An Herrn Hans Reyser, Ratsgenossen und Bürger zu Reutlingen
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7476
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
1561 März 12
Regest: Der Unterzeichnete teilt mit, was sich mit Christof Staud von Reutlingen, Reysers Pflegsohn, in Nürnberg zugetragen hat. Staud ist am 28. Januar zu dem Unterzeichneten gekommen und hat einen mitgebracht, der sich Christof Reyser nannte. Staud hat angegeben, dass er Hausknecht des Eberhart Gailer zu Reutlingen sei, und Hans Reyser habe ihn mit seinem Sohn hergeschickt, damit er diesen begleite. Der Unterzeichnete hat diesem Hausknecht für Zehrgeld 3 fl zahlen müssen.Dann hat er den andern zu einem Rechenmeister in Nürnberg verdingt ein Jahr um 48 fl. Der Reyser machte dann lügen hafte Angaben bei dem Rechenmeister über 2 Sameter (= Samtkleider?), die er bei einem Schneider habe, und 24 Taler, die ihm gehören und die der Unterzeichnete habe. Wenn nicht der Sohn des Claus Gertner Bescheid gewusst hätte, wer der Mann ist, so wäre der Unterzeichnete in grossen Schaden geraten, da er für ihn Bürge geworden war. Nun ist der Schalk davon. Der Unterzeichnete musste dem Rechenmeister für 6 Tage Kostgeld und, was er ihm darnach geliehen hat, 3 fl und 1/2 Ort zahlen. Der Unterzeichnete bittet den Herrn Reyser als Vormund des Staud um die 6 fl und 1/4 Ort ...
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Eberhart Becht, Papierer auf der Weidenmühl bei Nürnberg
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite Ringpetschaft-Abdruck
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite Ringpetschaft-Abdruck
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ