6/2 [Nr. 62-64a, 66-69]: Korrespondenz mit dem Herzog über eine Vorladung des Prof. med. und Rektors Dr. Johann Gerhardt und des Pedellen Rümelin nach Stuttgart wegen der "Accis".
Vollständigen Titel anzeigen
(Neusch. Nr. 44-46, 48-51)
UAT 6/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) >> 2. Professoren (1477-1774) >> Profectiones Professorum
1647
Enthält: Bl. 104-104v: Rektor prof. med. Joh. Gerhardt an den Herzog, Tübingen 13.2.1647: Entschuldigung, dass er und der Pedell sich am 15.2.,9 Uhr nicht, wie befohlen, auf der Herzogl. Kanzlei melden können, weil Stadt und Schloss Tübingen durch Fürstl. Turennische Völker belagert und die Wege unsicher sind; Entwurf; Bl. 105-105v: Rektor Joh. Gerhardt, Vollmacht für Prof. theol. Melchior Nicolai und Prof. iur. Joh. Ulrich Rümelin [PIT 11340], ihn bei der Vorladung am 15.3. in St. zu vertreten; Entwurf; Bl. 106-107v: Herzog Eberhard III (Hans Albrecht v. ?, Joh. Aylin d. J.) an Rektor prof. med. Joh. Gerdhardt, St. 2.4.1647: Vorladung samt dem Pedellen auf 8.4. früh vor den Oberrat; Siegel (Bl. 107v/angeklebter Zettel: Prof. med. Karl Bardili an die Universität: ex causis magnis sollen beide erscheinen); Bl. 109-110v: Universität an den Herzog, 6.4.1647: Wiederholung ihrer noch unerledigten Bitte vom 30.11.1646 um Verschonung ihrer Weineinfuhr zum Hausgebrauch von Zoll und Accise; Entwurf, Univ. Notar Dan. Sturm; Bl. 111-112v: Herzog Eberhardd III (Heinr. Ach. Buwinkhausen, Joh. Aylin) an die Universität, St. 31.5.1647: Befehl, die von Prof. [Joh. Ulr.] Rümelin [PIT 11340] versprochene Erklärung zum Schreiben der Universität den Accis betreffend endlich zu liefern samt Bericht, wer jenes Schreiben verfasst und korrigiert habe und warum die Erklärung solang ausblieb; Siegel; Bl. 113-114v: Universität an den Herzog, 17.6.1647: Antwort auf das Schreiben vom 31.5.: Die Universität verlangte nie supremam iurisdictionem, sondern die Statuten bestimmen: gegen akademische Bürger klagt man vor Rektor oder Prorektor; die Appellation geht in 1. Instanz an das Consistorium academicum, von da an den Kanzler, von da an Landhofmeister, Kanzler und Räte als commissarios universitatis; die Verzögerung der Antwort erklärt sich aus dem Rektorwechsel, Sauerbrunnenkuren u.a. Reisen der Senatoren; das Schreiben vom 6.4. wurde im Senat beraten, dann vom Univ.-Notar verfasst, im Senat in Anwesenheit von Prof. [Joh.] Gerhardt verlesen und genehmigt, dann mundiert; Entwurf; Bl. 115-116v: Herzog Eberhard III. (Heinr. Arch. Buwinckhausen, Joh. Aylin) an die Universität, St. 21.6.1647: Er wolle ihren Privilegien nichts derogieren, werde aber seine Oberhoheit zu behaupten wissen; Siegel
Akte
Gerhard, Johannes (1598-1658)
Gerhard, Johannes (1598-1658)
Profectiones Professorum
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:38 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
- Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik)
- B Akademische Zentralorgane (Tektonik)
- Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) (Tektonik)
- Bc 2 Universitätssekretariat (Tektonik)
- Ältere Universitätsregistratur (15.-19. Jh.) (Tektonik)
- Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) (Bestand)
- 2. Professoren (1477-1774) (Gliederung)
- Profectiones Professorum (Archivale)