Elisabeth Blochmann (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
BLO
BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung - Archiv (Archivtektonik) >> C. Bestandszuwachs seit 1992 >> Pädagogische Vereine, Institutionen und Gesellschaften >> Nachlässe, Vorlässe, Teilnachlässe und Personenfonds
Bestandsbeschreibung: Die Pädagogin Prof. Dr. Elisabeth Blochmann (geb. 14.04.1892, gest. 27.01.1972) war die erste Professorin für Pädagogik in der Philosophischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg/Lahn.
Von 1923 bis 1926 war Elisabeth Blochmann Dozentin an der Sozialen Frauenschule in Thale (Harz). Danach lehrte sie im Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin - während dieser Zeit verfasste sie auch mehrere Schriften zu Friedrich Fröbel. 1930 erhielt sie ihre erste Berufung als Professorin für Sozialpädagogik an die neu gegründete Pädagogische Akademie in Halle (Saale). Aufgrund des ”Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wurde sie 1933 entlassen, woraufhin sie 1934 nach England emigrierte, die englische Staatsbürgerschaft annahm und am College Lady Margaret Hall (Universität Oxford) unterrichtete. 1952 erfolgte Ihre Berufung an die Universität Marburg, an der sie bis zu ihrer Emeritierung 1960 blieb.
Im Bestand befinden sich vor allem persönliche Unterlagen wie z. B. Berufungsunterlagen, die Verleihung der Goethe-Plakette und Laudationes zum 70. Geburtstag. Die private Korrespondenz, die vornehmlich aus Briefen von und an ihre Schwester Annemarie Blochmann und an zwei ihrer ehemaligen Studentinnen aus Halle besteht, macht den größten Teil des Bestandes aus.
Die Unterlagen wurden in zwei Teillieferungen in das Archiv abgegeben (1997 und 2017). Weitere Unterlagen stammen aus dem Nachlass Wolfgang Klafki (2017).
Die Erschließung erfolgte nach den RNA (Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen) in der Archivdatenbank.
weiterführende Archivalien:
Teilnachlass Elisabeth Blochmann, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Nachlass Hermann Nohl, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen http://hans.sub.uni-goettingen.de/nachlaesse/Nohl.pdf
Nachlass Georg Misch, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Nachlass Gustav Radbruch, Universitätsbibliothek Heidelberg
Nachlass Eduard Spranger, Bundesarchiv Koblenz
Nachlass Wilhelm Flitner, Universitätsbibliothek Tübingen
Nachlass Martin Heidegger, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar
Quellen:
DIPF/BBF/Archiv: BLO 1, Persönliche Papiere.
Klafki, Wolfgang; Müller, Helmut-Gerhard: Elisabeth Blochmann (1892-1972). Erweiterter Katalog zur Ausstellung. Die erste Professorin für Pädagogik an der Philipps-Universität. Marburg 1992.
Von 1923 bis 1926 war Elisabeth Blochmann Dozentin an der Sozialen Frauenschule in Thale (Harz). Danach lehrte sie im Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin - während dieser Zeit verfasste sie auch mehrere Schriften zu Friedrich Fröbel. 1930 erhielt sie ihre erste Berufung als Professorin für Sozialpädagogik an die neu gegründete Pädagogische Akademie in Halle (Saale). Aufgrund des ”Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wurde sie 1933 entlassen, woraufhin sie 1934 nach England emigrierte, die englische Staatsbürgerschaft annahm und am College Lady Margaret Hall (Universität Oxford) unterrichtete. 1952 erfolgte Ihre Berufung an die Universität Marburg, an der sie bis zu ihrer Emeritierung 1960 blieb.
Im Bestand befinden sich vor allem persönliche Unterlagen wie z. B. Berufungsunterlagen, die Verleihung der Goethe-Plakette und Laudationes zum 70. Geburtstag. Die private Korrespondenz, die vornehmlich aus Briefen von und an ihre Schwester Annemarie Blochmann und an zwei ihrer ehemaligen Studentinnen aus Halle besteht, macht den größten Teil des Bestandes aus.
Die Unterlagen wurden in zwei Teillieferungen in das Archiv abgegeben (1997 und 2017). Weitere Unterlagen stammen aus dem Nachlass Wolfgang Klafki (2017).
Die Erschließung erfolgte nach den RNA (Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen) in der Archivdatenbank.
weiterführende Archivalien:
Teilnachlass Elisabeth Blochmann, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Nachlass Hermann Nohl, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen http://hans.sub.uni-goettingen.de/nachlaesse/Nohl.pdf
Nachlass Georg Misch, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Nachlass Gustav Radbruch, Universitätsbibliothek Heidelberg
Nachlass Eduard Spranger, Bundesarchiv Koblenz
Nachlass Wilhelm Flitner, Universitätsbibliothek Tübingen
Nachlass Martin Heidegger, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar
Quellen:
DIPF/BBF/Archiv: BLO 1, Persönliche Papiere.
Klafki, Wolfgang; Müller, Helmut-Gerhard: Elisabeth Blochmann (1892-1972). Erweiterter Katalog zur Ausstellung. Die erste Professorin für Pädagogik an der Philipps-Universität. Marburg 1992.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2025, 07:50 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
- BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung - Archiv (Archivtektonik)
- C. Bestandszuwachs seit 1992 (Tektonik)
- Pädagogische Vereine, Institutionen und Gesellschaften (Tektonik)
- Nachlässe, Vorlässe, Teilnachlässe und Personenfonds (Tektonik)