Wolfgang [von Grünenstein], Abt, und der Konvent des Fürststifts Kempten tauschen ihre Leibeigene Ursula Gais, Ehefrau des Moritz Bentelin zu Muthmannshofen (muetmaßhofen), mit Kloster Weingarten gegen dessen Leibeigene Verena Hermann, Ehefrau des Michel Röchlin zu Ausnang. Die Tauschobjekte verstehen sich jeweils mit Leib und Gut und allen bereits lebenden wie auch den künftigen Kindern und sollen ihren neuen Eigentümern fortan vollständig eigen und denselben gehorsam, botmäßig, dienst- und steuerbar sein, weshalb die Aussteller ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum an genannter Ursula und die daraus erfließenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen verzichten. Auch ist bedungen worden, dass die vertauschten Personen, sollten ihnen jemals liegende Güter in den Herrschaften ihrer früheren Eigentümer erblich anfallen, dieselben nicht behalten dürfen, sondern sich mit Geld oder Geldeswert abfinden lassen müssen.
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Wolfgang [von Grünenstein], Abt, und der Konvent des Fürststifts Kempten tauschen ihre Leibeigene Ursula Gais, Ehefrau des Moritz Bentelin zu Muthmannshofen (muetmaßhofen), mit Kloster Weingarten gegen dessen Leibeigene Verena Hermann, Ehefrau des Michel Röchlin zu Ausnang. Die Tauschobjekte verstehen sich jeweils mit Leib und Gut und allen bereits lebenden wie auch den künftigen Kindern und sollen ihren neuen Eigentümern fortan vollständig eigen und denselben gehorsam, botmäßig, dienst- und steuerbar sein, weshalb die Aussteller ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum an genannter Ursula und die daraus erfließenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen verzichten. Auch ist bedungen worden, dass die vertauschten Personen, sollten ihnen jemals liegende Güter in den Herrschaften ihrer früheren Eigentümer erblich anfallen, dieselben nicht behalten dürfen, sondern sich mit Geld oder Geldeswert abfinden lassen müssen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2851
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1500-1549
1538 Februar 26 (auff aftermontag nach sant Matthias des hailigen zwolffpotten tag)
23,4 x 39,9 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Fürststift Kempten
Empfänger: Kloster Weingarten
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Kloster Weingarten
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Bentelin, Moritz
Gais, Ursula
Hermann, Verena
Kempten, Wolfgang von Grünenstein; Fürstabt, -1557
Röchlin, Michel
Ausnang : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV
Muthmannshofen, Altusried OA
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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