Amt Lüchow (Bestand)
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NLA HA, Hann. 74 Lüchow
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.11 Kurfürstentum/Königreich Hannover >> 1.11.6 Allgemeine Verwaltung >> 1.11.6.2 Untere Landesbehörden >> 1.11.6.2.3 Ämter im Landdrosteibezirk Lüneburg
1298-1935
Bestandsgeschichte: I. Behördengeschichte
Der Besitz der Grafen von Lüchow, Kern des späteren Amtes Lüchow, wurde 1320 von Herzog Otto von Lüneburg erworben und kam damit unter welfische Herrschaft. Das Schloss wurde Sitz einer Vogtei (zuerst 1371 erwähnt) und später eines Amtes, das 1548 durch Vereinigung mit dem Amt Warpke vergrößert wurde. Es war unterteilt in die Hausvogtei (um Lüchow), die Grenzvogtei (um Lübbow), die Vogtei Bergen (um Bergen/Dumme und Warpke) und die Reisevogtei (um Lemgow). Eingeschlossen in das Amt war das Patrimonialgericht Platenwerder oder Grabow (Inhaber: die von Plato), das nach der französischen Besetzung (1810-1813) nicht wieder hergestellt wurde. Die Stadt Lüchow war kanzleisässig, also mittelbar der Regierung in Celle bzw. Hannover unterstellt.
Die wichtigsten Änderungen des Besitzstandes des Amtes sind die folgenden: 1841 kommt es zu einem Gebietsaustausch zwischen den Ämtern Lüchow und Wustrow. Die Grenzvogtei, die Vogtei Bergen und Teile der Hausvogtei kommen dabei an Wustrow, die Vogtei Kiefen des Amtes Wustrow kommt an Lüchow und bildet dort mit einem Teil der Hausvogtei die Vogtei Clenze. Von der Reisevogtei wird die Vogtei Lemgow abgespalten.
Die Amtsreform von 1852 bringt die Errichtung eines Amtes Clenze aus der Vogtei Clenze, Teilen der Haus- und Reisevogtei sowie einzelnen Dörfern der Ämter Bodenteich (Vogtei Spithal), Hitzacker (Redemoissel), Dannenberg (Maddau und Sareitz) und Wustrow (Cassau und Starrel). Zwischen den Ämtern Lüchow und Gartow wird ein geringfügiger Ausgleich vorgenommen (Lanze an Gartow, Prezier und Volzendorf an Lüchow). Das Dorf Prepow geht an das Amt Hitzacker, Gauel und Hohenwedderien an das Amt Oldenstadt. 1853 kommt Crautze von Gartow an Lüchow, Müssingen von Wustrow an Bodenteich.
Bestandsgeschichte: Die Reform von 1859 schlägt dem Amt Lüchow die Ämter Clenze und Wustrow zu. 1872 schließlich geht auch das Amt Gartow (mit Schnakenburg) im Amt Lüchow auf, das seit 1885 als Landkreis im bisherigen Umfang weiterbesteht, welcher 1932 dem Landkreis Dannenberg einverleibt wird. Dieser nimmt 1951 den Namen Lüchow-Dannenberg an und verlegt den Kreissitz nach Lüchow.
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Von den Akten des Amtes Lüchow, wie sie in den Behördenfindbüchern (Nr. 79-82) verzeichnet waren, ist nur der kleinere Teil (schätzungsweise ein Drittel) in das Niedersächsische Hauptstaatsarchiv in Hannover gelangt; der größere Teil ist kassiert oder vernichtet worden. Nach dem Verlust aller Findmittel im Jahr 1943 wurde 1947 ein neues Findbuch geschrieben, welches die Grundlage für die vorliegende Abschrift bildete. Diese war notwendig geworden, weil seit 1947 in größerem Umfang neu aufgefundene oder aus anderen Beständen ausgeschiedene Akten in den Bestand des Amtes Lüchow (Hann. 74 Lüchow) einzugliedern waren. Bei der Überprüfung der jetzt vorhandenen Akten, die der Erstunterzeichnete zusammen mit Herrn Dahlke vornahm, wurden die Signaturen auf laufende Nummern umgestellt. Das vorangestellte Inhaltsverzeichnis gibt die ursprüngliche Gesamtgliederung der Amtsregistratur wieder.
Ergänzendes Material findet sich vor allem in den Beständen der Nachbarämter Gartow (Hann. 74 Gartow) und Dannenberg (Hann. 74 Dannenberg) sowie in den einschlägigen Ämterakten der Kanzlei (Celle Br. 61, Celle Br. 61a) und der Kammer (Hann. 88 F) sowie bei den Aufsichtsbehörden: Landdrostei Lüneburg (Hann. 80 Lüneburg), Regierung Lüneburg (Hann. 180 Lüneburg), Geheime Räte (Hann. 93).
Hannover, 11. August 1976
gez. Dr. Dieter Brosius
Bestandsgeschichte: Zwei Fach Kirchennebenbücher sind im August 1997 (Acc. 18/97) zum Bestand hinzugefügt worden.
Hannover, 7. August 1997
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juni 2012
Hinweis 2017: Vom Amt Wustrow und Nachfolgebehörden befindet sich ein umfangreicher Bestand (17.-20. Jh.) im Museum Wustrow.
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Der Besitz der Grafen von Lüchow, Kern des späteren Amtes Lüchow, wurde 1320 von Herzog Otto von Lüneburg erworben und kam damit unter welfische Herrschaft. Das Schloss wurde Sitz einer Vogtei (zuerst 1371 erwähnt) und später eines Amtes, das 1548 durch Vereinigung mit dem Amt Warpke vergrößert wurde. Es war unterteilt in die Hausvogtei (um Lüchow), die Grenzvogtei (um Lübbow), die Vogtei Bergen (um Bergen/Dumme und Warpke) und die Reisevogtei (um Lemgow). Eingeschlossen in das Amt war das Patrimonialgericht Platenwerder oder Grabow (Inhaber: die von Plato), das nach der französischen Besetzung (1810-1813) nicht wieder hergestellt wurde. Die Stadt Lüchow war kanzleisässig, also mittelbar der Regierung in Celle bzw. Hannover unterstellt.
Die wichtigsten Änderungen des Besitzstandes des Amtes sind die folgenden: 1841 kommt es zu einem Gebietsaustausch zwischen den Ämtern Lüchow und Wustrow. Die Grenzvogtei, die Vogtei Bergen und Teile der Hausvogtei kommen dabei an Wustrow, die Vogtei Kiefen des Amtes Wustrow kommt an Lüchow und bildet dort mit einem Teil der Hausvogtei die Vogtei Clenze. Von der Reisevogtei wird die Vogtei Lemgow abgespalten.
Die Amtsreform von 1852 bringt die Errichtung eines Amtes Clenze aus der Vogtei Clenze, Teilen der Haus- und Reisevogtei sowie einzelnen Dörfern der Ämter Bodenteich (Vogtei Spithal), Hitzacker (Redemoissel), Dannenberg (Maddau und Sareitz) und Wustrow (Cassau und Starrel). Zwischen den Ämtern Lüchow und Gartow wird ein geringfügiger Ausgleich vorgenommen (Lanze an Gartow, Prezier und Volzendorf an Lüchow). Das Dorf Prepow geht an das Amt Hitzacker, Gauel und Hohenwedderien an das Amt Oldenstadt. 1853 kommt Crautze von Gartow an Lüchow, Müssingen von Wustrow an Bodenteich.
Bestandsgeschichte: Die Reform von 1859 schlägt dem Amt Lüchow die Ämter Clenze und Wustrow zu. 1872 schließlich geht auch das Amt Gartow (mit Schnakenburg) im Amt Lüchow auf, das seit 1885 als Landkreis im bisherigen Umfang weiterbesteht, welcher 1932 dem Landkreis Dannenberg einverleibt wird. Dieser nimmt 1951 den Namen Lüchow-Dannenberg an und verlegt den Kreissitz nach Lüchow.
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Von den Akten des Amtes Lüchow, wie sie in den Behördenfindbüchern (Nr. 79-82) verzeichnet waren, ist nur der kleinere Teil (schätzungsweise ein Drittel) in das Niedersächsische Hauptstaatsarchiv in Hannover gelangt; der größere Teil ist kassiert oder vernichtet worden. Nach dem Verlust aller Findmittel im Jahr 1943 wurde 1947 ein neues Findbuch geschrieben, welches die Grundlage für die vorliegende Abschrift bildete. Diese war notwendig geworden, weil seit 1947 in größerem Umfang neu aufgefundene oder aus anderen Beständen ausgeschiedene Akten in den Bestand des Amtes Lüchow (Hann. 74 Lüchow) einzugliedern waren. Bei der Überprüfung der jetzt vorhandenen Akten, die der Erstunterzeichnete zusammen mit Herrn Dahlke vornahm, wurden die Signaturen auf laufende Nummern umgestellt. Das vorangestellte Inhaltsverzeichnis gibt die ursprüngliche Gesamtgliederung der Amtsregistratur wieder.
Ergänzendes Material findet sich vor allem in den Beständen der Nachbarämter Gartow (Hann. 74 Gartow) und Dannenberg (Hann. 74 Dannenberg) sowie in den einschlägigen Ämterakten der Kanzlei (Celle Br. 61, Celle Br. 61a) und der Kammer (Hann. 88 F) sowie bei den Aufsichtsbehörden: Landdrostei Lüneburg (Hann. 80 Lüneburg), Regierung Lüneburg (Hann. 180 Lüneburg), Geheime Räte (Hann. 93).
Hannover, 11. August 1976
gez. Dr. Dieter Brosius
Bestandsgeschichte: Zwei Fach Kirchennebenbücher sind im August 1997 (Acc. 18/97) zum Bestand hinzugefügt worden.
Hannover, 7. August 1997
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juni 2012
Hinweis 2017: Vom Amt Wustrow und Nachfolgebehörden befindet sich ein umfangreicher Bestand (17.-20. Jh.) im Museum Wustrow.
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST
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