Wegelin & Hübner Maschinenfabrik und Eisengießerei AG, Halle (Saale) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
I 547 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.06. Maschinen- und Anlagenbau
1869 - Juni 1947
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch 2019 (online)
Registraturbildner: Am 1. April 1869 gründeten die Ingenieure Albert Wegelin und Ernst Hübner in Halle die Fa. Wegelin & Hübner OHG. Die Firma bot v. a. die Konstruktion und Herstellung von Spezialmaschinen, wie Filterpressen, Dampf- und Luftpumpen sowie Dampfmaschinen, an. Die erhebliche Erweiterung der Produktionskapazitäten führte bereits 1873 zur Inbetriebnahme einer größeren Eisengießerei, in der u. a. verschiedenste Pumpentypen, Dampfmaschinen, Kompressoren, Filterpressen, Eis- und Kühlmaschinen, Maschinen und Apparate für chemische und Kunstseidefabriken, Spinnmaschinen sowie Extraktions- und Verdampfungsanlagen gefertigt wurden.
Ab 1886 führte Ernst Hübner (nach Ausscheiden von Albert Wegelin) die Firma selbstständig weiter und machte 1899 aus der OHG die Wegelin & Hübner Aktiengesellschaft.
Noch im selben Jahr verkaufte er den gesamten Aktienbestand an die Hallesche Union AG, die aus den Maschinenfabriken Vaaß & Littmann (Kältemaschinenbau), Wolff & Meinel (Hersteller von Pumpen) und H. W. Seiffert (Dampfkesselfabrik) gebildet wurde. Nur zwei Jahre später erfolgte die Fusion der Halleschen Union AG mit der Wegelin & Hübner AG. Im Rahmen der weiteren Expansion der Produktionsanlagen erwarb man 1902 das Gelände der nahegelegenen Maschinenfabrik Wernicke AG Halle.
Im Jahr 1912 schloss die Firma einen Vertrag mit der Kelly Filter Press Company und erhielt das alleinige Recht, Kelly-Filterpressen für Deutschland zu produzieren. Sowohl im 1. Weltkrieg als auch im 2. Weltkrieg gehörte zum Produktionsprogramm neben indirekten Heereslieferungen an kriegswichtige Industriebetriebe auch die Herstellung von Waffen und Munition.
Ab 1901 firmierte die Fabrik als Wegelin & Hübner Maschinenfabrik und Eisengießerei AG Halle und bestand so bis zu ihrer Enteignung am 30. September 1946. Neuer Eigentümer wurde die Provinz Sachsen-Anhalt
Aufgrund der Verschmelzung der Firma Ende 1947 mit der Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei AG Halle und dem anschließendem Übergang in Volkseigentum hörte sie 1948 auf zu existieren und wurde Teil der Industriewerke Sachsen-Anhalt, Maschinenfabrik Halle (später: VEB Maschinenfabrik Halle).
Bestandsinformationen: Das Schriftgut der Fa. Wegelin & Hübner AG Halle (Saale) wurde in einer zentralen Firmenregistratur gesammelt, die Akten mit laufenden Nummern versehen und mittels Karteikarten erfasst.
Nach dem Zusammenschluss mit der Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei AG und der 1948 erfolgten Übergabe der Betriebsvereinigung in Volkseigentum führte man das vorhandene Archivgut im Betriebsarchiv des VEB Maschinenfabrik Halle zusammen. Dort erfolgte eine erste umfangreiche Bearbeitung der Firmenüberlieferung der HME AG, in dessen Folge seit 1971 Findbücher vorliegen.
Das Verwaltungsarchiv des VEB Maschinenfabrik übergab 1978 das Schriftgut dem damaligen Staatsarchiv Magdeburg. 1993 gelangte es von dort in das neu gegründete Landesarchiv Merseburg (später Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg).
2006/08 retrokonvertierten verschiedene Projektkräfte das Findbuch im Archivverzeichnungsprogramm scopeArchiv. 2009 kam es zur Überarbeitung der Bestandsgliederung und Korrektur unzureichender Aktentitel.
Die abschließende Korrektur und archivtechnische Bearbeitung erfolgte vom 22.01.2019 - 12.07.2019.
Zusatzinformationen: Literaturhinweise:
Archivalische Quellennachweise zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung Betriebsarchiv VEB Maschinenfabrik Halle. Betriebsarchiv VEB Maschinenfabrik Halle und SED-Stadtleitung Halle, Bildungsstätte - Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung. Halle, 1969. - Teil 1 + 2.
Weber, Michael: Die Geschichte der Maschinenfabrik Wegelin & Hübner 1945-1949. Die wirtschaftliche Umwälzung in der SBZ. Halle, 1999. - 89 S.
Enthaltene Karten: 97
Enthaltene Fotos: 1942
Findhilfsmittel: Findbuch 2019 (online)
Registraturbildner: Am 1. April 1869 gründeten die Ingenieure Albert Wegelin und Ernst Hübner in Halle die Fa. Wegelin & Hübner OHG. Die Firma bot v. a. die Konstruktion und Herstellung von Spezialmaschinen, wie Filterpressen, Dampf- und Luftpumpen sowie Dampfmaschinen, an. Die erhebliche Erweiterung der Produktionskapazitäten führte bereits 1873 zur Inbetriebnahme einer größeren Eisengießerei, in der u. a. verschiedenste Pumpentypen, Dampfmaschinen, Kompressoren, Filterpressen, Eis- und Kühlmaschinen, Maschinen und Apparate für chemische und Kunstseidefabriken, Spinnmaschinen sowie Extraktions- und Verdampfungsanlagen gefertigt wurden.
Ab 1886 führte Ernst Hübner (nach Ausscheiden von Albert Wegelin) die Firma selbstständig weiter und machte 1899 aus der OHG die Wegelin & Hübner Aktiengesellschaft.
Noch im selben Jahr verkaufte er den gesamten Aktienbestand an die Hallesche Union AG, die aus den Maschinenfabriken Vaaß & Littmann (Kältemaschinenbau), Wolff & Meinel (Hersteller von Pumpen) und H. W. Seiffert (Dampfkesselfabrik) gebildet wurde. Nur zwei Jahre später erfolgte die Fusion der Halleschen Union AG mit der Wegelin & Hübner AG. Im Rahmen der weiteren Expansion der Produktionsanlagen erwarb man 1902 das Gelände der nahegelegenen Maschinenfabrik Wernicke AG Halle.
Im Jahr 1912 schloss die Firma einen Vertrag mit der Kelly Filter Press Company und erhielt das alleinige Recht, Kelly-Filterpressen für Deutschland zu produzieren. Sowohl im 1. Weltkrieg als auch im 2. Weltkrieg gehörte zum Produktionsprogramm neben indirekten Heereslieferungen an kriegswichtige Industriebetriebe auch die Herstellung von Waffen und Munition.
Ab 1901 firmierte die Fabrik als Wegelin & Hübner Maschinenfabrik und Eisengießerei AG Halle und bestand so bis zu ihrer Enteignung am 30. September 1946. Neuer Eigentümer wurde die Provinz Sachsen-Anhalt
Aufgrund der Verschmelzung der Firma Ende 1947 mit der Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei AG Halle und dem anschließendem Übergang in Volkseigentum hörte sie 1948 auf zu existieren und wurde Teil der Industriewerke Sachsen-Anhalt, Maschinenfabrik Halle (später: VEB Maschinenfabrik Halle).
Bestandsinformationen: Das Schriftgut der Fa. Wegelin & Hübner AG Halle (Saale) wurde in einer zentralen Firmenregistratur gesammelt, die Akten mit laufenden Nummern versehen und mittels Karteikarten erfasst.
Nach dem Zusammenschluss mit der Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei AG und der 1948 erfolgten Übergabe der Betriebsvereinigung in Volkseigentum führte man das vorhandene Archivgut im Betriebsarchiv des VEB Maschinenfabrik Halle zusammen. Dort erfolgte eine erste umfangreiche Bearbeitung der Firmenüberlieferung der HME AG, in dessen Folge seit 1971 Findbücher vorliegen.
Das Verwaltungsarchiv des VEB Maschinenfabrik übergab 1978 das Schriftgut dem damaligen Staatsarchiv Magdeburg. 1993 gelangte es von dort in das neu gegründete Landesarchiv Merseburg (später Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg).
2006/08 retrokonvertierten verschiedene Projektkräfte das Findbuch im Archivverzeichnungsprogramm scopeArchiv. 2009 kam es zur Überarbeitung der Bestandsgliederung und Korrektur unzureichender Aktentitel.
Die abschließende Korrektur und archivtechnische Bearbeitung erfolgte vom 22.01.2019 - 12.07.2019.
Zusatzinformationen: Literaturhinweise:
Archivalische Quellennachweise zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung Betriebsarchiv VEB Maschinenfabrik Halle. Betriebsarchiv VEB Maschinenfabrik Halle und SED-Stadtleitung Halle, Bildungsstätte - Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung. Halle, 1969. - Teil 1 + 2.
Weber, Michael: Die Geschichte der Maschinenfabrik Wegelin & Hübner 1945-1949. Die wirtschaftliche Umwälzung in der SBZ. Halle, 1999. - 89 S.
Enthaltene Karten: 97
Enthaltene Fotos: 1942
Laufmeter: 30.2
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ