Pfalzgraf Friedrich bei Rhein bekundet, daß Margarete von Nassau 1), Äbtissin, und der Konvent des Klosters Klarenthal ihm und seinen Erben das Patronatsrecht ('die gift') über den Heiligkreuzaltar (zu Rheinböllen) verliehen haben, worüber ihm eine Urkunde ausgestellt worden ist; bestätigt die Ausstattung des Altars an Gülten, Gütern und Renten durch Johann Posche, Pfarrer zu Mörschbach ('Merßbach'); der jetzige Inhaber des Altars, Nicolaus vom Eychenbaume, der noch von Äbtissin und Konvent des Klosters Klarenthal präsentiert worden ist, soll auf Lebenszeit oder bis zu einer Resignation im Besitz des Altares bleiben; auch der vom Pfalzgrafen künftig zu präsentierende Kaplan des Altars soll, wie bisher und wie alle anderen Kapläne der Pfarrei Rheinböllen, dem Pfarrer, der weiterhin vom Kloster präsentiert wird, gehorsam sein und dessen Freiheiten und Rechten keinen Eintrag tun; der Pfarrer soll die Rechte, die er an den anderen Kapellen hat, auch am Heiligkreuzaltar haben.
Vollständigen Titel anzeigen
Pfalzgraf Friedrich bei Rhein bekundet, daß Margarete von Nassau 1), Äbtissin, und der Konvent des Klosters Klarenthal ihm und seinen Erben das Patronatsrecht ('die gift') über den Heiligkreuzaltar (zu Rheinböllen) verliehen haben, worüber ihm eine Urkunde ausgestellt worden ist; bestätigt die Ausstattung des Altars an Gülten, Gütern und Renten durch Johann Posche, Pfarrer zu Mörschbach ('Merßbach'); der jetzige Inhaber des Altars, Nicolaus vom Eychenbaume, der noch von Äbtissin und Konvent des Klosters Klarenthal präsentiert worden ist, soll auf Lebenszeit oder bis zu einer Resignation im Besitz des Altares bleiben; auch der vom Pfalzgrafen künftig zu präsentierende Kaplan des Altars soll, wie bisher und wie alle anderen Kapläne der Pfarrei Rheinböllen, dem Pfarrer, der weiterhin vom Kloster präsentiert wird, gehorsam sein und dessen Freiheiten und Rechten keinen Eintrag tun; der Pfarrer soll die Rechte, die er an den anderen Kapellen hat, auch am Heiligkreuzaltar haben.
18, U 73
18 Kloster Klarenthal, Klarissen
Kloster Klarenthal, Klarissen >> Urkunden >> 1401-1500
1455 Februar 28
Original, Pergament, deutsch, an Pressel Siegel des Pfalzgrafen
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Der geben ist off friitag nach sant Mathiis tag anno domini dusent vierhundert funfftzig und funff iare
1) wohl Verwechslung mit Bertha von Nassau
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:07 MESZ