Kralik, Hanns (Bestand)
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BArch NY 4535
call number: NY 4535
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> K
1933-1979
Bestandsbeschreibung: 27. Mai 1900 Geburt in Neufeld a. d. Leitka (Österreich/Ungarn) Vater: Bergmann, sechs Geschwister
1903 Übersiedlung der Familie in das Kohlerevier am linken Niederrhein
1914 Bergarbeiter nach Abschluss der Volksschule
ab 1914 Organisierung in Gewerkschaften, so im Christlichen Bergarbeiterverband (1914), im Bergarbeiterverband (1916), in der Union der Kopf- und Handarbeiter (1919), im freigewerkschaftlichen Bauarbeiter-Verband (1923) und im Deutschen Metallarbeiterverband (1924)
1918 Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratische Partei Deutschlands
ab 1920 Mitglied der Vereinigten Kommunistischen Partei Deutschlands
1921 Freistelle an der Kunstgewerbeschule in Krefeld, bereits als Kind zeigte sich sein künstlerisches Talent, zur Finanzierung der Ausbildung Nachtarbeit als Bergmann, Bauarbeiter und Stahlwerker
1924/25 - 1928 Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, seit 1926 Meisterschüler, Mitglied der Künstlergruppe Junges Rheinland, des Kreises um Mutter Ey in Düsseldorf, des Reichsverbandes bildender Künstler und der Association Revolutionärer bildender Künstler Deutschlands
ca. 1929 Heirat mit Inge Lya Rosenheim (22.10.1901-28.03.1981), Mitglied der KPD, 1933 Inhaftierung wegen ihrer illegalen Arbeit, in dem folgenden Prozess Freispruch aus Mangel an Beweisen, Emigration mit ihrem Ehemann über Holland nach Frankreich, dort u.a. tätig als Bibliothekarin in der deutschen Freiheitsbibliothek und Mitglied der Bewegung "Freies Deutschland" für den Westen
seit 1929 freischaffender Maler und Grafiker, Mitglied der Agitprop-Kommission im Unterbezirk Düsseldorf der KPD
seit 1932 Agitprop-Sekretär im Unterbezirk Düsseldorf der KPD
Juli - Ende 1933 Inhaftierung im KZ Börgermoor
Januar 1934 Flucht nach Holland
Sept./Okt. 1934 Emigration nach Frankreich, Beteiligung am antifaschistischen Widerstandskampf durch die Herstellung von Plakaten, Flugblättern, Buchumschlägen für Tarnschriften, Streuzetteln, die zum Widerstand aufriefen, und die Herstellung von Ausweispapieren für Illegale Mitbegründer des "Deutschen Künstlerbundes" in Paris
1939 - 1942 Internierung u.a. in den Lagern in Albi, Agde und Chanac
1943 - 1945 Mitglied der Bewegung "Freies Deutschland" für den Westen in Lyon, Mitarbeiter der Zentralstelle der Bewegung für die Herstellung von illegalen Zeitungen, Druckschriften, Streuzetteln und anderen Informationsmaterialien, u.a. zur Aufklärung unter den Wehrmachtsangehörigen
Ende Juni 1945 Rückkehr nach Düsseldorf
seit Oktober 1945 Beigeordneter der KPD und Kulturdezernent im Amt für kulturelle Angelegenheiten der Stadt Düsseldorf
September 1950 Entlassung aus dem Amt aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Deutschlands
seit 1950 freischaffender Maler und Graphiker in Düsseldorf
9. Mai 1971 in Düsseldorf verstorben
Quellen:
BArch NY 4535/5
BArch SgY 30/1400/31 und
BArch RY 61/V 232/46
Inhaltliche Charakterisierung: Die vorliegenden Materialien aus dem schriftlichen Nachlass von Hanns Kralik, dessen umfangreicherer Teil sich im Besitz der Deutschen Kommunistischen Partei befindet, stammen aus dem Archiv des Kulturbundes der DDR. Über die Herkunft bzw. den Weg, auf dem die Dokumente in den Kulturbund der DDR gelangt sind, konnten keine Hinweise ermittelt werden.
Überliefert sind hier vor allem Unterlagen aus seiner Tätigkeit als Kulturdezernent im Amt für kulturelle Angelegenheiten der Stadt Düsseldorf, Zeitungsausschnitte zu Leben und Werk von Hanns Kralik und einige wenige Entwürfe seiner künstlerischen Arbeiten. Die Überlieferungen aus der Tätigkeit als Kulturdezernent vermitteln einen Einblick in die Probleme, die nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in Düsseldorf auf kulturellem Gebiet bestanden und dokumentieren die Leistungen Hanns Kraliks beim Wiederaufbau des Kulturlebens der Stadt. Eine Katalogsammlung Hanns Kraliks zu verschiedenen Ausstellungen in Düsseldorf und den dortigen Kunstsammlungen sowie der Jahresbericht der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf von 1945 bis 1947 mit einer Widmung des Direktors der Akademie, Professor W. Heuser, für Hanns Kralik wurden an die Bibliothek der Stiftung übergeben.
Den Nachlass ergänzende Unterlagen befinden sich im Bestand Bewegung "Freies Deutschland" für den Westen (RY 61) und in der Sammlung Erinnerungen (SgY 30), darin eine Notiz über ein Gespräch mit Hanns und Inge Lya Kralik zu ihrer illegalen Tätigkeit während der Emigration in Frankreich und ein Erinnerungsbericht von Hanns Kralik mit umfangreichen Ausführungen zu seiner Kindheit und Jugend, seiner Tätigkeit für die KPD in Düsseldorf und während der Zeit der Emigration.
Weiterführende Unterlagen zum künstlerischen Werk von Hanns Kralik befinden sich im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz.
Der Nachlass Hanns Kralik ist auf der Grundlage des Bundesarchivs für die historische Forschung frei zugänglich. Bei Veröffentlichungen daraus ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4535/ 1, Kurzform: BArch NY 4535/1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Umfang, Erläuterung: 7 AE
Zitierweise: BArch NY 4535/...
1903 Übersiedlung der Familie in das Kohlerevier am linken Niederrhein
1914 Bergarbeiter nach Abschluss der Volksschule
ab 1914 Organisierung in Gewerkschaften, so im Christlichen Bergarbeiterverband (1914), im Bergarbeiterverband (1916), in der Union der Kopf- und Handarbeiter (1919), im freigewerkschaftlichen Bauarbeiter-Verband (1923) und im Deutschen Metallarbeiterverband (1924)
1918 Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratische Partei Deutschlands
ab 1920 Mitglied der Vereinigten Kommunistischen Partei Deutschlands
1921 Freistelle an der Kunstgewerbeschule in Krefeld, bereits als Kind zeigte sich sein künstlerisches Talent, zur Finanzierung der Ausbildung Nachtarbeit als Bergmann, Bauarbeiter und Stahlwerker
1924/25 - 1928 Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, seit 1926 Meisterschüler, Mitglied der Künstlergruppe Junges Rheinland, des Kreises um Mutter Ey in Düsseldorf, des Reichsverbandes bildender Künstler und der Association Revolutionärer bildender Künstler Deutschlands
ca. 1929 Heirat mit Inge Lya Rosenheim (22.10.1901-28.03.1981), Mitglied der KPD, 1933 Inhaftierung wegen ihrer illegalen Arbeit, in dem folgenden Prozess Freispruch aus Mangel an Beweisen, Emigration mit ihrem Ehemann über Holland nach Frankreich, dort u.a. tätig als Bibliothekarin in der deutschen Freiheitsbibliothek und Mitglied der Bewegung "Freies Deutschland" für den Westen
seit 1929 freischaffender Maler und Grafiker, Mitglied der Agitprop-Kommission im Unterbezirk Düsseldorf der KPD
seit 1932 Agitprop-Sekretär im Unterbezirk Düsseldorf der KPD
Juli - Ende 1933 Inhaftierung im KZ Börgermoor
Januar 1934 Flucht nach Holland
Sept./Okt. 1934 Emigration nach Frankreich, Beteiligung am antifaschistischen Widerstandskampf durch die Herstellung von Plakaten, Flugblättern, Buchumschlägen für Tarnschriften, Streuzetteln, die zum Widerstand aufriefen, und die Herstellung von Ausweispapieren für Illegale Mitbegründer des "Deutschen Künstlerbundes" in Paris
1939 - 1942 Internierung u.a. in den Lagern in Albi, Agde und Chanac
1943 - 1945 Mitglied der Bewegung "Freies Deutschland" für den Westen in Lyon, Mitarbeiter der Zentralstelle der Bewegung für die Herstellung von illegalen Zeitungen, Druckschriften, Streuzetteln und anderen Informationsmaterialien, u.a. zur Aufklärung unter den Wehrmachtsangehörigen
Ende Juni 1945 Rückkehr nach Düsseldorf
seit Oktober 1945 Beigeordneter der KPD und Kulturdezernent im Amt für kulturelle Angelegenheiten der Stadt Düsseldorf
September 1950 Entlassung aus dem Amt aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Deutschlands
seit 1950 freischaffender Maler und Graphiker in Düsseldorf
9. Mai 1971 in Düsseldorf verstorben
Quellen:
BArch NY 4535/5
BArch SgY 30/1400/31 und
BArch RY 61/V 232/46
Inhaltliche Charakterisierung: Die vorliegenden Materialien aus dem schriftlichen Nachlass von Hanns Kralik, dessen umfangreicherer Teil sich im Besitz der Deutschen Kommunistischen Partei befindet, stammen aus dem Archiv des Kulturbundes der DDR. Über die Herkunft bzw. den Weg, auf dem die Dokumente in den Kulturbund der DDR gelangt sind, konnten keine Hinweise ermittelt werden.
Überliefert sind hier vor allem Unterlagen aus seiner Tätigkeit als Kulturdezernent im Amt für kulturelle Angelegenheiten der Stadt Düsseldorf, Zeitungsausschnitte zu Leben und Werk von Hanns Kralik und einige wenige Entwürfe seiner künstlerischen Arbeiten. Die Überlieferungen aus der Tätigkeit als Kulturdezernent vermitteln einen Einblick in die Probleme, die nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in Düsseldorf auf kulturellem Gebiet bestanden und dokumentieren die Leistungen Hanns Kraliks beim Wiederaufbau des Kulturlebens der Stadt. Eine Katalogsammlung Hanns Kraliks zu verschiedenen Ausstellungen in Düsseldorf und den dortigen Kunstsammlungen sowie der Jahresbericht der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf von 1945 bis 1947 mit einer Widmung des Direktors der Akademie, Professor W. Heuser, für Hanns Kralik wurden an die Bibliothek der Stiftung übergeben.
Den Nachlass ergänzende Unterlagen befinden sich im Bestand Bewegung "Freies Deutschland" für den Westen (RY 61) und in der Sammlung Erinnerungen (SgY 30), darin eine Notiz über ein Gespräch mit Hanns und Inge Lya Kralik zu ihrer illegalen Tätigkeit während der Emigration in Frankreich und ein Erinnerungsbericht von Hanns Kralik mit umfangreichen Ausführungen zu seiner Kindheit und Jugend, seiner Tätigkeit für die KPD in Düsseldorf und während der Zeit der Emigration.
Weiterführende Unterlagen zum künstlerischen Werk von Hanns Kralik befinden sich im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz.
Der Nachlass Hanns Kralik ist auf der Grundlage des Bundesarchivs für die historische Forschung frei zugänglich. Bei Veröffentlichungen daraus ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4535/ 1, Kurzform: BArch NY 4535/1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Umfang, Erläuterung: 7 AE
Zitierweise: BArch NY 4535/...
Kralik, Hanns, 1900-1971
7 Aufbewahrungseinheiten; 0,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ