >> Bestände über einzelne Personen >> Herzog Karl Eugen bis Prinzessin Katharina
1754-1820, 1854
Inhalt und Bewertung
Sohn des Herzogs Friedrich Eugen (G 236), geb. 6. Nov. 1754, gest. 30. Okt. 1816, regierend als Herzog ab 1797, als Kurfürst ab 1803, als König 1806-1816
Inhalt: Geburt, Beziehungen zur Landschaft (Unterstützungsgelder, Zuschüsse zur Erziehung der Söhne, Verehrungen bei Vermählungen, Subsidienverträge mit Österreich 1799 und England 1800); Konfirmation in Lausanne 1770, Apanagen, Schul- und Kollegienhefte, Memoiren und Aufzeichnungen; Diplom über den württembergischen Großen Orden 1759, Aufnahme in den Johanniterorden, württembergische Offizierspatente, Offizierslaufbahn in preußischem Dienst (Generalmajor 1780), Offizierspatente des Schwäbischen Kreises, russische Militärdienste als Generalgouverneur in Finnland (1782) und Generalleutnant (1787); Aufenthalt in Paris 1789, Bewerbung um Stellen der Reichsgeneralität, Überreichung des Wahldiploms für Kaiser Franz II.; Reise nach England zur Vermählung mit Prinzessin Charlotte, Ehrenbürgerrechte und Doktordiplom in England; Kurfürstendiplom (1803) und kurfürstliches Hausgesetz, Annahme der Königswürde (1806), Beitritt zum Rheinbund, königliches Hausgesetz; Memoralien, eigene und fremde Aufzeichnungen und Abhandlungen; Diplom der kaiserlichen Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien (1815); Hofhaltung und Hofrechnungen (mit Schätzung der Juwelen); Testament, Dotationsurkunden für königliche Beamte (1810), Tod, Säkularfeier (1854), Hinterlassenschaft, Inventur und Erbauseinandersetzung; umfangreicher Briefwechsel mit Angehörigen zahlreicher deutscher und europäischer Herrscherhäuser, darunter mit Kaiser Napoleon, Kaiser Joseph II., Kaiser Franz II., Zarin Katharina II., Zar Paul, Zar Alexander I., Zarin Elisabeth und den Königen Friedrich II., Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. von Preußen, weiter mit zahlreichen anderen Personen, besonders mit Graf Karl von Zeppelin
Anhang: Tagebuch von Hofrat Menoth über die Beziehungen zu Napoleon, mit Beilagen
ADB 8, 56-60
Literatur:
August von Schlossberger (Hg.): Briefwechsel der Königin Katharina und des Königs Jérome von Westphalen sowie des Kaisers Napoleon I. mit dem König Friedrich von Württemberg, 3 Bände, 1886-1887
August von Schlossberger (Hg.): Politik und militärische Correspondenz König Friedrichs von Württemberg mit Kaiser Napoleon I. 1805-1813, 1889
26 Urkunden (U 404-428), 127 Büschel
Bestand
Art.: Friedrich II./I. In: Lorenz, Sönke; Mertens, Dieter; Press, Volker: Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Stuttgart 1997. S. 289-292
Sauer, Paul: Der schwäbische Zar. Friedrich - Württembergs erster König. Stuttgart 1984.
Sauer, Paul: Der schwäbische Zar. Friedrich - Württembergs erster König. Stuttgart 1984.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ