I. Klage (vor dem geistl. Hofgericht) der Erben des hessischen Rittmeisters Johan von Süchtenberg (Süchtbergen) zu Boesfeld, nämlich 1. des Johan Reinhard, 2. der Anna Elisabeth, 3. der Maria Wilhelmine zu Süchtenberg ./. Dietrich von der Recke zu Recke, Raffenberg und Kakesbeck. 1685-1689. Die Brüder Johan von Werne, Dechant in Soest, und Jodokus von Werne, Scholaster an St. Mauritz, haben im Jahre 1632 ein Majorat (Stammstiftung) für ihr Geschlecht errichtet. Bestimmt war, dass beim Aussterben des Mannesstamms die Hälfte des Kapitals von 13000 Rthl. an die nächsten Verwandten, die andere Hälfte an die Armen fallen sollte. Mit dem + Jodokus Kaspar von Werne ist dieser Fall eingetreten. II. Nachdem der vorstehende Rechtsstreit zu Ungunsten des Beklagten entschieden ist, wird der Prozess fortgesetzt gegen 1. Bernard Otto von Schencking zu Vögeding; 2. Johan Mauritz von Bischoping zum Osthoff; 3. Johan Henrich von Ascheberg. 1696-1701. Es handelt sich darum, wer die Nächstberechtigten zu dem Majorat sind. Erwähnt werden Henrich Kückelsdorf, Notar Johan Bernard Stormb.
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I. Klage (vor dem geistl. Hofgericht) der Erben des hessischen Rittmeisters Johan von Süchtenberg (Süchtbergen) zu Boesfeld, nämlich 1. des Johan Reinhard, 2. der Anna Elisabeth, 3. der Maria Wilhelmine zu Süchtenberg ./. Dietrich von der Recke zu Recke, Raffenberg und Kakesbeck. 1685-1689. Die Brüder Johan von Werne, Dechant in Soest, und Jodokus von Werne, Scholaster an St. Mauritz, haben im Jahre 1632 ein Majorat (Stammstiftung) für ihr Geschlecht errichtet. Bestimmt war, dass beim Aussterben des Mannesstamms die Hälfte des Kapitals von 13000 Rthl. an die nächsten Verwandten, die andere Hälfte an die Armen fallen sollte. Mit dem + Jodokus Kaspar von Werne ist dieser Fall eingetreten. II. Nachdem der vorstehende Rechtsstreit zu Ungunsten des Beklagten entschieden ist, wird der Prozess fortgesetzt gegen 1. Bernard Otto von Schencking zu Vögeding; 2. Johan Mauritz von Bischoping zum Osthoff; 3. Johan Henrich von Ascheberg. 1696-1701. Es handelt sich darum, wer die Nächstberechtigten zu dem Majorat sind. Erwähnt werden Henrich Kückelsdorf, Notar Johan Bernard Stormb.
B-Acta jud, 826
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
(1632) 1685-1689, 1696-1701
Darin: Anlage: die Stiftungsurkunde vom 21. Juni (?) 1632 Der Stiftung wurden u.a. folgende Forderungen überwiesen: 1. an Wilhelm Dobbe zum Vogelsanck u.s. Frau Anna Maria v. Velen aus dem Jahre 1627; 2. an Junker Heinrich Bispinck zu Telgte u.s. Frau Helene Graes aus 1610; 3. an die Stadt Beckum, vertreten durch die Bürgermeister Johan Westarp und Bernard Buschman, aus 1626; 4. Friederika von Ripperda, Witwe Akenschock zu Amelsbüren und dem Sohn Dietrich aus 1629; 5. an Herman von Westerholt zu Capellen u.s. Frau Elsabe von Beveren aus 1628 (vertreten von Johan Bischopinck zum Osthoff); 6. an Junker Johan Voss in Telgte; 7. an Junker Johan von der Brüggeney gen. Hassenkamp zu Stockum u.s. Frau Johanna von Altenbockum aus 1629.
Enthält: Die Kläger wollen die nächsten berechtigten Verwandten sein und verlangen vom Beklagten Herausgabe der zur Stiftung gehörenden Wertpapiere. Die Kläger legen folgende Stammtafel vor: Johan, Dechant in Soest - - Herman N. von Caesumb - - Jodokus, Scholaster an St. Mauritz [ausgehend von:] Herman N. von Caesumb – Rudolf Everhard Jodokus -- Johan + 1632 N. v. Ascheberg -- Anna, Klarisse in Münster -- Gertrud Elisabeth, Kanonisse in Hohenholte + 1665 -- Christine Richtmoet, Äbtissin in Rumphorst bei Hamm + 1668 -- Agnes Maria Johan von Süchtberg zu Boessfeld + 1675 [ausgehend von:] Johan + 1632 N. v. Ascheberg – Franz Dietrich -- Johann Bernhard N. v. S. Recke zu Heessen, keine Kinder -- Jobst Kaspar, 1645-1681, unverheiratet -- Anna Elisabeth, Bischopink zum Osthoff -- Clara Anna v. Ascheberg zur Heiden -- Kath. Adelheid Bernhard Otto v. Schencking zu Vögeding -- Sofia Richtmoet, Kanonisse in Hohenholte. Eine Schwester der Kläger ist die Klarisse Anna Agnes Elisabeth von Süchtenberg. Erwähnt werden Johan Amersbeck, Vikar & St. Mauritz; Johan Kaspar Ascheberg zu Venne; Johan Heidenreich von Ascheberg; die Advokaten Dr. Otto Georg Bocksülver, Dr. Bernard Wilhelm Bolen, Dr. Johan Karl Wulfert Li undc. Johan Henrici; Johan Jäger; Notar Johan Melchior Hanekoeve; Notar Bernard Langenkamp; Gerhard Laurenz Crone in Ottmarsbocholt; Theodor Boddeker; Herman Witte; Johan Sahlmon; ferner aus Warendorf: Notar Henrich Hoyer; Henrich Mosellage; Bürgermeister Werner Ahagen; Everhard Krambrock; die Stadtdiener Peter Sugert und Augustin Mollers; Dr. med. Gerhard Giese; Notar Jakob Mense; Richter Christoph von (tom?) Tondorff; aus Telgte: Notar Johan Langen; Bernard Elbrecht; Georg Schnelle; aus Beckum: Bürgermeister Anton Spithove; Kaspar Grüter; Henrich Ellinghaus; Wessel Temming; Notar Bernard Schütte; Bernard Wibbert; Notar Henrich Frye; Henrich Limbrock; aus Werne: Rentmeister Johan Wilhelm Droste; Notar Franz Heuthauser (?); Ernst Ellebracht; Adam Averdunck; aus Rheda: Ludwig Habich; Nikolaus Cöllers; Notar Jodokus Willman; aus Cleve: die kurfürstl. Räte Konrad von der Recke und Johan de Beyer; Sekretär Peter Reiman.
Enthält: Die Kläger wollen die nächsten berechtigten Verwandten sein und verlangen vom Beklagten Herausgabe der zur Stiftung gehörenden Wertpapiere. Die Kläger legen folgende Stammtafel vor: Johan, Dechant in Soest - - Herman N. von Caesumb - - Jodokus, Scholaster an St. Mauritz [ausgehend von:] Herman N. von Caesumb – Rudolf Everhard Jodokus -- Johan + 1632 N. v. Ascheberg -- Anna, Klarisse in Münster -- Gertrud Elisabeth, Kanonisse in Hohenholte + 1665 -- Christine Richtmoet, Äbtissin in Rumphorst bei Hamm + 1668 -- Agnes Maria Johan von Süchtberg zu Boessfeld + 1675 [ausgehend von:] Johan + 1632 N. v. Ascheberg – Franz Dietrich -- Johann Bernhard N. v. S. Recke zu Heessen, keine Kinder -- Jobst Kaspar, 1645-1681, unverheiratet -- Anna Elisabeth, Bischopink zum Osthoff -- Clara Anna v. Ascheberg zur Heiden -- Kath. Adelheid Bernhard Otto v. Schencking zu Vögeding -- Sofia Richtmoet, Kanonisse in Hohenholte. Eine Schwester der Kläger ist die Klarisse Anna Agnes Elisabeth von Süchtenberg. Erwähnt werden Johan Amersbeck, Vikar & St. Mauritz; Johan Kaspar Ascheberg zu Venne; Johan Heidenreich von Ascheberg; die Advokaten Dr. Otto Georg Bocksülver, Dr. Bernard Wilhelm Bolen, Dr. Johan Karl Wulfert Li undc. Johan Henrici; Johan Jäger; Notar Johan Melchior Hanekoeve; Notar Bernard Langenkamp; Gerhard Laurenz Crone in Ottmarsbocholt; Theodor Boddeker; Herman Witte; Johan Sahlmon; ferner aus Warendorf: Notar Henrich Hoyer; Henrich Mosellage; Bürgermeister Werner Ahagen; Everhard Krambrock; die Stadtdiener Peter Sugert und Augustin Mollers; Dr. med. Gerhard Giese; Notar Jakob Mense; Richter Christoph von (tom?) Tondorff; aus Telgte: Notar Johan Langen; Bernard Elbrecht; Georg Schnelle; aus Beckum: Bürgermeister Anton Spithove; Kaspar Grüter; Henrich Ellinghaus; Wessel Temming; Notar Bernard Schütte; Bernard Wibbert; Notar Henrich Frye; Henrich Limbrock; aus Werne: Rentmeister Johan Wilhelm Droste; Notar Franz Heuthauser (?); Ernst Ellebracht; Adam Averdunck; aus Rheda: Ludwig Habich; Nikolaus Cöllers; Notar Jodokus Willman; aus Cleve: die kurfürstl. Räte Konrad von der Recke und Johan de Beyer; Sekretär Peter Reiman.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:17 MEZ