Hans Kerer, Hanns Manfelt und Hans Bullin, Vormünder, Peter Lyffert und Claws Kesfreß, Kerzenmeister, und sämtliche Meister und Meisterinnen des Wollenhandwerks zu Wertheim verkaufen ihrer Mitbürgerin, der Witwe Kune Vischerin, für 10 fl. rh. Frankfurter Währung, die sie erhalten und in ihr Färbhaus verbaut haben, eine Gült von 1/2 fl Gold, jährlich an Martini an die Liebfrauen-Pfarrkirche für deren Bau zahlbar. Bei Ausbleiben der Zahlung können die Gotteshausmeister auf Kosten der Schuldner eine entsprechende Anleihe aufnehmen. Für diese Gült ist jährlich in der Woche vor oder nach Michaelis für Conntz Vischer, Kunne, seine eheliche Hausfrau, und ihre beiden Kinder, nachts eine Vigilie zu singen, andern Tags eine Seelenmesse zu halten und dabei Kerzen zu brennen. Dafür erhält der Pfarrer 15 d., sein Mitherr, der Schulmeister, der Glöckner und der ausrichtende Gotteshausmeister je 6 d. Der Rest ist für den Bau der Pfarrkirche bestimmt. Die Gotteshausmeister Conntz Birckener und Hanns Pryse gestehen das Wiederkaufsrecht zu um die Kaufsumme, auf Martin bei 4 - 6 wöchentlicher Aufkündigung.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Baden-Württemberg
Objekt beim Datenpartner
Loading...