F 12 - Bernhard Hermann Niemer / Theodor Niemer (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1773-1873
Firmensitz: Everswinkel Branche: Manufaktur- und Kolonialwarenhandel Der aus Bevergern stammende Bernhard Hermann Niemer legte 1733 den Eid auf das Edikt des Fürstbistums Münster über die ordnungsgemäße Buchführung für Kaufleute vom 24.7.1688 ab. Seine Witwe und seine Söhne Joseph und Theodor Niemer setzten die Manufaktur- und Kolonialwarenhandlung in Everswinkel fort; zuletzt bestand das Geschäft unter der Firma Theodor Niemer Witwe. Nach mündlicher Tradition der Familie Niemer war das Haus nicht unbedeutend. Es handelte neben Textilien, die vermutlich am Niederrhein eingekauft wurden, mit Eisen- und Kolonialwaren sowie mit Holz. Zusätzlich übernahm das Haus Kreditgeschäfte. Der Firmengründer soll für einen Bezirk im Königreich Westfalen das Tabakmonopol besessen haben. 5 Geschäftsbücher Die Geschäftsbücher bieten Ausschnitte aus einem Jahrhundert Handel mit Textilien und anderen Waren im östlichen und nördlichen Münsterland. Die Familie Niemer war über Everswinkel hinaus bedeutend. Bilanzbuch 1826-1871 (darin Inventarschema) Kundenkontenbücher 1821-1850 (darin Lohnkonten, Erbteilung, Zahlungen an den Armenfonds bis 1873) Journal 1835-1858 Kapitalkontenbuch 1773-1838 (darin Eid 1773; Aussteuer für die Kinder)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ