Halsa-Platte GmbH, Schlettau (Bestand)
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F 594 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.01. Bergbau >> 07.01.05. Bergwerksbetriebe und staatliche Betriebsverwaltungen >> 07.01.05.02. Kali- und Steinsalz
1931 - 1948
Findhilfsmittel: Findbuch 2019 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Die Firma Halsa-Platte GmbH hatte ihren Sitz in Schlettau (seit 1943 in Angersdorf) bei Halle (Saale) und war eine Tochtergesellschaft der Halleschen Salzwerke und Chemischen Fabrik Kalbe AG in Calbe (Saale). Die Geschäftsführer Bergwerksdirektor Otto Scheiding, Halle (Saale), und Bergwerksdirektor Dr. Max Schmid, Schlettau, waren gleichzeitig Vorstandsmitglieder der AG. Die Firma stellte Leichbauplatten her und hatte 1935 eine Gefolgschaft von 32 Personen. Im Jahr 1941 wurde anstelle des ausgeschiedenen Otto Scheiding als weiterer Geschäftsführer Direktor Dr. Otto Fritz Schulz aus Calbe (Saale) bestellt.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Firma Halsaplatte GmbH zum Aufbau der Leuna-Werke benötigt. Im August 1945 forderte deshalb Generalmajor Kotikoff dringend 75 Arbeitskräfte beim Arbeitsamt Halle für die Firma an. Durch Verfügung des Präsidenten der Provinz Sachsen vom 1.2.1946 wurde der Sitz der Halleschen Salzwerke und Chemischen Fabrik Kalbe AG von Calbe (Saale) nach Halle (Saale) verlegt. Das Unternehmen wurde aufgrund der Verordnung betreffend die Überführung sequestrierter Unternehmen und Betriebe in das Eigentum der Provinz Sachsen vom 30.7.1946 mit sämtlichen Vermögensstücken (auch der Halsa-Platte GmbH in Angersdorf) enteignet. Da der Enteignungsbeschluss von der Sowjetischen Militäradministration nicht bestätigt wurde, legte das Unternehmen Beschwerde gegen die Löschung im Handelsregister ein. Dies hatte jedoch keinen Erfolg, die Gesellschaft wurde 1950 im Handelsregister gelöscht.
Bestandsinformationen: Die Übergabe der Akten erfolgte im Jahr 1985 an das Staatsarchiv Magdeburg, das die Akten 1994 zuständigkeitshalber an das damalige Landesarchiv Merseburg übergab. Die Findkartei stammt aus dem Kalifacharchiv Sondershausen. Die ursprüngliche Bezeichnung des Bestandes lautete: Rep. I, A I, HALS. Im Jahr 2018 wurde ein Abgleich der Findkartei mit den Akten vorgenommen.
Registraturbildner: Die Firma Halsa-Platte GmbH hatte ihren Sitz in Schlettau (seit 1943 in Angersdorf) bei Halle (Saale) und war eine Tochtergesellschaft der Halleschen Salzwerke und Chemischen Fabrik Kalbe AG in Calbe (Saale). Die Geschäftsführer Bergwerksdirektor Otto Scheiding, Halle (Saale), und Bergwerksdirektor Dr. Max Schmid, Schlettau, waren gleichzeitig Vorstandsmitglieder der AG. Die Firma stellte Leichbauplatten her und hatte 1935 eine Gefolgschaft von 32 Personen. Im Jahr 1941 wurde anstelle des ausgeschiedenen Otto Scheiding als weiterer Geschäftsführer Direktor Dr. Otto Fritz Schulz aus Calbe (Saale) bestellt.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Firma Halsaplatte GmbH zum Aufbau der Leuna-Werke benötigt. Im August 1945 forderte deshalb Generalmajor Kotikoff dringend 75 Arbeitskräfte beim Arbeitsamt Halle für die Firma an. Durch Verfügung des Präsidenten der Provinz Sachsen vom 1.2.1946 wurde der Sitz der Halleschen Salzwerke und Chemischen Fabrik Kalbe AG von Calbe (Saale) nach Halle (Saale) verlegt. Das Unternehmen wurde aufgrund der Verordnung betreffend die Überführung sequestrierter Unternehmen und Betriebe in das Eigentum der Provinz Sachsen vom 30.7.1946 mit sämtlichen Vermögensstücken (auch der Halsa-Platte GmbH in Angersdorf) enteignet. Da der Enteignungsbeschluss von der Sowjetischen Militäradministration nicht bestätigt wurde, legte das Unternehmen Beschwerde gegen die Löschung im Handelsregister ein. Dies hatte jedoch keinen Erfolg, die Gesellschaft wurde 1950 im Handelsregister gelöscht.
Bestandsinformationen: Die Übergabe der Akten erfolgte im Jahr 1985 an das Staatsarchiv Magdeburg, das die Akten 1994 zuständigkeitshalber an das damalige Landesarchiv Merseburg übergab. Die Findkartei stammt aus dem Kalifacharchiv Sondershausen. Die ursprüngliche Bezeichnung des Bestandes lautete: Rep. I, A I, HALS. Im Jahr 2018 wurde ein Abgleich der Findkartei mit den Akten vorgenommen.
Laufmeter: 0.2
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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Hierarchy detail view
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) (Archival tectonics)
- 07.01. Bergbau (Archival tectonics)
- 07.01.05. Bergwerksbetriebe und staatliche Betriebsverwaltungen (Archival tectonics)
- 07.01.05.02. Kali- und Steinsalz (Archival tectonics)
- Halsa-Platte GmbH, Schlettau (Archival holding)