Supplicationis Auseinandersetzung um Trennung
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(1) 1494
Wismar H 200c (W H n. 200c)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 08. 1. Kläger H
03.06.1779-25.09.1779
Kläger: (2) Dr. Christoph Erich Hertzberg, Assessor am Tribunal
Beklagter: seine Ehefrau M. von Hertzberg, geb. Dugge
Fallbeschreibung: Kl. schildert, wie seine Ehefrau nach 16jähriger Ehe offenbar schizophren geworden ist. Der Zustand seiner Frau belastet ihn so, daß er selbst krank geworden ist und seiner Arbeit nicht nachgehen kann. Er bittet, ihm zu gestatten, seine Frau und die gemeinsame Tochter mit ihren Dienern nach Bützow zu schicken, wo sie angemessen versorgt wird und ihm nicht zur Schande gereicht. Am 24.06. setzt das Tribunal einen Gütetermin auf den 16.07. an, lehnt aber am selben Tag das Gesuch des Kl.s vom 21.06. um ein Subsidial an die mecklenburgische Regierung ab, dem Stadtkommandanten von Bützow die Obhut über seine Frau aufzutragen. Am 05. und 10.07. bittet Kl., auf den Vorbescheid zu verzichten und bietet an, sich mit Bekl. außergerichtlich zu einigen Am 12.07. teilt das Gericht Bekl. die Suppliken des Kl.s mit und verbietet ihr, das Haus ihres Mannes zu betreten. Am 20.09. legt Kl. den ausgehandelten Vergleich vor und erbittet dessen Bestätigung. Am 24.09.1779 bestätigt das Tribunal den Vergleich, der der Bekl. bei Androhung des Arrestes verbietet, die gemeinsamen Häuser in Wismar und Westenbrügge zu betreten und ihr einen monatlichen Unterhalt von 20 Rtlr und eine angemessene Wohnung in Bützow gewährt.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1779
Prozessbeilagen: (7) von Notar August Wilhelm Rüdemann ausgestellte Bestätigung über Mitteilung eines Tribunalmandates vom 14.07.1779; Vergleich der Parteien vom 01.09.1779
Beklagter: seine Ehefrau M. von Hertzberg, geb. Dugge
Fallbeschreibung: Kl. schildert, wie seine Ehefrau nach 16jähriger Ehe offenbar schizophren geworden ist. Der Zustand seiner Frau belastet ihn so, daß er selbst krank geworden ist und seiner Arbeit nicht nachgehen kann. Er bittet, ihm zu gestatten, seine Frau und die gemeinsame Tochter mit ihren Dienern nach Bützow zu schicken, wo sie angemessen versorgt wird und ihm nicht zur Schande gereicht. Am 24.06. setzt das Tribunal einen Gütetermin auf den 16.07. an, lehnt aber am selben Tag das Gesuch des Kl.s vom 21.06. um ein Subsidial an die mecklenburgische Regierung ab, dem Stadtkommandanten von Bützow die Obhut über seine Frau aufzutragen. Am 05. und 10.07. bittet Kl., auf den Vorbescheid zu verzichten und bietet an, sich mit Bekl. außergerichtlich zu einigen Am 12.07. teilt das Gericht Bekl. die Suppliken des Kl.s mit und verbietet ihr, das Haus ihres Mannes zu betreten. Am 20.09. legt Kl. den ausgehandelten Vergleich vor und erbittet dessen Bestätigung. Am 24.09.1779 bestätigt das Tribunal den Vergleich, der der Bekl. bei Androhung des Arrestes verbietet, die gemeinsamen Häuser in Wismar und Westenbrügge zu betreten und ihr einen monatlichen Unterhalt von 20 Rtlr und eine angemessene Wohnung in Bützow gewährt.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1779
Prozessbeilagen: (7) von Notar August Wilhelm Rüdemann ausgestellte Bestätigung über Mitteilung eines Tribunalmandates vom 14.07.1779; Vergleich der Parteien vom 01.09.1779
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:29 AM CET