F 15 - Gebrüder Stumm GmbH, Zeche Minister Achenbach (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1896-1936
Firmensitz: Lünen-Brambauer Branche: Steinkohlenbergbau Die Gewerkschaft Minister Achenbach wurde am 29. September 1896 gegründet. Beteiligt waren die Nationalbank für Deutschland mit 990 Kuxen und der Bergwerksbesitzer Carl Lange aus Berlin mit 10 Kuxen, der bereits in den 1870er Jahren die Grubenfelder Friede und Minister Achenbach durch Kauf bzw. Mutung erworben hatte. 1897 begannen die Abteufarbeiten für den Förderschacht 1 (1900 in Förderung), 1899 für den Wetterschacht 2. Im Jahre 1900 erhielt die Zeche einen Anschluß an den Bahnhof (Dortmund-)Mengede und einen Hafen am Dortmund-Ems-Kanal. Am 31.8.1901 wurden 800 Kuxe auf die Firma Gebrüder Stumm in Neunkirchen/Saar übertragen (ab 1903 Gebrüder Stumm GmbH). Das 1806 von den Brüdern Friedrich Philipp, Johann Ferdinand und Christian Stumm gegründete Hüttenunternehmen hatte sich seit 1900 bemüht, Bergwerkseigentum im Ruhrrevier zu erwerben, um durch die Schaffung einer eigenen Kohlengrundlage mehr Unabhängigkeit von den fiskalischen Saargruben zu gewinnen. Die restlichen 200 Kuxe besaß die Firma Rud. Böcking & Cie, Halbergerhütte bei Brebach/Saar (später: Rudolph Böcking & Co, Erben Stumm-Halberg und Rud. Böcking GmbH, Halbergerhütte). Unter einem neuen Grubenvorstand wurde Minister Achenbach als selbständige Gewerkschaft weiterbetrieben und erheblich ausgebaut: 1902 Inbetriebnahme der Kokerei 1903 Erweiterung der Kokerei und Ergänzung durch eine Ammoniakfabrik 1909 Abteufbeginn für Wetterschacht 3 (1914 in Betrieb) 1912 Errichtung der Benzolfabrik 1918 Abteufbeginn für Förderschacht 4 (1924 in Betrieb) 1936/37 wurde die bis dahin selbständig geführte Gewerkschaft Minister Achenbach in die Gebrüder Stumm GmbH eingebracht, die zur Verwaltung ihres Grubenbesitzes eine Zweigniederlassung in Essen einrichtete. 1 Buch, 3 Kartons Gewerkenbuch 1896-1921; notarielle Protokolle und andere Unterlagen zu Gewerkenversammlungen und Grubenvorstandssitzungen 1897-1936; Gesellschaftsvertrag der Firma Rudolph Böcking & Cie, Erben Stumm-Halberg und Rudolph Böcking GmbH in Halbergerhütte bei Brebach/Saar; Chronik der Zeche Minister Achenbach 1988.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ