Bürgermeister und Rat, Stadtammann, Gericht und Großer Rat sowie alle Bürger zu Pfullendorf verkaufen als Oberpfleger ihres Hospitals für 9000 fl rh Landswährung in kreisediktgemäßen Sorten an Sebastian [Hiller], Abt zu Weingarten und Herrn der freien Reichsherrschaft Blumenegg, Direktor des reichsprälatischen Kollegiums, dessen Kloster und anderen, in einer besonderen Spezifikation aufgeführten Interessierten einen jährlichen Ewigzins von 450 fl Land- und Reichswährung. Verpfändet für den Zins wird unter Vereinbarung eines Besitzkonstituts das der Stadt und dem Hospital gehörende Amt Illmensee mit den zugehörigen Weilern und Höfen Krumbach und Lichtenegg. Der Zins ist 14 Tage vor oder nach dem Josefstag (19. März) in Weingarten zahlbar und mit halbjähriger Frist ablösbar. Am Schluß der Urkunde elf Siegel und Unterschriften der leitenden Stadt- und Spitalbeamten sowie von Gerichts- und Ratsmitgliedern.
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Bürgermeister und Rat, Stadtammann, Gericht und Großer Rat sowie alle Bürger zu Pfullendorf verkaufen als Oberpfleger ihres Hospitals für 9000 fl rh Landswährung in kreisediktgemäßen Sorten an Sebastian [Hiller], Abt zu Weingarten und Herrn der freien Reichsherrschaft Blumenegg, Direktor des reichsprälatischen Kollegiums, dessen Kloster und anderen, in einer besonderen Spezifikation aufgeführten Interessierten einen jährlichen Ewigzins von 450 fl Land- und Reichswährung. Verpfändet für den Zins wird unter Vereinbarung eines Besitzkonstituts das der Stadt und dem Hospital gehörende Amt Illmensee mit den zugehörigen Weilern und Höfen Krumbach und Lichtenegg. Der Zins ist 14 Tage vor oder nach dem Josefstag (19. März) in Weingarten zahlbar und mit halbjähriger Frist ablösbar. Am Schluß der Urkunde elf Siegel und Unterschriften der leitenden Stadt- und Spitalbeamten sowie von Gerichts- und Ratsmitgliedern.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 2111
fasc. 011 n. 01
01981
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 17. Jahrhundert
1699 März 18 (den 18. Marty)
35,5 x 24 (Libell) (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Pfullendorf
Aussteller: Bürgermeister und Rat, Stadtammann, Gericht und Großer Rat sowie alle Bürger zu Pfullendorf
Empfänger: Sebastian [Hiller], Abt zu Weingarten und Herrn der freien Reichsherrschaft Blumenegg, Direktor des reichsprälatischen Kollegiums [in Schwaben]
Siegler: Aussteller ("grösseres statt secret")
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Aussteller: Bürgermeister und Rat, Stadtammann, Gericht und Großer Rat sowie alle Bürger zu Pfullendorf
Empfänger: Sebastian [Hiller], Abt zu Weingarten und Herrn der freien Reichsherrschaft Blumenegg, Direktor des reichsprälatischen Kollegiums [in Schwaben]
Siegler: Aussteller ("grösseres statt secret")
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Blumenegg, Vorarlberg [A]; Herrschaft
Illmensee SIG; Amt
Krumbach : Illmensee SIG
Lichtenegg : Illmensee SIG
Pfullendorf SIG; Bürgermeister und Rat
Pfullendorf SIG; Bürgerschaft
Pfullendorf SIG; Gericht
Pfullendorf SIG; Spital zum Hl. Geist, Oberpfleger
Pfullendorf SIG; Stadtammann
Schwaben, Reichsprälatisches Kollegium; Direktor
Weingarten RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ
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