Notariell beglaubigte Abschrift eines gutsherrlichen Konsensbriefs, in dem Matthias Kerckering zu Stapel bezeugt, dass der jetzige Zeller Johann auf Lordmanns Erbe im Kirchspiel Billerbeck auf der Beerlage sich klagend an ihn gewandt habe, dass ihm laut Urteil des fürstlich-münsterischen Weltlichen Hofgerichts eine Summe von 78 Reichstaler Kapital, welches zuvor Johann Leifferding auf der Beerlage wegen geleisteter Fidejussion an Bernd Lordmann bezahlt hatte, mitsamt Zinsen und gerichtlicher Unkosten im Namen des Bernhard Witholters als titulierten Cessionar Nicolai Leifferding exemirt und etliche Pferde durch landbräuchliche Exemtionsmittel abgepfändet worden seien. Der Zeller Johann habe sich mit dem Cessionar Witholter dahingehend verglichen, dass die von 1621 bis jetzt von oben genannter Hauptsumme versessenen Pensionen auf 40 Reichstaler verakkordiert werden. Es folgen Ausführungen zur Rückzahlung der Zinsen und der Hauptsumme, zum Unterpfand und zur Schadloshaltung. Matthias Kerckering erteilt darauf seinen Konsens. Notariatssignet und Unterschrift des Notars Johannes Ötting
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Notariell beglaubigte Abschrift eines gutsherrlichen Konsensbriefs, in dem Matthias Kerckering zu Stapel bezeugt, dass der jetzige Zeller Johann auf Lordmanns Erbe im Kirchspiel Billerbeck auf der Beerlage sich klagend an ihn gewandt habe, dass ihm laut Urteil des fürstlich-münsterischen Weltlichen Hofgerichts eine Summe von 78 Reichstaler Kapital, welches zuvor Johann Leifferding auf der Beerlage wegen geleisteter Fidejussion an Bernd Lordmann bezahlt hatte, mitsamt Zinsen und gerichtlicher Unkosten im Namen des Bernhard Witholters als titulierten Cessionar Nicolai Leifferding exemirt und etliche Pferde durch landbräuchliche Exemtionsmittel abgepfändet worden seien. Der Zeller Johann habe sich mit dem Cessionar Witholter dahingehend verglichen, dass die von 1621 bis jetzt von oben genannter Hauptsumme versessenen Pensionen auf 40 Reichstaler verakkordiert werden. Es folgen Ausführungen zur Rückzahlung der Zinsen und der Hauptsumme, zum Unterpfand und zur Schadloshaltung. Matthias Kerckering erteilt darauf seinen Konsens. Notariatssignet und Unterschrift des Notars Johannes Ötting
B 061u, 147
B 061u Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
1640 Januar 20
Papier
Überlieferungsart: Original
Urkunde
Ausstellort: Münster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:17 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
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- Fürstbistum Münster, Pfennigkammer (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Pfennigkammer / Urkunden (Bestand)